Corporate Learning: Fachwissen für die Zukunft konservieren

Corporate Learning

Menschen sind das wichtigste Kapital für Unternehmen. Egal ob Mitarbeiter in der Werkstatt, die ihre Hände einsetzen, oder Arbeitskräfte im Büro – die entscheidende Ressource steckt in ihren Köpfen.

Dieses oft über Jahrzehnte angesammelte Fachwissen ist Voraussetzung für den Erfolg von Unternehmen. Die Herausforderung ist vor allem der Wissenstransfer. Einerseits um zu verhindern, dass durch das Ausscheiden von Mitarbeitern Wissenslücken entstehen. Andererseits auch, um beispielsweise in Urlaubs- oder Krankheitszeiten einen Vertreter mit dem notwendigen Detailwissen vor Ort zu haben.

Für Unternehmen resultiert daraus eine steigende Bedeutung der beruflichen Weiterbildung: Innerhalb eines Jahres gab es bei deutschen Unternehmen 2015, unabhängig von ihrer Größe, einen Anstieg der Weiterbildungsmaßnahmen um neun Prozent, wie Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen.

Gleichzeitig werden Weiterbildungen moderner. Klassische Maßnahmen wie Lehrveranstaltungen haben 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent abgenommen. Aus gutem Grund: Je größer das Unternehmen, desto höher sind die Kosten pro Teilnehmer. Große Unternehmen setzten daher besonders auf interne Weiterbildungen, 62 Prozent davon auf neue Formen wie Weiterbildung am Arbeitsplatz und selbstgesteuertes Lernen.

Um bei immer komplexeren Themen den Wissenstransfer sicherzustellen, müssen neue Lösungen für die Archivierung und Vermittlung von Wissen her.

Der Bilfinger-Konzern hält Industrieanlagen auf der ganzen Welt instand. Um das hierfür notwendige Fachwissen nicht nur in den Köpfen der Techniker zu speichern, produziert der Industriedienstleister Videoanleitungen mittels einer Smartphone-App und dem auf Machine Learning basierenden Azure Video Indexer von Microsoft. Unter befragten E-Learning-Experten gehen 88 Prozent davon aus, dass ein solches videobasiertes Lernen in den kommenden drei Jahren eine bedeutende Rolle im Corporate Learning spielen wird.

„Uns schwebte ein Industrial Tube vor, eine Wissensdatenbank voller Videos von Praktikern für Praktiker, die unsere Kollegen mit der Smartphone-Kamera drehen“, sagt Martin Bergmann, Innovation and Product Management bei der Bilfinger Digital Next GmbH, der Digitalisierungseinheit des Konzerns.

Die internetbasierte Videoplattform Industrial Tube ermöglicht es Bilfinger-Mitarbeitern, Wissen im gewerblich-technischen Bereich möglichst einfach zu bewahren und Kollegen zur Verfügung zu stellen. Hierfür nehmen die Mitarbeiter zum Beispiel Arbeitsabläufe oder Tipps zur Arbeitssicherheit mit einer Smartphone-App oder Datenbrille, wie Microsoft HoloLens, auf. Die Videos werden automatisch geschnitten und mit Hilfe des Microsoft Azure Video Indexer dank Sprach-, Gesichts- und Zeichenerkennung automatisch mit Untertiteln versehen und mit Schlüsselwörtern vertaggt.

Für die Aufnahme wird eine App für Smartphones und Datenbrillen wie zum Beispiel Microsoft HoloLens bereitgestellt. In der App sind sogenannte Templates integriert, die dem Anwender als Drehbuch vorgeben, was er schrittweise aufnehmen muss. Nach einem standardisierten Freigabeprozess wird das fertige Video automatisch geschnitten auf dem Portal und der App zum Abspielen zur Verfügung gestellt. Dabei kommen KI-Methoden zum Einsatz, um beispielsweise die Sprache in Text umzuwandeln. So werden Metadaten wie Untertitel oder Schlüsselwörter in Textform generiert, die dafür sorgen, dass das Video einfach auffindbar ist und geteilt werden kann.

„Die Kollegen können per Suchbegriff den Inhalt von Videos durchsuchen. Und wir können den Sprechertext extrahieren und automatisch in alle von uns benötigten Sprachen übersetzen lassen. In einem internationalen Unternehmen wie Bilfinger ein unschätzbarer Vorteil“, so Bergmann.

Kollegen können diese Videos zur Schulung und Fortbildung anschaulich nachvollziehen und müssen nicht länger auf schriftliche Arbeitsbeschreibungen zurückgreifen bzw. zur persönlichen Fortbildung an andere Standorte reisen. Mit Microsoft HoloLens können Mitarbeiter für Instandhaltungsaufgaben direkt außerdem in der Anlage Remote-Support von Kollegen bekommen, wodurch die Arbeiten schneller abgeschlossen werden können.

Related Posts

Microsoft’s AI Access Principles: Our commitments to promote innovation and competition in the new AI economy

As we enter a new era based on artificial intelligence, we believe this is the best time to articulate principles that will govern how we will operate our AI datacenter infrastructure and other important AI assets around the world. We are announcing and publishing these principles – our “AI Access Principles” – today at the Mobile World Congress in Barcelona in part to address Microsoft’s growing role and responsibility as an AI innovator and a market leader.

LUKS führt automatisierte Dienstplanung in Zusammenarbeit mit Polypoint und Microsoft Schweiz ein

In a pioneering move, Luzerner Kantonsspital (LUKS), one of the first hospitals in Switzerland, is implementing an AI-driven automated shift scheduling system. This initiative aims to significantly reduce planning efforts, allocate more time to core tasks, and enhance employee satisfaction, in collaboration with Polypoint and Microsoft Switzerland. The automated scheduling system is set to launch at LUKS in the first half of 2024 after successful pilot tests.

Microsoft Receives Award for Most Popular Employer 2024

Handelszeitung and PME, in collaboration with market research company Statista, have announced the “Best Employers 2024”. For the third year running, Microsoft Switzerland has secured the top spot as the best employer in the category “Internet, Telecommunications and IT”.

Microsoft erhält Auszeichnung zum beliebtesten Arbeitgeber 2024

Die Handelszeitung und PME haben in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Statista die „Besten Arbeitgeber 2024“ gekürt. Microsoft Schweiz erreicht das dritte Jahr in Folge in der Kategorie „Internet, Telekommunikation und IT“ den Spitzenplatz.