Schweizer KI-Nutzer*innen liegen bei der Produktivität über dem globalen Durchschnitt

Neue Daten aus dem Work Trend Index zeigen: Die Schweiz führt bei der KI-Produktivität – gleichzeitig sagen nur ein Viertel der Nutzer*innen, dass die Führung klar auf eine KI-Strategie ausgerichtet ist

  • Die Schweiz liegt weltweit an der Spitze bei der KI-Produktivität, doch der Abstand der Unternehmen, die Arbeit mit KI neu gestalten, und jenen, die dies nicht tun, wird grösser. 65 % der Schweizer KI-Nutzer*innen geben an, heute anspruchsvollere analytische und kreative Aufgaben erledigen zu können, die vor einem Jahr noch nicht möglich gewesen wären – weltweit sind es 58 %. Bei den Frontier Professionals – Mitarbeitenden in Unternehmen, die KI systematisch in Arbeitsabläufe integrieren und die Art der Arbeit neu gestalten – steigt dieser Anteil in der Schweiz auf 83 %.
  • Die grösste Chance liegt in der Ausrichtung der Führung. Nur 24 % der Schweizer KI-Nutzer*innensagen, dass ihre Unternehmensleitung klar und konsequent auf eine gemeinsame KI-Strategie ausgerichtet ist. Genau hier liegt der wichtigste Hebel, um individuelle KI-Nutzung in unternehmensweiten Mehrwert zu verwandeln.
  • Schweizer Arbeitnehmende behalten die Kontrolle. 84 % betrachten die Ergebnisse von KI als Ausgangspunkt und nicht als endgültige Antwort. Menschliches Urteilsvermögen und Verantwortung bleiben damit zentral für den Einsatz von KI.

Zürich, 9. Juli 2026 – Schweizer Beschäftigte erzielen mit KI messbar höhere Produktivitätseffekte als der globale Durchschnitt. Doch laut dem „Work Trend Index 2026“ von Microsoft sind es nicht die Unternehmen mit den meisten KI-Tools, die sich an die Spitze setzen werden – sondern diejenigen, die bereit sind, die Organisation der Arbeit selbst neu zu gestalten.

Der „Work Trend Index 2026“ stützt sich auf Billionen anonymisierter Produktivitätsdaten aus Microsoft 365 sowie auf eine Umfrage unter 20.000 KI-Nutzer*innen in zehn Ländern und ist damit eine der umfassendsten Studien darüber, wie KI die Arbeitswelt verändert.

65 % der KI-Nutzer*innen in der Schweiz geben an, dass sie heute Arbeitsergebnisse erzielen, die vor einem Jahr noch nicht möglich gewesen wären – im weltweiten Vergleich sind es 58 %. Unter den „Frontier Professionals“ – also denjenigen, die in Unternehmen arbeiten, die KI systematisch in ihre Arbeitsabläufe integrieren – steigt dieser Anteil in der Schweiz auf 83 %.

Es bleibt jedoch eine entscheidende Lücke: Nur 24 % der Schweizer KI-Nutzer*innen geben an, dass die Führungsebene in Bezug auf KI klar und konsequent auf einer Linie ist. Fast die Hälfte (48 %) sagt, es fühle sich sicherer an, sich auf aktuelle Ziele zu konzentrieren, als Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung von KI neu zu gestalten. Der KI-Vorteil der Schweiz wird sich nur dann in einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil umsetzen lassen, wenn Unternehmen diese Lücke schliessen.

„Die Schweiz verfügt über eine solide Grundlage für die Einführung von KI. Der nächste Schritt besteht darin, diese Dynamik in nachhaltige Wirkung umzuwandeln, indem die Organisation der Arbeit neu überdacht wird“, sagt Catrin Hinkel, CEO von Microsoft Schweiz. „Die Unternehmen, die in dieser nächsten Phase führend sein werden, sind diejenigen, die strategische Führung, verantwortungsbewusstes Experimentieren und den Aufbau praktischer Kompetenzen miteinander verbinden. KI kann die Umsetzung beschleunigen, doch menschliches Urteilsvermögen bleibt entscheidend für die Festlegung von Prioritäten und die Gestaltung der Ergebnisse.“

Menschliches Urteilsvermögen bleibt zentral

84 % der Schweizer KI-Nutzer*innen betrachten KI-Ergebnisse als Ausgangspunkt und nicht als endgültige Antwort und übernehmen weiterhin die Verantwortung für die dahinterstehenden Überlegungen. 46 % nennen die Qualitätskontrolle von KI-Ergebnissen als entscheidende Kompetenz, und 42 % nennen kritisches Denken als zentrale Kompetenz. Da KI immer mehr Aufgaben übernimmt, wird menschliches Urteilsvermögen zunehmend zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

Vorreiterunternehmen zeigen, was funktioniert

Eine wachsende Gruppe von Unternehmen – die „Frontier-Firmen“ – geht über das Experimentieren hinaus. Sie gestalten die Arbeitsverteilung zwischen Menschen und KI neu und setzen Agenten ein, die bestimmte Aufgaben innerhalb von Arbeitsabläufen übernehmen, während die Mitarbeiter die Aufsicht behalten. In der Schweiz gelten heute 18 % der KI-Nutzer als „Frontier-Profis“.

Der Abstand zwischen ihnen und den übrigen Unternehmen ist beträchtlich: „Frontier Professionals“ erzielen mit einer um fast 20 Prozentpunkte höheren Wahrscheinlichkeit Ergebnisse, die sie vor einem Jahr noch nicht hätten erreichen können. Ihre Führungskräfte nutzen KI selbst aktiv, legen klare Qualitätsstandards fest und schaffen Raum für Experimente.

Drei Veränderungen, die die nächste Phase prägen

Der „Work Trend Index 2026“ weist auf drei Veränderungen hin, die Unternehmen vollziehen müssen:

  • Vom individuellen Einsatz zum unternehmensweiten Einsatz
  • Von Tools zu teamübergreifenden Kompetenzen
  • Von Pilotprojekten zu KI-Agenten in zentralen Arbeitsabläufen

Unternehmen, die diese Veränderungen umsetzen, steigern nicht nur ihre Produktivität, sondern erweitern auch das Leistungsspektrum ihrer Mitarbeitenden.

Lesen Sie den Report hier: Microsoft 2026 Work Trend Index Annual Report

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