Copilot Cowork ist jetzt allgemein verfügbar

Charles Lamanna, EVP, Copilot, Agents and Platform bei Microsoft

Microsoft kündigt die weltweite allgemeine Verfügbarkeit von Copilot Cowork an.

Nach drei Monaten Preview im Frontier-Programm wird Copilot Cowork bereits von mehr als der Hälfte der Fortune-500-Unternehmen genutzt – ebenso wie von Organisationen wie Accenture, Avanade, Advance Local, Capital Group, Koch, Ooredoo Qatar und Zurich Insurance.

Wir freuen uns, mit welcher Kreativität unsere Kunden Copilot Cowork einsetzen und was sie damit bereits geschaffen haben. Ein Engineering-Team hat Cowork beispielsweise beigebracht, Batch-Job-Tabellen sicher zu bearbeiten und nach jeder Änderung Abhängigkeitsdiagramme zu erstellen – eine Aufgabe, die zuvor aufwändige manuelle Arbeit erforderte. Ein anderes Team verglich fast 4.000 Dateien über zwei Produktversionen hinweg – eine Arbeit, die sonst Wochen gedauert hätte. Eine Vertriebsleitung wiederum analysierte mit Cowork eine ins Stocken geratene Pipeline und erhielt eine priorisierte Liste gefährdeter Opportunities – inklusive jener konkreten Follow-ups, die zuletzt liegen geblieben waren. Was zuvor eine Woche manueller Prüfung bedeutet hätte, wurde so an einem Vormittag erledigt.

Copilot Cowork ist die am schnellsten wachsende Funktion in der Geschichte unseres Frontier-Programms und zählt zu den Copilot- und Agent-Erfahrungen mit der höchsten Nutzerzufriedenheit, die wir bisher veröffentlicht haben. Wir haben aus der Nutzung gelernt, laufend Feedback eingeholt und dieses genutzt, um Qualität und Funktionsumfang weiterzuentwickeln – darunter Modellwahl, Erweiterbarkeit durch Plugins und neue Funktionen für das Kostenmanagement. Mehr dazu weiter unten – inklusive vollständiger Demo.

Was Copilot Cowork anders macht

Copilot Cowork führt komplexe, langlaufende Aufgaben über mehrere Tools hinweg aus. Nutzer*innen definieren die Aufgabe – Cowork erledigt sie Ende-zu-Ende und liefert ein abgeschlossenes Ergebnis, nicht nur einen Entwurf oder eine Empfehlung. Copilot Cowork wurde entwickelt, um präziser, sicherer und kosteneffizienter zu arbeiten als andere Angebote. Fünf Aspekte sind dafür entscheidend:

  1. Durch Cloud-Hosting werden Dateien nicht lokal gespeichert, Sicherheitsanforderungen konsequent umgesetzt und Aufgaben auch dann weitergeführt, wenn der Laptop ausgeschaltet ist.
  2. Die native Unterstützung von Work IQ stellt sicher, dass jede Aufgabe auf den Systemen basiert, mit denen Unternehmen bereits arbeiten – und damit den tatsächlichen Kontext widerspiegelt.
  3. Sicherheit und Compliance auf Enterprise-Niveau sorgen dafür, dass Copilot Cowork innerhalb der Microsoft-365-Vertrauensgrenze arbeitet – mit Schutzmechanismen, die an bestehende Richtlinien und Kontrollen der jeweiligen Organisation angebunden sind.
  4. Ein Multi-Modell-Ansatz ermöglicht den Einsatz der jeweils benötigten Modelle, sodass die Leistungsfähigkeit mit den Anforderungen der Aufgabe wächst, sobald weitere Modelle verfügbar werden.
  5. Niedrigere Kosten werden durch eine Laufzeitumgebung erreicht, die effizient die richtigen Informationen und Werkzeuge identifiziert, durch eine intelligente Modellauswahl für jede Aufgabe sowie durch eine Abrechnung, bei der nur die tatsächlich genutzten Ressourcen berechnet werden.

Ein Vergleich der Kosten pro Prompt zwischen Copilot Cowork und Claude Cowork mit Microsoft-365-Connector zeigt, dass Copilot Cowork im Durchschnitt um 30 bis 40 Prozent günstiger war.1

Unser neuestes Modell, Cowork 1, wird in den kommenden Wochen veröffentlicht. Es handelt sich um ein sicheres, feinabgestimmtes Modell, das nachtrainiert wurde, um Aufgaben zu deutlich niedrigeren Kosten zu bearbeiten. Mit Copilot sind Kunden nicht auf ein einziges Modell festgelegt: Sie können je nach Anforderung das effizienteste Modell oder Frontier-Modelle nutzen.

Preismodell

Copilot Cowork setzt eine Microsoft 365 Copilot User Subscription License (USL) voraus. Die Nutzung von Cowork wird anschließend nutzungsbasiert abgerechnet, wobei die Kosten von den jeweils ausgeführten Aufgaben abhängen.

Die M365 Copilot USL umfasst ein vollständiges KI-gestütztes Produktivitätserlebnis: Copilot Chat; Copilot in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams, die Work-IQ-Kontext-Engine; ein Multi-Modell-System mit modernster KI-Leistung; vorgefertigte Agenten wie Researcher und Analyst; sowie benutzerdefinierte Agenten, die mit Agent Builder erstellt werden. All dies zu einer planbaren monatlichen Gebühr pro Benutzer.

Copilot Cowork ergänzt dies um eine neue Art zu arbeiten: ein agentenbasiertes System für komplexe, lang laufende Aufgaben über mehrere Werkzeuge hinweg. Die Abrechnung erfolgt nutzungsabhängig in Form von Copilot Credits. Der Preis für jede Aufgabe wird anhand von vier Faktoren berechnet: Modellnutzung, Kontextabruf, Werkzeugaufrufe und Laufzeit. 

In meinen Kundengesprächen der vergangenen Monate war eine der häufigsten Fragen, wie sich Budgets für Cowork angesichts des variablen Preismodells planen lassen. Aus der Nutzung im Frontier-Programm haben wir drei typische Aufgabenmuster abgeleitet: leichte, mittlere und umfangreiche Aufgaben.

Leichte Aufgaben verwenden nur wenige Wissensquellen, erfordern nur begrenzte Analyse  und erzeugen höchstens ein Ergebnis. Mittlere Aufgaben greifen auf mehrere Quellen zurück,  basieren auf strukturierter Analyse und erzeugen zwei oder mehr Ergebnisse. Schwere Aufgaben aggregieren Informationen aus vielen Quellen, erfordern tiefgehende Analysen an und erzeugen zahlreiche Ergebnisse. 

Darüber hinaus haben wir vier Nutzerprofile mit unterschiedlichen Nutzungsmustern über diese Aufgabentypen hinweg identifiziert.

Durch die Kombination von Nutzerprofilen mit ihrem jeweiligen Anteil an leichten, mittleren und schweren Aufgaben sowie den Kosten pro Prompt entsteht ein flexibles Kostenmodell, das Unternehmen dabei unterstützt, Ausgaben zu schätzen und diese Schätzungen im Laufe der Zeit zu verfeinern. Im Kern multipliziert das Modell die Anzahl der Benutzer in jedem Segment mit ihrem erwarteten Prompt-Volumen für leichte, mittlere und schwere Aufgaben, wendet die jeweiligen Kosten pro Prompt-Typ an und summiert anschließend die Gesamtkosten. 

Wer dieses Modell selbst nachvollziehen möchte, kann dafür eine einfache Tabelle herunterladen. Diese Schätzungen basieren auf Anthropic Opus 4.8.

Zum Zeitpunkt der allgemeinen Verfügbarkeit läuft Copilot Cowork auf Modellen von Anthropic, darunter Opus 4.8 und Sonnet 4.6. Im Frontier-Programm können Kunden zudem GPT 5.5 verwenden. Cowork 1 wird in Kürze folgen.

Cowork 1 wird auf optimale Kosten, Qualität und Enterprise-Nutzung ausgerichtet sein – einschließlich der Reduktion von Modell-Bias. Das Modell wurde entwickelt, um alltägliche Copilot-Aufgaben zu deutlich geringeren Kosten zu bearbeiten, und eignet sich damit besonders für kostenbewusste Workloads.

Weitere Details zum Preismodell finden sich im entsprechenden im entsprechenden Microsoft-Learn-Artikel.

Kostenmanagement

Bei nutzungsbasierter Abrechnung ist es entscheidend, den Wert und Return on Investment von KI transparent nachvollziehen zu können. Langlaufende, agentische Arbeit kann für Unternehmen erheblichen Mehrwert schaffen, erfordert aber auch relevante Rechenressourcen. Drei Faktoren werden dazu beitragen, die Kosten im Zeitverlauf weiter zu senken: Modelle werden günstiger, Cowork wird besser darin, Aufgaben mit passenden Modellen zu kombinieren, und sowohl Kontextabruf als auch Tool-Nutzung werden effizienter. 

Bis dahin ist Kostenmanagement einer der wichtigsten neuen Funktionsbereiche im Zuge der allgemeinen Verfügbarkeit von Cowork. Wir führen neue Funktionen entlang von drei Themen ein: Kontrolle, Transparenz und Effizienz. 

Kontrolle: Kunden entscheiden, wann Cowork aktiviert wird, wer Zugriff erhält und wie viel ausgegeben werden kann.

  • Cowork ist standardmäßig deaktiviert. Administratoren entscheiden, wann Cowork in ihrem Mandanten aktiviert wird und wer Zugriff erhält.
  • Ausgabenlimits auf Mandanten-, Gruppen- und Benutzerebene. Administratoren erstellen zielgruppenspezifische Abrechnungsrichtlinien und definieren Budgets, einschließlich benutzerspezifischer Obergrenzen innerhalb von Gruppenrichtlinien.
  • Anpassbare Nutzungswarnungen. Administratoren legen die für ihre Organisation und Gruppen relevanten Schwellenwerte fest und bestimmen, wer benachrichtigt wird, wenn diese überschritten werden.
  • Vom Benutzer initiierte Credit-Anfragen. Benötigt ein Benutzer zusätzliche Credits, um eine Aufgabe abzuschließen, kann er diese direkt in Cowork anfordern.

Sichtbarkeit und Transparenz: Kunden sehen, welche Ressourcen genutzt werden und welche Kosten für einzelne Aufgaben entstehen.

  • Nutzungsberichte auf Mandanten-, Gruppen- und Benutzerebene. Administratoren erhalten eine Aufschlüsselung der Nutzung nach Benutzern, Gruppen und Funktionen und schaffen damit klare Verantwortlichkeiten innerhalb der gesamten Organisation.
  • Benutzerbezogene Preisangaben für jede Aufgabe in Credits (verfügbar kurz nach der allgemeinen Verfügbarkeit). Benutzer sehen während der Ausführung einer Aufgabe, welche Kosten dafür anfallen.

Effizienz: Kunden erhalten verschiedene Möglichkeiten zur Steuerung ihrer Kosten.

  • Zwei Zahlungsoptionen: PayGo und P3. Kunden können sich entweder für das flexible Pay-as-you-go-Modell entscheiden oder mit P3 ein bestimmtes Nutzungsvolumen im Voraus festlegen und dafür einen Preisnachlass erhalten. PayGo wird mit 0,01 US-Dollar pro Copilot Credit berechnet.
  • Modellauswahl in Frontier. Wenn mehrere Modelle verfügbar sind, können Kunden mithilfe des Model Pickers die Kosten pro Aufgabe gezielt steuern. 

Die Abrechnung für Copilot Cowork beginnt heute. Bevor die Nutzung ansteigt, können Administratoren mithilfe der oben beschriebenen Funktionen für das Kostenmanagement Ausgabenlimits festlegen und Budgets zuweisen. Mandanten, die während des Zeitraums vom 30. März bis 16. Juni mindestens einen Benutzer im Frontier-Programm hatten, der Cowork genutzt hat, erhalten für die Umstellung eine Übergangsfrist. Ihnen werden die Kosten für die Nutzung von Cowork daher erst ab dem 1. Juli 2026 berechnet. 

Weitere Informationen zu unseren Kostenmanagement-Funktionen finden sich im entsprechenden Microsoft-Learn-Artikel.

Neuerungen in Copilot Cowork

Die Microsoft 365 Copilot App enthält nun einen Toggle, der direkt in die vollständige Cowork-Erfahrung führt. So können Nutzer*innen schneller denn je vom Chat ins Handeln wechseln.

  • Plugins. Neun neue Partner-Plugins sind ab sofort verfügbar, acht weitere sowie die Dynamics-365-Suite folgen in Kürze. Bereits verfügbar sind: Enosix, Harvey, LSEG, Miro, Monday.com, Moody’s, Morningstar, S&P Global Energy und TeamsMaestro. Demnächst verfügbar: Adobe, Atlassian, Box, Canva, CB Insights, Databricks, MoneyForward und Templafy. Darüber hinaus sind Fabric sowie Dynamics 365 Sales, Customer Service und ERP-Anwendungen nun ebenfalls allgemein verfügbar.
  • Browsernutzung über Edge. Im Frontier-Programm kann Cowork über einen lokalen Edge-Browser auf das Web zugreifen. Dabei arbeitet es innerhalb derselben Governance-Ebene wie Enterprise Browser Use in Edge und nutzt dieselbe Positivliste, dieselben Purview-Auditfunktionen und dieselbe Entra-Identität.
  • Neue Sicherheits- und Compliance-Funktionen. Cowork-Prompts, Antworten und generierte Assets durchlaufen die bestehenden Microsoft 365-Sicherheitskontrollen. Dadurch wird die Verwaltung, Auffindbarkeit und Aufbewahrung von Daten sichergestellt. Vertraulichkeitskennzeichnungen bleiben bestehen und werden Ende-zu-Ende angezeigt. Der geschützte Bereich ist ab der allgemeinen Verfügbarkeit aufrufbar: Auditprotokoll, Data Security Posture Management (DSPM), eDiscovery und Richtlinien zur Kommunikations-Compliance. In Kürze verfügbar: Insider-Risikomanagement, Data Loss Prevention (DLP) und Data Lifecycle Management (DLM).

Die vollständige Funktionsliste findet sich im Copilot-Cowork-Produktblog.

Erste Schritte mit Copilot Cowork

Copilot Cowork ist ab heute weltweit für Microsoft-365-Copilot-Kunden allgemein verfügbar.

Alles für eine erfolgreiche Einführung von Copilot Cowork ist auf der Microsoft-Adoption-Website verfügbar. Weitere Informationen zu Copilot Credits und Kostenmanagement finden sich im entsprechenden Microsoft-Learn-Artikel.

1 Diese Analyse wurde von internen Microsoft-Teams durchgeführt. Verglichen wurden 125 Testläufe über insgesamt zwölf Daten-Prompts für leichte, mittlere und umfangreiche Aufgaben in Copilot Cowork und Claude Cowork mit Microsoft-365-Connector, jeweils unter Nutzung des Modells Opus 4.8. Für Copilot Cowork wurden die Kosten anhand variabler Sätze auf Basis relevanter Modelle, Kontexte, Tools und Runtime aus internen Logs berechnet. Für Claude Cowork wurden die Kosten anhand öffentlich verfügbarer API-Raten auf Basis von Token-Nutzung und Microsoft-365-Connector-Nutzung berechnet. Aus diesen Kosten wurde ein Gesamtpreis pro Lauf ermittelt und über die Prompt-Sets für leichte, mittlere und umfangreiche Aufgaben hinweg zwischen Copilot Cowork und Claude Cowork mit Microsoft-365-Connector verglichen. Die Ergebnisse zu möglichen Kosteneinsparungen basieren auf Tests aus dem Juni 2026. Tatsächliche Kosten und mögliche Einsparungen können je nach Nutzung, Konfiguration, Zeitpunkt und weiteren Faktoren variieren.

Den englischen Original-Blogpost lesen Sie hier: Copilot Cowork is now generally available

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