Wasser in der Landschaft halten: Microsoft, AWS und NABU starten Renaturierungsprojekt im hessischen Vogelsbergkreis
Die beiden Renaturierungs-Projektgebiete „Alte Hasel“ und „Eisenbachaue“ sollen dazu beitragen, die Grundwasserneubildung zu stärken, die Wasserqualität zu verbessern und die Artenvielfalt im Vogelsbergkreis nördlich von Frankfurt zu fördern. Das Projekt ist Teil des Microsoft-Ziels, bis 2030 wasser-positiv zu werden.
Berlin, 30. September 2026 – NABU, Microsoft und Amazon Web Services (AWS) bauen ihre Zusammenarbeit für einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser in Hessen aus.
In den Projektgebieten „Alte Hasel“ und „Eisenbachaue“ im Vogelsbergkreis wird ein langfristig angelegtes Renaturierungsprojekt von 2026 bis 2038 dazu beitragen, Wasser länger in der Landschaft zu halten, die Wasserqualität zu verbessern und Lebensräume wiederherzustellen.
Umgesetzt wird das Projekt vom NABU gemeinsam mit regionalen Partnern. Es ist das erste Projekt dieser Art, das der NABU gemeinsam mit Microsoft und Amazon in der Region realisiert.
Frankfurt bezieht einen erheblichen Teil seines Wassers aus Kommunen im Nordosten der Stadt, darunter auch aus dem Vogelsbergkreis. Dort lösen sinkende Grundwasserspiegel und abnehmende Wasserqualität seit Jahren Besorgnis aus. Die Wiederherstellung natürlicher Feuchtgebiete kann Grundwasserneubildung und Wasserqualität fördern und zugleich die Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels verbessern. Davon profitieren die Menschen und landwirtschaftlichen Betriebe vor Ort genauso wie Frankfurt und das Umland.
„Wasser ist die Lebensader dieser Region – und die damit verbundene Verantwortung bemisst sich nicht in Quartalen, sondern in Jahrzehnten“, sagt Christian Schätz, Chief Operating Officer (COO) von Microsoft Deutschland. „Ein einzelnes Projekt wird nicht alle Wasserprobleme der ganzen Region lösen können. Gemeinsam mit NABU und AWS können wir aber dazu beitragen, Wasser länger in der Landschaft zu halten und Lebensräume wiederherzustellen.“
„Keine Organisation kann die Herausforderungen rund um das Thema Wasser allein bewältigen“, sagt Schätz weiter. „Microsofts Ziel, bis 2030 wasser-positiv zu werden, bedeutet für uns: Wir müssen unseren eigenen Wasserverbrauch senken und die Wasser-Rückgewinnung in den Gemeinden und Einzugsgebieten unterstützen, in denen dies besonders wichtig ist. Die Zusammenarbeit mit dem NABU im Vogelsbergkreis zeigt, was möglich ist, wenn lokale Expertise und Ressourcen aus der Privatwirtschaft für ein gemeinsames Ziel gebündelt werden. Wenn wir gemeinsam handeln, können wir Lösungen entwickeln, deren Wirkung über ein einzelnes Projekt oder einen einzelnen Ort hinausgeht.“
„Effiziente Wassernutzung ist Teil unseres täglichen Betriebs. Doch das ist der Ausgangspunkt, nicht die Ziellinie. Wir wollen aktiv dazu beitragen, die lokalen Wassersysteme zu verbessern, auf die die Menschen vor Ort jeden Tag angewiesen sind. Der NABU verfügt über umfassende Erfahrung bei der Renaturierung natürlicher Landschaften. Wir sind stolz, ihn dabei zu unterstützen, noch mehr zu tun“, sagt Michael Hanisch, Head of Technology bei AWS Deutschland.
„Die Herausforderungen rund um das Thema Wasser lassen sich nur mit Zusammenarbeit über Sektorengrenzen hinweg bewältigen. Gemeinsam mit engagierten Partnern können wir wichtige Ökosysteme im Vogelsbergkreis wiederherstellen, den natürlichen Wasserrückhalt verbessern und langfristig zu gesünderen und resilienteren Landschaften beitragen“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Ingo Ammermann.
Wasser-positiv bis 2030
Microsoft hat sich 2020 verpflichtet, bis 2030 wasser-positiv zu werden. Das bedeutet, dass das Unternehmen über seine weltweiten Aktivitäten hinweg mehr Wasser in natürliche Kreisläufe einspeisen will, als es entnimmt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Regionen mit angespannter Wassersituation. Auch die neuesten Rechenzentren des Unternehmens unterstützen bei diesem Ziel: Sie setzen auf geschlossene Kühlkreisläufe mit Direktkühlung der Chips („Direct-to-Chip Liquid Cooling“). Diese Technologie wird auch in den von Microsoft geplanten Rechenzentren im Rheinischen Revier zum Einsatz kommen.
Über Microsoft
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