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Organisationen im Wandel: Eine Denkschrift für die Konstrukteure einer neuen Arbeitswelt

In einer digitalisierten, globalisierten und vernetzten Welt nimmt Arbeit einen neuen Stellenwert in unserem Leben ein. Umbrüche in der Gesellschaft und disruptive Prozesse in der Wirtschaft führen zu einer fundamentalen Veränderung all dessen, was wir bisher kannten. Menschen denken, Maschinen machen. Arbeitsplatzkonzepte werden neu erfunden. Organisationen agieren als transparente Plattformen, Talent wird zur entscheidende Ressource – kurz: die „Zukunft der Arbeit“ ist schon heute ein Megatrend. Das Ende der Arbeit, wie wir sie kennen, ist Perspektive, Bedrohung, Chance und gleichzeitig Realität.

Unternehmen jeder Größe und Art stehen vor dieser Herausforderung, vor einer neuen Komplexität von Arbeit. Moderne Technologien revolutionieren das Büro, eine neue Generation Wissensarbeiter verlangt mehr Freiheit bei gleichbleibender Sicherheit und moderne Kunden fordern voll-vernetzte Organisationsmodelle. Dieser Wandel bringt ein technologisches wie kulturelles Umdenken bei Geschäftsführern, HR-Managern und IT-Verantwortlichen mit. Als Entscheider sind sie Bewahrer von alten Werten und doch Gestalter einer neuen Ära, in der sie sich als Chef irgendwann selbst abschaffen müssen. Sie führen Organisationen in ein neues vernetztes Zeitalter, sie sind die Konstrukteure und Architekten einer neuen Arbeitswelt.

Fünf Eckpfeiler für moderne Netzwerkorganisationen

Für uns bei Microsoft stehen in Zeiten dieses Wandels folgende Faktoren im Zentrum und bilden die fünf wesentlichen Eckpfeiler für Entscheider auf dem Weg zu einem Digitalen Wirtschaftswunder:

1. Faktor Organisation: Das vernetzte Unternehmen

Heute wird es kaum noch in Frage gestellt, dass sich angesichts der digitalen Chancen und Möglichkeiten Unternehmen neu erfinden müssen. Viele Entscheider beobachten sehr deutliche Veränderungen in ihren Unternehmen. Die Fragen lauten: Wie müssen sich Unternehmen neu erfinden – und was müssen sie neu erfinden?

Ursache der Veränderung ist ein Wandel an den Kernschnittstellen der unternehmerischen Wertschöpfung – zu Kunden, Lieferanten und Partnern sowie Mitarbeitern. Um mit ihren modernen Anspruchsgruppen und Akteuren Schritt zu halten, müssen Unternehmen zur vernetzten Organisation werden. Starre Hierarchien halten diese Entwicklung jedoch auf – ein Umschwung zu mehr Agilität ist der Schlüssel zu Arbeitswelten der Zukunft.

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Laut den Marktforschern von IDC müssen heute schon 62 Prozent der Unternehmen mit stark veränderten Kundenanforderungen umgehen. Mündige Verbraucher sind bestens informiert und haben im Überfluss von Angeboten die Qual der Wahl. Feedback verbreitet sich in Echtzeit, schlechte Erfahrungen ebenso. Kunden wollen alles, jederzeit und überall. Organisationen müssen in der Lage sein, sich eng mit der Welt der Kunden zu vernetzen, sie in Innovationsprozesse einzubinden und ihre Bedürfnisse zu erfüllen, noch bevor sie sie selber kennen. Eine konsequente Datenstrategie ist dazu unerlässlich.

„Um es mit dem voll vernetzten Kunden aufzunehmen, müssen Unternehmen zur voll-vernetzten Organisation werden“, fordert deshalb Bestseller-Autor Dave Gray. Agile Unternehmen sehen im Aufbau von Beziehungen den wichtigsten Erfolgsfaktor – sie schöpfen Know-how und Inspiration aus einem weiten Ökosystem von Kunden, Lieferanten und externen Experten. Auch eine Studie des „Forum Gute Führung“ kommt zu dem Schluss: „Selbstorganisierende Netzwerke sind das favorisierte Zukunftsmodell. Hierarchisch steuerndem Management wird mehrheitlich eine Absage erteilt.“ Beispielhaft setzt die Hotel-Metasuche trivago auf Skype for Business und Office 365 und verzichtet komplett auf Hierarchien. Moderne Technologie von Microsoft ist Grundlage für die nahtlose Kommunikation der Büros in Düsseldorf, Palma de Mallorca und Amsterdam, sowie der weltweit rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Tipps für eine lebendige Zusammenarbeit gibt es von den Vordenkern Dark Horse Berlin, die mit Yammer von Microsoft Ideen teilen und Projekte organisieren:

2. Faktor Team: Interdisziplinär und über Hierarchiegrenzen hinweg

Teams sind der essentielle Bestandteil einer digital vernetzten Arbeitswelt. Bereits 2030 wird es in Deutschland mehr Team- als Einzelarbeitsplätze geben. Der Typ „ehrgeiziger Einzelkämpfer“ hat seine besten Zeiten hinter sich, autonomen Teams gehört die Zukunft. Doch wie können wir die richtige Arbeitsumgebung für interdisziplinäre Teams schaffen und flexible Zusammenarbeit ermöglichen?

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Grundsätzlich gilt: Die Zukunft der Arbeit ist nicht nur kreativ, sondern vor allem auch kollaborativ. Das Austauschen und Teilen von Ressourcen ist das neue Businessmodell für die Wirtschaft, gemeinsam sind wir stark. Teamarbeit als die zentrale Organisationsform digitalisierter Unternehmen und Teamgeist als Schmierstoff schaffen nicht nur Wir-Gefühle bei allen Mitarbeitern, sondern sie sind die Grundlage nachhaltigen, geschäftlichen Erfolges.

Doch ist das alles nur ein Mythos? Die Wirtschaftswundermacher Jana Tepe und Anna Kaiser von der Jobsharing-Plattform Tandemploy aus Berlin klären mit 7 Tipps auf:

3. Faktor Mitarbeiter: Zentrale Schnittstellen einer neuen Arbeitswelt

In der digitalen Arbeitswelt bleiben die emotionalen Bedürfnisse der Mitarbeiter gleich – es wird allerdings komplizierter, sie zu erfüllen. Organisationen und Strukturen ändern sich radikal, Teams arbeiten flexibel und vermehrt virtuell, Mitarbeiter werden mobiler. Für Arbeitgeber kann dieser Wandel einschneidende Folgen haben. Denn in der komplexen digitalen Wirtschaftswelt sind die Motivation und die Einsatzbereitschaft hoch qualifizierter Wissensarbeiter die alles entscheidenden Erfolgsfaktoren. Doch was bedeutet die Entwicklung zur vollvernetzten Organisation für jeden einzelnen Mitarbeiter? Wie gelingt es Unternehmen, den Wandel im Großen auf jedes Individuum zu übertragen, sodass keiner auf der Strecke bleibt?

Klar ist: Die Talente des Menschen prägen die Zukunft von Organisationen. Im Mittelpunkt dieser Kultur muss für das Unternehmen der Mensch stehen. Denn Menschen werden die Zukunft von Organisationen prägen, nicht Maschinen. Es sind die kreativen und kollaborativen Talente der Wissensarbeiter, die in dieser von der Suche nach Talenten geprägten Ära entscheidend sind.

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4. Faktor Wissen: Investition in intellektuelles Kapital

Unsere Gesellschaft entwickelt sich mehr und mehr von einer Industrie- hin zu einer Wissensökonomie. Schwere körperlichen Tätigkeiten rücken in vielen Bereichen in den Hintergrund, die Automatisierung schafft mehr Gewicht für Wissens- und Serviceberufe.

Wissen bedeutet in der heutigen digital vernetzten Gesellschaft also nicht nur Macht; es ist zu einem wichtigen Produktionsfaktor und zum intellektuellen Kapital von Unternehmen geworden. Wissen ist ein entscheidender Faktor für den Standort Deutschland. Eine der größten Sorgen bereitet Entscheidern daher auch der drohende Know-how-Verlust, bedingt durch den demografischen Wandel. Geht unser Know-How etwa in Rente? Wie können wir in der digitalisierten Arbeitswelt Wissen bewahren und zugänglich machen?

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Das gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Social Enterprises wie die Welthungerhilfe, die mit Microsoft für transparenten Wissensaustausch zwischen Ehren- und Hauptamt sorgt. Beim Naturkosmetik-Hersteller Weleda verbessert Yammer nicht nur die Teamarbeit, sondern sorgt auch dafür, dass Wissen weltweit erfasst, bereitgestellt und aktiv geteilt wird. Ein Game-Changer, der zum Wettbewerbsvorteil für Unternehmen wird.

5. Faktor Bildung: Der Bedarf an Qualifizierung steigt

Unternehmen befinden sich auf dem Weg in ein Zeitalter, in dem wirtschaftliches Wachstum primär auf Wissen und Kreativität basiert. Folglich kommt man ohne (Aus-)Bildung und vielseitige Qualifizierung auf dem Arbeitsmarkt nicht weiter. Die Digitalisierung als vierte industrielle Revolution transformiert unsere Wirtschaft. Für die Zukunft ergeben sich daraus große Potentiale, die Organisationen nutzen müssen.

Innovative Start-ups, Großunternehmen, Mittelstand und die öffentliche Verwaltung benötigen gut ausgebildete Mitarbeiter mit herausragenden digitalen Kompetenzen, um im beschleunigten globalen Wettbewerb zu bestehen. Dann wird die heute erfolgreiche Volkswirtschaft Deutschland zur erfolgreichen digitalen Volkswirtschaft.

Wir alle wissen: Bildung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Gesellschaft, doch Deutschland hinkt im weltweiten Vergleich bei der digitalen Bildung hinterher. Deshalb brauchen wir jetzt einen Pakt für digitale Bildung in Deutschland, den wir quer durch die Gesellschaft mit Partnern aus Politik und Wirtschaft schließen.

Das fängt bei den Jüngsten an und erfordert digitale Kompetenzen:

Warum wir uns mit der Arbeitswelt beschäftigen

Als Zugpferd der Digitalen Transformation ist Microsoft Teil dieses umfassenden Wandels. Bereits seit 1998 beschäftigen wir uns mit der Veränderung der Arbeitswelt, haben als Vorreiter die Vertrauensarbeitszeit fest in unseren Arbeitsverträgen und in unserer Unternehmenskultur verankert und 2014 auch den Vertrauensarbeitsort eingeführt. Wir diskutieren und entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern den „Digital Workplace“, vollvernetzte Organisationen, agile Prozesse und Social Enterprise-Lösungen.

Wir wissen um unsere Technologien, die das Büro radikal verändert haben. Auf die Schreibmaschine folgte Microsoft Word, auf den Overhead-Projektor PowerPoint und Sway, auf den PC die Surface-Familie, die Telefonanlage ersetzen wir durch Skype for Business und machen die Vernetzung von Teams via Yammer möglich. Dabei ist es egal, ob wir uns das gleiche Büro oder die gleiche Zeitzone teilen. Die Cloud ist unser Schlüssel für die persönliche Produktivität der Wissensarbeit, heute und in Zukunft.

Ein Blick hinter die Kulissen: Unsere Vision vom Arbeitsplatz der Zukunft

Mit dem „Smart Workspace“ hat Microsoft in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO das Bürokonzept für das Arbeiten 4.0 entwickelt. In der neuen Unternehmenszentrale in München-Schwabing realisieren wir unsere Vision vom Büro der Zukunft. Im Mittelpunkt stehen dabei stets unsere Mitarbeiter mit ihren vielfältigen und unterschiedlichen Bedürfnissen und Talenten sowie individuellen Anforderungen an Arbeitsplatz und Art der Tätigkeit. Flexibilität ist hier keine Floskel, sondern ein gewolltes Prinzip. So kann jeder Kollege selbst entscheiden wie, mit wem und wo er zusammenarbeiten möchte.

Vier Arbeitsbereiche, von Rückzugsorten für Tätigkeiten, die eine hohe Konzentration erfordern, bis hin zu Büroflächen, die bewusst auf Teamarbeit und Kollaboration ausgelegt sind. Wir lösen räumliche Grenzen auf und setzen auf Teamwork – auch über Hierarchieebenen hinweg. Denn die Quellen des Neuen liegen dort, wo Menschen sich nicht mehr einig sind, wo sie diskutieren, ihr Wissen teilen und gemeinschaftlich an Ideen arbeiten – der „Smart Workspace“ bietet uns Raum für diese Kultur, für gemeinsame Augenhöhe und für einen Wir-Faktor, der Innovationen fördert.

Weitere Informationen zum „Smart Workspace“ finden Sie auf dieser Homepage sowie auf dem Microsoft Newsroom. Bild-, Text- und Videomaterial stehen auf der offiziellen Pressemappe unter aka.ms/worklifeflow für Sie zur Verfügung. Folgen Sie dem #worklifeflow von Microsoft Deutschland außerdem auf Twitter und Instagram.