Wie künstliche Intelligenz Maxi beim Atmen hilft

Trivadis

Atmen – für die meisten von uns eine Selbstverständlichkeit. Nicht so für den 13-jährigen Maxi des Kinderhauses AtemReich: Er ist für jeden Atemzug auf Maschinen angewiesen. Eine cloudbasierte Lösung mit künstlicher Intelligenz sorgt nun dafür, dass es ihm besser geht.

Es ist 10 Uhr morgens im Kinderhaus AtemReich, im ersten Stock findet gerade der Schulunterricht für fünf der Kinder statt. Zum täglichen Ritual gehört die Verwandlung in Superhelden: Das Licht wird ausgemacht, aus den Boxen dringt Musik, den Kindern werden leuchtende Gegenstände gereicht.

Superhelden sein dürfen, zumindest für einen Moment – etwas, was sich wohl alle Kinder wünschen. Die Kinder des Kinderhauses AtemReich sind jedoch keine gewöhnlichen Kinder: Sie alle werden aufgrund verschiedener Einschränkungen künstlich beatmet und sind auf Intensivpflege angewiesen.

Eines von ihnen ist der 13-jährige Maxi, der seit der Geburt im Kinderhaus AtemReich lebt. Wie viele der anderen Kinder kann Maxi nicht sprechen. Bei ihm ist die Kommunikation jedoch noch weiter eingeschränkt, denn er kann auch weder sehen noch hören.

«Anhaltspunkte darüber, wie es Maxi und auch den anderen Kindern geht, erhalten die Pflegekräfte vor allem über die Vitalwerte. Diese wurden bislang manuell von den Monitoren auf Papier übertragen und waren nicht miteinander verbunden. Auswertungen waren aufgrund der immensen Datenmengen nicht möglich», erzählt Felicitas Hanne, Geschäftsführerin des Kinderhauses AtemReich.

Das hat sich geändert, seit Felicitas Hanne Anfang 2019 Ana Campos, Co-CEO von Trivadis, begegnet ist. «Da mein Bruder selbst stark eingeschränkt ist, hat mich die Geschichte der Kinder von AtemReich tief berührt. Ich habe mich sofort gefragt: Gibt es nicht eine Möglichkeit, dass wir diesen Kindern mithilfe von Technologie helfen können?», erzählt Campos. Trivadis entschloss sich, das Kinderhaus AtemReich in der Sammlung und Auswertung seiner Daten zu unterstützen.

Gemeinsam mit Felicitas Hanne, Pflegekräften, Ärzten und Medizinalgeräteherstellern hat Trivadis eine cloudbasierte Lösung entwickelt, die die Pflegedokumentation und die medizinischen Geräte sowie deren Daten miteinander verbindet und für Langzeitauswertungen zentral bereitstellt. Ein Algorithmus der künstlichen Intelligenz wird es zudem möglich machen, dass die Daten analysiert und Unregelmässigkeiten in den Vitalwerten frühzeitig erkannt werden können.

Microsoft Azure und KI analysieren Vitalwerte
Maxi hat bereits von der Lösung profitiert. «Maxi hatte immer wieder aggressive Phasen, in denen er sich selbst verletzte und wir nicht zu ihm durchdringen konnten. Wir waren ratlos über die Ursachen», erklärt Felicitas Hanne. Die Analyse seiner Vitalwerte zeigte dann, dass der Grund für Maxis aggressive Phasen eine zu hohe Dosierung eines Medikaments sein könnte. «Die Dosiserhöhung war derart gering, dass wir nicht daran gedacht hatten – bis wir den Zusammenhang Schwarz auf Weiss vor uns hatten», so Felicitas Hanne. Seitdem die Medikation angepasst wurde, geht es Maxi wieder besser.

Zusammen mit den Pflegekräften arbeitet Trivadis weiter daran, die Lösung zu verbessern und fertigzustellen. «Da ist ein IT-Unternehmen, das so gar nichts mit beatmeten Kindern zu tun hat und es sich zum Herzensanliegen gemacht hat, das Kinderhaus AtemReich zu unterstützen. Das zeigt, dass auch Menschen, die bis anhin vielleicht gedacht haben, sie hätten gar keine Gemeinsamkeiten, plötzlich zusammen ein Stück die Welt bewegen können», sagt Felicitas Hanne.

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