Microsoft in der Schweiz

Ihr Partner für Innovation

Wir glauben an das, was Menschen möglich machen. Unsere Mission ist, jede Person und jedes Unternehmen zu befähigen, mehr zu erreichen.

Cover Brochure

Microsoft in der Schweiz (Broschüre in Deutsch pdf)

Microsoft en Suisse (brochure en français pdf)

Microsoft in Svizzera (brochure in italiano pdf)

In den letzten 30 Jahren hat sich Microsoft in der Schweiz von einem Dreipersonenbetrieb zu einem mittelständischen Unternehmen mit 620 Mitarbeitenden entwickelt. Darauf sind wir stolz.

Auch strategisch haben wir uns gewandelt: Früher haben wir vor allem Software angeboten. Heute sind wir in erster Linie ein Partner- und Plattformunternehmen für technologischen Fortschritt und Innovation. Und im Zeitalter der digitalen Wirtschaft kennt Innovation weder Unternehmensgrenzen noch territoriale Schranken.

Technologien wie künstliche Intelligenz, moderne Pro duktivitätsumgebungen oder das Internet der Dinge sollen allen Unternehmen und Organisationen zugänglich sein, ob global oder lokal, ob öffentlich oder privat. Und für KMU ist es wichtig, dass sie an die Plattformen grösserer Einheiten andocken können. Ein Beispiel dafür ist Mia Engiadina, ein Ökosystem, das Ideen und Netzwerke bündelt mit dem Ziel, die Ferienecke der Schweiz digital voranzubringen. Mit einer Tourismusplattform, Applikationen für den Gesundheitsbereich und einem Zusammenschluss der Gemeinden im Bildungsbereich.

Wir sind überzeugt, dass der Einsatz digitaler Technologien Wirtschaft und Gesellschaft intelligenter, agiler und widerstandsfähiger macht. Doch bei allem ist klar: Oberste Priorität hat bei uns der Datenschutz. Deshalb unterstützen wir von Microsoft Cloudlösungen ab 2019 auch mit Datensicherung in Datacentern in der Schweiz.

Vor 150 Jahren hat die Schweiz mit dem Gotthardtunnel eine wegweisende Verkehrsinfrastruktur aufgebaut. Eine ähnliche Chance hat sie heute mit der digitalen Transformation und der Cloud als Innovationsplattform der Zukunft. Um Wandel zu akzeptieren, braucht es einen offenen Dialog. Zu diesem Dialog wollen wir von Microsoft unseren Beitrag leisten. In dieser Broschüre erzählen Menschen, wie sie den Wandel vielfältig und sicher gestalten.

Acht Fakten zu Microsoft in der Schweiz

Microsoft in der Schweiz

Datensicherheit – Datenschutz ist ein Menschenrecht

Marc Holitscher kommt aus St. Gallen und hat an der Universität Zürich in internationalen Beziehungen doktoriert. Seine Karriere bei Microsoft startete er 2005 als Leiter Plattformstrategie, heute ist er National Technology Officer. Seine Aufgabe ist es, die digitale Transformation und lokale Innovationsfähigkeiten zu fördern. Marc Holitscher ist verheiratet und hat eine Tochter.

Warum haben Cyberattacken in den letzten Jahren so stark zugenommen?
Marc Holitscher, National Technology Officer: Heute haben wir es nicht mehr mit neugierigen Jugendlichen zu tun, sondern mit professionell organisierten Hackergruppen. Ihr Ziel ist es, Geld zu erpressen, kritische Infrastrukturen zu schädigen, politische Prozesse zu stören oder geheime Informationen zu stehlen. Viele dieser kriminellen Organisationen sind staatlich finanziert.

Wer sollte mehr gegen Cyberattacken machen: Der Staat oder die Unternehmen?
Eine vernetzte Welt erfordert vernetzte Antworten. Datenströme halten sich nicht an Landesgrenzen. Ein wirksamer Schutz vor Cyberangriffen kann nur in enger, grenzüberschreitender Zusammenarbeit von staatlichen Einrichtungen und Unternehmen der Privatwirtschaft erfolgen.

Wie stellen Sie sich diese Zusammenarbeit vor?
Eine umsetzbare Idee wäre die so genannte «Digitale Genfer Konvention». Diese verpflichtet staatliche Akteure zur Einhaltung von anerkannten Normen. Zum Beispiel, keine IT-Systeme von Spitälern oder Energieversorgern anzugreifen, deren Zerstörung weitreichende Folgen für die Sicherheit und das Wohlergehen von Zivilpersonen hat.

Welche Rolle kann die Schweiz spielen?
Mit ihrer föderalen Tradition kann sie in der internationalen Diskussion und Lösungserarbeitung eine zentrale Funktion übernehmen. Zudem muss die Schweiz auch national das Zepter in der Hand halten, insbesondere für den Schutz kritischer Infrastrukturen. Dafür empfiehlt sich der aktiver Austausch mit der Privatwirtschaft, die auch über das notwendige Wissen und die richtigen Ressourcen verfügt. Eine wichtige Rolle spielen auch Universitäten und Fachhochschulen als Ausbildungsstätten der künftigen Experten.

Und der Privatsektor?
Globale Technologieunternehmen wie Microsoft müssen sich verpflichten, staatliche verordnete Cyberattacken nicht zu unterstützen und sich neutral zu verhalten. Über 60 Unternehmen haben den so genannten Tech Accord» unterschrieben und es werden laufend mehr. Darin verpflichten sie sich, sich an gemeinsam vereinbarte Handlungsanweisungen zu halten. Prominente Unterzeichner des «Tech Accords» aus der Schweiz sind ABB und Swisscom. Bundesrat Ignazio Cassis hat öffentlich bekundet, dass die Stossrichtung des Tech Accords im Einklang mit der Schweizer Regierung steht.

Ein wirksamer Schutz vor Cyberangriffen kann nur in der Zusammenarbeit zwischen Staaten und Privatwirtschaft erfolgen.

Was macht Microsoft für die Sicherheit?
Microsoft ist Mit-Initiantin und Mitunterzeichnerin des Tech Accord und hat die Idee der Digitalen Genfer Konvention lanciert. Als globale Betreiberin von Cloudinfrastrukturen verfügt Microsoft zudem über eine riesige Menge an sicherheitsrelevanten Daten. Pro Monat registrieren wir über unsere Online Services über 450 Milliarden Authentifizierungen. Diese anonymisierten Telemetriedaten analysieren wir mithilfe von Machine Learning. Damit können wir Anomalien frühzeitig erkennen. Diese Information stellen wir internationalen Strafverfolgungsbehörden proaktiv bereit. Zudem nutzen wir sie zur Sicherung unserer
eigenen Cloud-Plattform.

Hat das Cloud Computing die Gefahren erhöht?
Nein, im Gegenteil. Heute bezweifelt niemand mehr, dass die Datenhaltung in der Cloud auf höherem Sicherheitsniveau stattfindet als im eigenen Unternehmen.

Weshalb ist das so?
Sicherheit und Datenschutz haben für uns oberste Priorität. Deshalb investieren wir massiv in Sicherheit, Datenschutz und Compliance. Für ein Unternehmen alleine wären Investitionsvolumen und Komplexität zu gross. Wir können unsere Investitionen auf alle Kunden, die unsere Infrastruktur nutzen, verteilen. Microsoft hat angekündigt, ab nächstem Jahr zwei Data Center in der Schweiz zu betreiben.

Warum? 
Die Microsoft Cloud in der Schweiz ist unsere Antwort auf ein grosses Kundenbedürfnis. Gerade für Unternehmen mit sensiblen Daten eröffnet das neue Möglichkeiten. Dass die Daten in unseren Rechenzentren in den Regionen Zürich oder Genf gespeichert sind, fällt bei der Risikobeurteilung einer Auslagerung in die Cloud positiv ins Gewicht. Und im Katastrophenfall ist die Verfügbarkeit der Daten innerhalb der Schweiz sichergestellt.

Weshalb ist die Cloud so wichtig?
Sie liefert einen wichtigen Beitrag zur Schweizer Innovationskraft. Damit geben wir jedem Unternehmen, ob KMU oder Grossunternehmen, das Werkzeug, um sich in der datenbasierten Welt des 21. Jahrhunderts zu behaupten. Ganz im Sinne unserer Mission: Jede Person und Organisation zu befähigen, mehr zu erreichen. Wie steht Microsoft zum

Datenschutz?
Datenschutz ist ein Menschenrecht. Gegenüber unseren kommerziellen Kunden verpflichten wir uns, ihre Daten nur so zu bearbeiten, wie von ihnen selbst instruiert. Also kein Data Mining und keine Analysen zu Marketingzwecken. Die EUDatenschutz-Grundverordnung (GDPR) ist ein entscheidender Fortschritt für die Datenschutzrechte in Europa und in der ganzen Welt. Microsoft ist überzeugt, dass diese Prinzipien auch global relevant sind und hat GDPR als globale Richtlinie im ganzen Unternehmen übernommen.

Microsoft ruft zur internationalen Zusammenarbeit auf
Regierungen sollen die Zivilbevölkerung vor Cyberattacken schützen. Und zwar auf die gleiche Art und Weise, wie die bestehende Genfer Konvention sie in Kriegszeiten vor physischen Verletzungen schützt. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Digitalen Konvention ist der Paris Call for Trust and Security in Cyberspace. Er ruft zur Unterstützung klarer Grundsätze und strenger Normen auf, um Bürger und zivile Infrastrukturen vor Cyberangriffen zu schützen. Als Gründungsmitglied der Digital Peace Now Petition setzt sich Microsoft für den digitalen Frieden ein – nicht zuletzt, weil praktisch jeder digitale Angriff über sein Ziel hinausgeht und das Leben unschuldiger Bürger beeinträchtigt.

Digitale Bildung – Die Schulung der Lehrkräfte ist entscheidend

Warum ist das Thema Bildung für Microsoft wichtig?
Marc Weder, Education Lead: Der Arbeitsmarkt verändert sich radikal. Unser Bildungswesen muss sich weiterentwickeln, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Eine sinnvolle Digitalisierung des Bildungswesens ist aus unserer Sicht dringend nötig. Deshalb engagieren wir uns.

Was verstehen Sie unter Digitalisierung des Bildungswesens?
Schüler, Schülerinnen und Studierende sollen Technologie nutzen können, die ihnen das Lernen erleichtert und ihre Kreativität anregt. Zudem sollen Schulen und Lehrpersonen sicheren und datenschutzkonformen
Zugang zu modernsten Lösungen haben. Das vereinfacht die Verwaltung und Planung und fördert die Zusammenarbeit.

Welche Fähigkeiten brauchen junge Menschen in der digitalisierten Welt von morgen?
Ein fundiertes Technologieverständnis wird wichtig. Aber noch viel wichtiger werden neue Denk- und Arbeitsweisen. Die Schlüsselkompetenzen von morgen sind Kreativität, kritisches Denken, Kommunikations- und Kollaborationsfähigkeit sowie die Fähigkeit, schlussfolgerungen zu ziehen.

Wie unterstützt Microsoft das Bildungswesen konkret?
Dank unseren günstigen Konditionen können alle Schulen und Institutionen innovative Technologie nutzen. Weiter engagieren wir uns in Programmen, die den Erfahrungsaustausch unter den Schulen fördern. Das können persönliche Netzwerke sein oder digitale Kanäle wie zum Beispiel unsere LinkedIn-Gruppe, in der sich über 1’000 Bildungsinteressierte regelmässig austauschen. Zudem bieten wir Weiterbildungsmöglichkeiten, die Lehrkräfte im innovativen Technologieeinsatz und in der Umsetzung der Lehrpläne unterstützen.

Wo sehen Sie den grössten Handlungsbedarf zum Thema Digitalisierung an den Schweizer Schulen?
In der Schulung der Lehrpersonen. Nicht nur in Medien und Informatik, sondern im allgemeinen Umgang mit Technologie. Das bessere Verständnis wird Hemmschwellen abbauen, um Technologie im Unterricht zu nutzen. Das ist wichtig, damit die Lehrpersonen gemeinsam mit den Schülern, Schülerinnen und Studierenden Erfahrungen sammeln können, auf denen man aufbauen kann.

Bildungsallianz gegen IT-Fachkräftemangel
Bis ins Jahr 2025 braucht die Schweiz über 25’000 zusätzliche Fachkräfte im Bereich Informatik. Microsoft Schweiz und das Institut für berufliche Aus- und Weiterbildung (IBAW) der Migros Luzern haben daher dieses Jahr eine Bildungsallianz gegründet. Diese soll bis 2021 über 1’500 IT-Fachkräfte – Cloud-Architekten, Datenanalysten, Wirtschaftsinformatiker, Programmierer und System- und Netzwerktechniker aus- und weiterbilden. Auch in die Qualität der Ausbildungen wird investiert. Michael Achermann, Leiter IBAW, sagt dazu: «Dank der Zusammenarbeit mit Microsoft können wir unseren Studierenden modernste Werkzeuge wie Mixed-Reality- und Hololens-Lernumgebungen oder Machine Learning zur Verfügung stellen.»

Microsoft in der Schweiz

Innovation – Die Cloud demokratisiert den Zugang zur künstlicher Intelligenz

Die Schweiz gehört zu den innovativsten Ländern. Was muss sie tun, um diese Spitzenposition halten?
Marianne Janik, CEO Microsoft Schweiz: Sie darf sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Die Digitalisierung der globalen Wirtschaft ist bereits weit fortgeschritten. Die Schweiz braucht zwingend neue, kundenzentrierte Geschäftsmodelle sowie eine High-Tech-Infrastruktur, die das Land flexibel, sicher und zuverlässig mit der Welt verbindet.

Ist die digitale Infrastruktur der Schweiz nicht auf dem neusten Stand?
Innerhalb ihrer Grenzen verfügt die Schweiz über eine ausgezeichnete Infrastruktur. Entscheidend ist jedoch die Anbindung
an eine globale Cloudinfrastruktur. Denn dort sind die Märkte.

Wo stehen die Schweizer Unternehmen puncto Digitalisierung?
In stark regulierten Industrien wie Banken und Versicherungen herrscht eine hohe Marktdynamik, Stichworte Fintech und Insurtech. Sie zwingt die Unternehmen, den Innovationsspielraum auszuschöpfen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Aber ich begegne auch einer gewissen Zurückhaltung, die ich als innovationshemmend beurteile. Viele sind verunsichert, weil sie nicht wissen, wie man von A nach B kommt.

Verstehen Sie diese Verunsicherung?
Selbstverständlich. Es geht um fundamentale Veränderungen. Entscheidend ist, den ersten Schritt zu machen – sei er noch so klein. Es gibt Unternehmen, die den technologischen Wandel noch immer als IT-Projekt sehen. Das ist falsch. Digitale Transformation ist ein strategisches Thema. Viele Unternehmen haben das verstanden und sind bereit für den Wandel. Genau hier unterstützen wir unsere Kunden, indem wir sie auf dem Weg in die Zukunft begleiten.

Es geht für Sie also nicht in erster Linie um Technologie?
Nein. Technologie ist nur das Mittel zum Zweck. Sie ist wichtig, um die Innovation zu treiben. Die effektive Innovationsleistung kann aber nur vom Menschen kommen. Damit die Mitarbeitenden den Unternehmen in diesem raschen Wandel einen Mehrwert bieten können, müssen sie wissen, woher ihr Unternehmen kommt und wohin die Reise geht. Uns hat die eigene Transformation veranlasst, unsere Mentalität zu ändern, um mehr Neugier und Mut zuzulassen.

Mit der Cloud können KMU auf Anwendungen zugreifen, die bisher Grosskonzernen vorbehalten waren.

Microsoft durchläuft die digitale Transformation also selber auch?
Ja, und wir lernen jeden Tag neue Dinge. Voraussetzung für die eigene Weiterentwicklung ist ein «Growth Mindset». Dabei geht es um eine dynamische und formbare Haltung, die Neugier bewusst zulässt. Man muss zuhören und offen sein für neue Meinungen und Einflüsse. Es geht darum, Growth Mindset zu leben und Niederlagen als Teil eines Lernprozesses zu akzeptieren. So entsteht Neues, das Erfolg und Wachstum bringt. Man kann die beste Strategie haben, wenn diese nicht integraler Teil der Unternehmenskultur ist, wird die Umsetzung scheitern.

Haben sich die Kundenbeziehungen bei Microsoft auch verändert?
Ja, fundamental sogar. Wir arbeiten heute mit neuen Geschäftsmodellen, oft auch in Ökosystemen.

Was meinen Sie damit?
Ökosysteme entstehen aus einer kundenzentrierten Perspektive. Mehrere Unternehmen schliessen sich projektbasiert zusammen, um ein Kundenbedürfnis zu erfüllen. Die Kunden profitieren von der Zusammenarbeit, weil sich die Angebote ergänzen. Die involvierten Anbieter nutzen eine gemeinsame Plattform, die alle infrastrukturtechnischen Bedürfnisse abdeckt. Der Vorteil ist, dass die Unternehmen sich auf die Entwicklung ihrer Dienstleistungen fokussieren können. Gleichzeitig gewinnen sie über ihre Partner Zugang zu Kunden, Kompetenzen und Ressourcen, über die sie selber nicht
verfügen oder kostspielig aufbauen müssten.

Können Sie ein Beispiel für ein Ökosystem nennen?
Zusammen mit Partnern aus der Tourismusindustrie plant die Genossenschaft discover.swiss eine digitale Tourismusplattform, die es den Reisenden erlaubt, ihren Aufenthalt in der Schweiz über Destinationen und Branchen hinweg zu planen, zu buchen, zu erleben und abzurechnen.

Und welche Rolle spielt Microsoft?
Wir haben am Konzept der Plattform mitgearbeitet, orchestrieren die Zusammenarbeit der Anbieter und stellen unsere Technologie als offene Plattform zur Verfügung. Anbieter und Kunden können sich so effizient, einfach, sicher, schnell und zuverlässig miteinander verbinden.

In der Hyper-Scale Cloud werden Daten gelagert und verarbeitet Die Cloud ist eine geographisch verteilte Infrastruktur für das Lagern und Nutzen von Daten. Das Rückgrat der Cloud sind hochmoderne Rechenzentren. Diese werden von vielen Kunden gleichzeitig genutzt. Wird eine grössere Zahl von solchen Rechenzentren zu einem Verbund zusammengeschlossen, spricht man von einer Hyper-Scale Cloud. Microsoft betreibt weltweit ein Netzwerk von über 100 Rechenzentren mit mehr als einer Million Server. Zwei dieser Rechenzentren sind in der Schweiz.

Infrastrukturen dieser Grössenordnung profitieren von erheblichen Skaleneffekten. Diese senken die Kosten, ermöglichen den Zugang zu künstlicher Intelligenz und unterstützen Sicherheit und flexible Verfügbarkeit.

Wie wichtig ist die Cloud?
Die Cloud ermöglicht die digitale Transformation. Denn Daten sind die neue Schlüsselressource. Um sie verarbeiten zu können, braucht es die Hyper-Scale Cloud. Die Cloud ist eine Infrastruktur, vergleichbar mit dem Gotthardtunnel. Schweizer Pioniere wie Alfred Escher haben früh erkannt, dass jede erfolgreiche Volkswirtschaft auf einer gut entwickelten Infrastruktur basiert. Deshalb nahm er vor 150 Jahren das Jahrhundertprojekt Gotthardtunnel in Angriff und schuf mit der Alpentransversale das Antriebsaggregat für den modernen Wirtschaftsstandort Schweiz. Der Bau der Nord-Süd-Verbindung brachte uns schwunghaften Handel, beschleunigte die Industrialisierung und band selbst entlegene Talschaften an die erfolgreich wachsende Schweizer Wirtschaft an.

Die Cloud als Zugang zum globalen Markt?
Auch in der digitalen Welt ist die Infrastruktur ein Schlüssel zu künftigem Wohlstand. Mit dem Zugang zu unserer hochskalierbaren Infrastruktur in der Cloud kann die Schweiz all ihre Stärken ausspielen, und das vom eigenen Boden aus, aber mit weltweiten Chancen. Ab 2019 gibt es die Microsoft Cloud in der Schweiz.

Welche Möglichkeiten entstehen dadurch?
Die Schweizer Cloud geht auf ein Kundenbedürfnis zurück. In der regulierten Industrie – Banken, Versicherungen und der öffentlichen Hand – ist die garantierte Datenspeicherung in der Schweiz ein wichtiges Thema. Mit den zwei Datacentern in den Regionen Zürich und Genf garantieren wir, dass die gespeicherten Daten die Schweiz nicht verlassen. Zusätzlich steigern wir die Benutzerfreundlichkeit für kritische Anwendungen durch eine schnellere Reaktionszeit deutlich. Die Schweiz ist ein KMU-Land.

Wie können diese die Cloud nutzen?
Sie profitieren nicht nur von immensen Skalenvorteilen, sondern können auf Anwendungen zugreifen, die bisher Grosskonzernen vorbehalten waren, beispielsweise Big Data oder Künstliche Intelligenz (KI). Die Cloud demokratisiert den Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien. Zudem bieten Cloud-Lösungen mehr Sicherheit im digitalen Raum und schützen das für den Standort Schweiz wichtige geistige Eigentum.

Was macht Microsoft, damit das Cloud-Computing die Ungleichheiten zwischen reichen Industrienationen und armen Ländern nicht vergrössert?
Wir wollen die Infrastruktur und Technologie demokratisieren, das heisst für alle zugänglich machen. Jede Person und jede Organisation auf diesem Planeten muss Zugang haben – unabhängig von Grösse oder Geographie.

Eine Cloud, der man vertraut
«Unternehmen und Anwender nehmen Technik nur an, wenn sie ihr vertrauen können», sagt Microsoft-CEO Satya Nadella. Microsoft hat sich daher verpflichtet, die Cloud Services auf vier grundlegende Prinzipien aufzubauen:

-Sicherheit: Microsoft schützt alle Daten mit hochmodernen Technologien, Prozessen und Verschlüsselungsmethoden.

-Datenschutz und Kontrolle: Die Kunden kontrollieren den Schutz Ihrer Daten, wer darauf zugreifen kann und wo sie gespeichert sind.

-Compliance (Befolgung von Gesetzen und Regeln): Microsoft bietet die höchsten Compliancestandards und zertifizierungen der Branche.

-Transparenz: Für die Kunden ist stets sichtbar, wo sich die Daten befinden und wie sie verwaltet werden.

Welche Auswirkungen wird Künstliche Intelligenz (KI) auf die Menschen haben?
Um darauf eine Antwort zu finden, sollten wir uns auf das besinnen, was KI im Kern ist: KI ermöglicht die Automatisierung von Prognosen, die auf grossen Datenmengen basieren. Diese Prognosen sind noch keine Entscheidung, sie sind nur ein Beitrag dazu. Der Mensch kann die Prognosen der KI nutzen und die Entscheidungen trotzdem weiterhin selbst fällen. Bei diesem humanzentrierten Ansatz von KI spielt Microsoft eine Vorreiterrolle. Die Entwicklung von KI basiert bei Microsoft auf sechs ethischen Prinzipien, die zeitlos sind: Fairness, Zuverlässigkeit, Beachtung der Privatsphäre und der Sicherheit, Partizipation, Transparenz und Rechenschaftspflicht. Wenn zum Beispiel ein Arzt von einem KI-Algorithmus Daten erhält, die zeigen, dass Sie Krebs haben, muss er Ihnen Rechenschaft geben können. Er muss zeigen, wie er zu diesem Schluss gekommen ist und dass die Daten zuverlässig sind. Rechenschaftspflicht bedeutet, dass der Mensch bei wichtigen Entscheidungen in der Verantwortung bleibt.

Wie kann KI unser Leben verbessern?
Indem viele langweilige, gefährliche oder sich wiederholende Tätigkeiten automatisiert werden. Auch bei globalen Problemen wie dem Klimawandel, der Ausrottung globaler Epidemien oder bei der Gesundheitsvorsorge werden wir dank KI Fortschritte machen. Und dank KI können wir Produktivität steigern. KI wird sich zur wichtigsten Alltagstechnologie unserer Zeit entwickeln – wie früher Autos oder Elektrizität.

Was sagt Microsoft den Menschen, die Angst haben, wegen KI ihren Job zu verlieren?
Es ist verständlich, dass der Einsatz von KI in der Gesellschaft zu einem gewissen Stress führt. Denn zurzeit sind die Vorteile von KI noch unklar. Bis die Menschen einen greifbaren Nutzen sehen und erleben, wird ihre Wahrnehmung von KI durch Angst vor Verlust und Risiko dominiert. Und es wird zu Veränderungen kommen. Bestehende Jobs werden verschwinden, neue Jobs werden entstehen. Wichtig ist, dass wir die Menschen dazu befähigen, arbeitsmarktfähig zu bleiben.

Ist KI für Schweizer Unternehmen ein Thema?
Auf jeden Fall. Künstliche Intelligenz entwickelt sich zu einem Wettbewerbsvorteil.

Können Sie ein konkretes Projekt aus der Schweiz nennen?
Unsere Partnerschaft mit dem Maschinenhersteller Bühler. Rund ein Viertel des weltweit geernteten Getreides ist durch den giftigen, krebserregenden Giftpilz Aflotoxin kontaminiert. Das gefährdet die Gesundheit von 500 Millionen Menschen weltweit. Aflotoxin verursacht jährlich bis zu 150‘000 Fälle von Leberkrebs und hemmt das Wachstum von Millionen von Kindern. Die Bühler Gruppe und Microsoft haben gemeinsam eine digitalisierte Sortiertechnologie entwickelt, die dank KI von Aflatoxin befallene Getreidekörner erkennt und in Sekundenschnelle ausscheidet. So können viele Menschenleben gerettet werden.

Acht Fakten zu Microsoft in der Schweiz

Microsoft in der Schweiz

Das Vertrauen ausbauen

Warum ist der Dialog mit der Politik wichtig für Microsoft?
Ladina Caduff, Public Affairs Lead: Damit die Schweiz auch in Zukunft zu den innovativsten Ländern der Welt gehört, sollte sie den technologischen Wandel stetig vorantreiben. Die Politikerinnen und Politiker sind dabei in der wichtigen Rolle der Ermöglicher. Sie können der Bevölkerung die Chancen des technologischen Wandels aufzeigen und Gesetze schaffen für die Datensicherheit und den Schutz der Privatsphäre. Zudem müssen sie dafür sorgen, dass die internationale Zusammenarbeit zwischen den Staaten und den IT-Unternehmen verstärkt wird, denn Cyberattacken kennen keine Grenzen.

Wie nimmt Microsoft die Interessen in der Schweiz wahr?
Wir suchen den direkten Austausch mit den Ansprechpartnern aus der Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Bevölkerung. Und wir sind in verschiedenen Verbänden als Mitglied aktiv. Zudem lanciert Microsoft Programme wie die Digital Geneva Convention zum Schutz der Zivilbevölkerung bei Cyberattacken oder den Tech Accord, mit dem zahlreiche Unternehmen, darunter ABB und Swisscom, gemeinsame Sicherheitsprinzipien vereinbart haben.

Was möchten Sie persönlich mit Ihrer Arbeit für Microsoft erreichen?
Die Schweizerinnen und Schweizer nutzen unsere Technologie nur, wenn sie uns vertrauen. Ich setzte mich dafür ein, dass wir das bereits gewonnene Vertrauen ausbauen und durch konkrete Taten stärken können.

Spielt es dabei eine Rolle, dass Microsoft ein amerikanisches Unternehmen ist?
Microsoft ist seit 1989 in der Schweiz und sehr gut vernetzt. Umgekehrt bieten wir der Schweiz ein Stück globale Anbindung, was für eine kleine Exportnation wie die Schweiz auch sehr wichtig ist.

An welchen Taten will Microsoft sich messen lassen?
Nehmen wir zum Beispiel Künstliche Intelligenz. Wir glauben an das Potenzial und treiben die Entwicklung voran. Microsoft ist aber auch Mitglied der internationalen «Partnership on AI» und hat betriebsintern ein ethisches Regelwerk entwickelt, damit Künstliche Intelligenz zum Wohle aller eingesetzt wird. Und wir wollen sicherstellen, dass alle – ob Einzelperson, KMU, Grosskonzern oder Non-Profit-Organisation – Zugang haben und von Künstlicher Intelligenz profitieren können wie es der Mission von Microsoft entspricht: Jede Person und jedes Unternehmen auf dem Planeten zu befähigen, mehr zu erreichen.

Microsoft engagiert sich in folgenden Verbänden:
– Avenir Suisse
– Asut
– Digital Switzerland
– Economiesuisse
– ICT Switzerland
– Swico
– Swiss American Chamber of Commerce
– Zürcher Handelskammer