Kantonsspital Baden und heyPatient AG kollaborieren für cloud-basierten Gesundheitsbegleiter

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Das Kantonsspital Baden (KSB) hat Wurzeln, die weit ins Mittelalter zurückreichen. Königin Agnes von Ungarn stiftete 1349 ein Spital, das seitdem stets mit der medizinischen Entwicklung Schritt hielt. Triebfeder war dabei die Innovation. Diese prägt das KSB bis heute. 

«Wir fühlen uns verpflichtet, zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens beizutragen», sagt KSB-CEO Adrian Schmitter. «In der Medizin herrscht eine unglaubliche Dynamik. Laufend werden Fortschritte erzielt. Entsprechend wichtig ist es, neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und aufzunehmen.»

Vor diesem Hintergrund hat das KSB Anfang 2018 den KSB Health Innovation Hub gegründet. Ziel ist es, Innovationen in der Gesundheitsversorgung voranzutreiben. Schmitter: «Innovation ist immer ein Gemeinschaftswerk. Ein gutes Netzwerk ist unabdingbar. Wenn wir im Spital Abläufe, Prozesse und Technologien nachhaltig verändern wollen, dann müssen wir uns auch mit Leuten umgeben, die anders denken als wir.» Deshalb arbeitet das KSB im Health Innovation Hub mit Startups, Technologiepartnern wie Siemens und ABB oder Institutionen wie der ETH, der Universität Zürich, der FHNW oder dem Paul-Scherrer-Institut zusammen.

Einer dieser Kooperationspartner ist die heyPatient AG. Das Zürcher Startup hat eine cloud-basierte Plattform mit integrierter Patient*innen-App entwickelt, welche die vielen Interaktionen mit dem Spital vereinfacht und papierlos gestaltet. «Unsere Lösung ermöglicht beispielsweise die Vereinbarung von Spital- und Arztterminen, inklusive Informationen zu Vorbereitung, Behandlung und Nachsorge für die Patientinnen und Patienten», sagt Regula Spühler, COO und Co-Founder von heyPatient. Diese Informationen lassen sich nach Bedarf mit Familienmitgliedern teilen, was die Unterstützung und Versorgung durch Angehörige vereinfacht. Zudem können die eigenen Gesundheitsdaten bereits vor Antritt des Termins mit dem Spital oder den behandelnden Ärzt*innen geteilt werden. Für die Spitalmitarbeitenden entsteht ein administrativer Effizienzgewinn durch die digitale Prozessintegration in interne KIS-/ERP-Systeme sowie in Microsoft Teams.

«Wir haben von Anfang an auf die Microsoft Cloud gesetzt», bestätigt Regula Spühler. «Neben der Flexibilität und Skalierbarkeit waren es vor allem unsere sehr hohen Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz, welche durch die lokale Azure Datenhaltung in den Schweizer Datencentern gewährleistet sind.» Die Ambitionen des Teams sind gross. So soll in Zukunft die Anbindung an das geplante Elektronische Patientendossier (EPD) ebenso möglich sein wie die Verknüpfung mit Wearables wie beispielsweise Smart Watches. Für Regula Spühler ist klar: «heyPatient und das KSB haben eine gemeinsame Vision: Die heyPatient-App soll im gesamten Schweizer Gesundheitswesen zum digitalen Begleiter avancieren, das heisst die App soll nicht nur Patient*innen im Spital unterstützen, sondern als digitaler Gesundheitsbegleiter im Alltag für alle Menschen da sein – ob krank oder gesund.»