Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend vom unterstützenden Werkzeug zum festen Bestandteil betrieblicher Abläufe. Mitarbeitende nutzen Agenten nicht mehr nur für einzelne Aufgaben, sondern übertragen ihnen zunehmend mehrstufige Prozesse, ganze Projekte und wiederkehrende Tätigkeiten.
Diese Entwicklung zeigt sich auch in den aktuellen Nutzungszahlen: Weltweit sind inzwischen mehr als 30 Millionen bezahlte Nutzerlizenzen (Paid Seats) für Microsoft 365 Copilot in Organisationen im Einsatz. Gegenüber dem Vorquartal hat sich der Nettozuwachs verdoppelt.
Damit verschiebt sich auch der Maßstab für den Erfolg von Unternehmens-KI: Neben Verbreitung, Lizenzen und eingesparter Zeit rücken die konkrete Veränderung von Arbeit, neue Fähigkeiten sowie die Spezialisierung von KI auf bestimmte Rollen und Prozesse in den Mittelpunkt.
Die Transformation zeigt sich in drei Bereichen:
- Arbeitsalltag: KI wird zum festen Bestandteil des Arbeitsalltags. Mitarbeitende übertragen Agenten zunehmend Aufgaben, Projekte und mehrstufige Prozesse. Copilot Cowork kann solche Arbeiten selbstständig planen, ausführen, überprüfen und bei Bedarf korrigieren. In Tests war Cowork 30 bis 40 Prozent günstiger als Lösungen mit anderen Modellen1.
- Neue Möglichkeiten: KI verändert, was Unternehmen leisten können. KI beschleunigt Abläufe und steigert die Effizienz. Unternehmen nutzen sie jedoch zunehmend auch, um Arbeit grundlegend neu zu gestalten und neue Möglichkeiten zu schaffen. So vereinfachte Microsofts Cloud Supply Chain zunächst sechs durchgängige Prozesse und setzte anschließend mehr als 70 spezialisierte Agenten ein. In ausgewählten Abläufen sank die Durchlaufzeit dadurch um 75 Prozent.
- Spezialisierte Rollen: KI wird auf konkrete Rollen zugeschnitten: Entscheidend ist nicht allein, wie breit Unternehmen KI einsetzen, sondern wie genau sie diese an die tatsächliche Arbeit einzelner Rollen anpassen. Ein Beispiel: Microsoft hat im Vertrieb verschiedene Verkäuferprofile mit spezialisierten KI-Agenten verknüpft. Der Anteil der Zeit für kundenbezogene Aktivitäten stieg dadurch von 25 auf 50 Prozent. In der Pilotgruppe stieg der Umsatz pro Kopf um 9,4 Prozent, während sich die Zeit bis zum Abschluss um 20 Prozent verkürzte.
Weitere Informationen und Beispiele finden Sie im englischsprachigen Blogbeitrag von Jared Spataro, Chief Marketing Officer, AI at Work.
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1Diese Analyse wurde von internen Microsoft-Teams durchgeführt. Dabei wurden 125 Testläufe mit insgesamt zwölf einfachen, mittelschweren und komplexen arbeitsbezogenen Daten-Prompts in Copilot Cowork und Claude Cowork mit dem jeweiligen Microsoft-365-Connector verglichen. Beide Systeme nutzten dabei das Modell Opus 4.8.
Für Copilot Cowork wurden die Kosten auf Grundlage variabler Sätze für die jeweils relevanten Modelle, den Kontext, die verwendeten Tools und die Laufzeit anhand interner Protokolldaten berechnet. Für Claude Cowork erfolgte die Kostenberechnung auf Basis öffentlich verfügbarer API-Preise unter Berücksichtigung der Token-Nutzung und der Nutzung des Microsoft-365-Connectors.
Auf dieser Grundlage wurde der Gesamtpreis pro Testlauf ermittelt und die Kosten für einfache, mittelschwere und komplexe Prompt-Sets zwischen Copilot Cowork und Claude Cowork mit dem jeweiligen Microsoft-365-Connector verglichen.
Die Ergebnisse zu den Kosteneinsparungen basieren auf Tests, die im Juni 2026 durchgeführt wurden. Die tatsächlichen Kosten und möglichen Einsparungen können je nach Nutzung, Konfiguration, Zeitpunkt und weiteren Faktoren variieren.