Industrial Intelligence Unlocked: Microsoft zeigt auf der Hannover Messe 2026, wie die deutsche Industrie mit KI durchstartet

  • Wichtigste Neuigkeiten: Microsoft und NVIDIA arbeiten an der nächsten Generation der physischen KI, lokale und souveräne KI-Ausführung auf Fabrikanlagen und neuer Procurement-Agent für das Lieferketten-Management.
  • Techconsult-Umfrage: Fast die Hälfte (45 Prozent) der deutschen Industrieunternehmen setzt KI-Agenten ein und fast drei Viertel (74 Prozent) hält bei der rasanten KI-Transformation mit, zeigt neue Erhebung.
  • Gut aufgestellt: „Die Industrie kann durch KI zum Hoffnungsträger für die deutsche Wirtschaft werden“, sagt Agnes Heftberger, Geschäftsführerin von Microsoft Deutschland.

München, den 20. April 2026 – KI-Agenten, Agentensysteme und physische KI sind die großen Themen der Hannover Messe 2026, doch ohne den richtigen Kontext entfalten sie nicht ihr komplettes Potenzial. Unter dem Motto „Industrial Intelligence Unlocked“ zeigt Microsoft deshalb in Halle 17, Stand G06, wie Industrieunternehmen sich durch KI im globalen Wettbewerb zukunftsfähig aufstellen. Eine zentrale Rolle spielt dabei Microsoft IQ: die neue einheitliche Intelligenzschicht für Unternehmens‑KI, die Copiloten und KI‑Agenten stets aktuell den nötigen geschäftlichen Kontext liefert und eine tiefere Wertschöpfung ermöglicht.

Auf seinem Messestand zeigt Microsoft zusammen mit über 40 Kunden und Partnern, wie die Fabrik der Zukunft aussieht, wie Industrie-Unternehmen ihre intelligenten Maschinen in Simulationen trainieren und wie Multi-Agenten-Systeme neue Mehrwerte schaffen. Zusätzlich gibt es über 50 Vorträge und Diskussionsrunden im Veranstaltungsbereich des Messestandes, der sich dieses Jahr in vier Bereiche gliedert: „Produktlebenszyklus-Intelligenz neu definiert“, „KI-gestützte Fabriken betreiben“, „Menschen-Agenten-Teams ermöglichen“ und „Agentische Lieferketten orchestrieren“.

Eine repräsentative TechConsult-Umfrage im Auftrag von Microsoft zur Hannover Messe zeigt: Die deutsche Industrie ist bei künstlicher Intelligenz gut aufgestellt. Agnes Heftberger, Geschäftsführerin von Microsoft Deutschland, sagt: „Die Industrie ist Deutschlands Hoffnungsträger für das KI-Zeitalter: Ihre einzigartigen Maschinendaten können der Wachstumstreiber der nächsten Dekade sein. Deutsche Unternehmen sind bei industrieller KI dynamischer als ihr Ruf. Fast drei Viertel der Unternehmen halten bei den rasanten KI-Entwicklungen gut mit und knapp die Hälfte setzt bereits KI-Agenten ein. Auf der Hannover Messe zeigen wir, wie wir das KI-Wachstumspotenzial mit unseren Industriepartnern gemeinsam zur Entfaltung bringen – und die Industrie zum digitalen Wohlstandsmotor machen.“

Messeneuigkeiten: 3D-Simulation mit NVIDIA in der Datenanalyse und Fabrikanlagen mit lokaler KI

Microsoft präsentiert diese Neuigkeiten auf der Messe:

  • Microsoft und NVIDIA arbeiten zusammen an der nächsten Generation physischer KI, indem sie NVIDIA-Omniverse-Bibliotheken in die zentrale Daten- und Analyseplattform Microsoft Fabric integrieren. Durch diese Kombination von Echtzeitdaten, KI und virtueller 3D-Simulation in einer Umgebung können Unternehmen ihre Entwürfe schneller und mit größerer Sicherheit weiterentwickeln. Sie können beispielsweise neue Maschinendesigns bereits virtuell mit präzisen physikalischen und Live-Daten optimieren, bevor überhaupt etwas gebaut wird. Dadurch sind weniger kostspielige physische Prototypen nötig und die Markteinführung beschleunigt sich.
  • Durch Foundry Local auf Azure Local können Fertigungsunternehmen ihre KI-Modelle, einschließlich jener aus dem Foundry-Modellkatalog, direkt auf Fabrikanlagen oder lokalen Servern bereitstellen und ausführen. Dieser Microsoft-Ansatz für industrielle Edge-KI ermöglicht Anwendungsfälle, die extrem niedrige Latenz, lokale Datenverarbeitung oder Offline-Betrieb erfordern – und erfüllt damit gestiegene Anforderungen an Kontrolle und Souveränität, die Industrie-Unternehmen vermehrt stellen. Die Lösung unterstützt die schnelle Bildverarbeitungs-Inferenz für Qualitätsprüfungen, Anomalie-Erkennung und vorausschauende Wartung in Echtzeit, ohne dass eine ständige Cloud-Verbindung nötig ist.
  • Der Procurement Agent in Dynamics 365 Supply Chain Management startet zur Hannover Messe in die Public Preview. Er unterstützt Teams bei der Kommunikation mit Lieferanten und dem Umgang mit Ausnahmesituationen sowie der Bewertung von Auswirkungen auf nachgelagerte Prozesse und dem Einbinden von relevanten Personen in den Prüfprozess. So hilft er Unternehmen, von einer reaktiven Vorgehensweise zu einer proaktiven Steuerung ihrer Lieferketten überzugehen.
  • Die aktualisierte Version von Azure IoT Operations vereinfacht das Management von OT-Daten – jetzt mit No-Code-Pipelines, nahtloser Geräteverwaltung von der Cloud bis zum Edge und direkter Unterstützung für MQTT-Broker von Drittanbietern sowie Litmus-Edge-Gateways.
  • Updates für Azure IoT Hub und die Firmware-Analyse mit Azure Arc erleichtern Industrieunternehmen die sichere Verwaltung und Aktualisierung großer Gerätegruppen. Das gelingt durch ein einheitliches Azure-Sicherheits- und Zertifikatsmanagement über die Integration in Azure Device Registry.
  • Fertigungsunternehmen können den Researcher in Microsoft 365 Copilot jetzt direkt in Dynamics 365 Field Service nutzen. Unterstützt durch WorkIQ lassen sich Signale aus Arbeitsaufträgen, Serviceverlauf, Teileverfügbarkeit und dem Microsoft-365-Kontext zusammenführen, um Probleme schneller zu untersuchen und sachkundige Maßnahmen zu ergreifen.

Neue Umfrage: Deutsche Industrie zeigt sich bei KI selbstbewusst

Die deutsche Industrie zeigt sich bemerkenswert selbstbewusst, was ihre Fortschritte bei der Anwendung von KI betrifft: Fast drei Viertel (74 Prozent) der befragten IT-Entscheiderinnen und -Entscheider aus deutschen Industrie-Unternehmen bescheinigen ihrer Firma, bei dem rasanten Tempo der KI-Transformation mithalten zu können. Das ist das wichtigste Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Techconsult, die Microsoft im März 2026 durchführen ließ.

Fast 45 Prozent der Industrie-Unternehmen setzen KI-Agenten bereits in mindestens einem Geschäftsprozess ein, zeigt die Umfrage. Besonders häufig geschieht das in Kundendienst (36 Prozent), IT (31 Prozent), Produktion (29 Prozent), Verwaltung (28 Prozent) in Marketing und Kommunikation (26 Prozent). Als entscheidende Erfolgsfaktoren für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Industrie nennen die meisten Befragten eine große Innovationskraft (42 Prozent), den Einsatz der besten KI-Technologie (40 Prozent) und die Fähigkeit, wettbewerbsfähige Produkte zu entwickeln (27 Prozent).

„Wer weltweit erfolgreich sein will, muss erfinden, was die Welt haben möchte. Deutschland gewinnt das KI-Rennen nicht damit, bestehende Lösungen nachzubauen. Die deutschen Unternehmen haben das verstanden und setzen den richtigen Fokus“, so Agnes Heftberger. „Kunden und Partner wie ABB, Arras, Bosch, Krones, Schneider Electric, Siemens und TK Elevator liefern auf der Hannover Messe den Beweis, dass KI ihre Unternehmen handlungsfähig, wettbewerbsfähig und zukunftsfähig macht.“

Der Blick auf die nächste Technologiewelle fällt ebenfalls zuversichtlich aus: Mehr als die Hälfte der befragten Personen (53 Prozent) sieht die deutsche Industrie auch beim Thema humanoide Roboter gut aufgestellt, 13 Prozent sehen sie sogar in einer führenden Position. Persönlich stehen sie der KI-Entwicklung offen gegenüber – fast die Hälfte (49 Prozent) erwartet durch KI neue berufliche Chancen, während nur neun Prozent die Sorge haben, durch KI ersetzt zu werden.

Highlights des Microsoft-Standes: Fabrik der Zukunft, Krones, TK Elevator und ABB

Mit seinem Messestand bietet Microsoft auch eine Bühne für die Innovationen seiner Industriekunden und Partnerunternehmen. Das sind die interessantesten Beispiele:

Die „Factory of the Future“-Demo zeigt, wie Adaptive Cloud, Edge-Intelligenz und physische KI in einer echten Fertigungsumgebung zusammenarbeiten. In Zusammenarbeit mit Hexagon, Siemens, NVIDIA, KUKA und anderen Unternehmen führt Microsoft ein durchgängiges Szenario vor: KI-gestütztes Produktdesign und Manufacturing mit Siemens‘ Designcenter X NX auf Azure werden in der Simulation geprüft und anschließend in einer echten Fertigungszelle umgesetzt. Dabei fließen Telemetriedaten in Echtzeit über Azure IoT Operations am Edge in Microsoft Fabric, wo KI-Agenten Betriebssignale auswerten, um Probleme früh zu erkennen und notwendige Maßnahmen zu unterstützen.

Der Maschinenbauer Krones präsentiert, wie er sich durch KI neu ausrichtet: vom Verkauf von Abfüllanlagen zu „Bottle-as-a-Service“. Er hat eine KI-basierte Flüssigkeitssimulation in den digitalen Zwilling einer Abfüllanlage integriert und kombiniert sie mit einem Multi-Agenten-System, wodurch sich komplexe Simulationen per natürlicher Sprache erstellen lassen. Die Simulationszeit sinkt von vier Stunden auf unter fünf Minuten, denn Maschinenparameter lassen sich virtuell optimieren und schnell für verschiedenste Kunden anpassen.

TK Elevator (TKE) stellt auf dem Microsoft-Stand seine EOX- und HELIX-Fahrstühle vor, deren KI- und IoT-Funktionen auf seiner MAX-on-Azure-Plattform laufen. Azure Databricks unterstützt die einheitliche Datenanalyse, sorgt für Data Governance und ermöglicht skalierbare KI Workflows. Neue spezialisierte KI-Agenten verbessern den Service für die Fahrstühle von TKE: Vor einem Service-Einsatz erstellen sie kontextbezogene Briefings und danach erfassen sie die Erkenntnisse, um das neue Wissen der Service-Teams in unternehmensweites Know-how zu überführen.

ABB führt seine industrielle KI-Plattform Genix vor, die auf Microsoft Azure läuft: Sie analysiert kontinuierlich Anlagen- und Sensordaten, um Erkenntnisse und Empfehlungen in Echtzeit zu liefern. Genix ermöglicht die KI-gestützte Optimierung von Produktionsprozessen in kürzester Zeit, indem beispielsweise Parameter automatisch angepasst werden. Die Integration von generativer und agentischer KI liefert automatisiert auch Maßnahmen, wobei Menschen bei allen wichtigen Entscheidungen eingebunden bleiben.

Microsoft-Partner: Ausgewählte Neuigkeiten zur Hannover Messe

Neben Microsoft nutzen auch Partner die Hannover Messe zu Ankündigung von Neuheiten, die sie gemeinsam mit Microsoft entwickelt haben:

  • ABB wird erweiterte KI-Fähigkeiten für seine digitalen Lösungen für industrielle Geräte ankündigen. Dazu gehört auch die Integration von Copilot- und agentischen KI-Fähigkeiten, die mit Microsoft Foundry gebaut wurden, in My Measurement Assistant+ und Genix Datalyzer. Die neuen KI-Funktionen dienen zur Verbesserung der täglichen Arbeitsabläufe und unterstützen Wartungsteams dabei, von der reaktiven Fehlerbehebung zu stärker vorausschauenden und datengestützten Vorgehensweisen überzugehen.
  • Aras kündigt einen KI-Agenten für Stücklisten an, der zusammen mit SICK vorgestellt wird und auf KI-Diensten von Microsoft Azure basiert. Er unterstützt Fertigungsunternehmen bei der Standardisierung und Verwaltung komplexer, nach Kundenwunsch konfigurierter Produktstrukturen mithilfe einer gesteuerten Zusammenarbeit von Mensch und KI.
  • Bosch baut seine „Manufacturing Co-Intelligence“-Plattform aus, die Microsoft-Technologien nutzt, um die Produktion durch agentenbasierte künstliche Intelligenz noch effizienter zu machen.
  • TK Elevator gibt bekannt, wie sie agentenbasierte KI in den Aufzugsservice bringen: Durch den Einsatz von KI und Agenten, die auf Microsoft Azure laufen, sowie von Azure Databricks und der digitalen MAX-Plattform von TKE werden die Verfügbarkeit und der Wartungsbetrieb verbessert.
  • Schneider Electric kündigt fortgeschrittene KI-Agenten-Funktionen für die Fertigungsindustrie an, darunter einen Industrial Copilot, der mit Azure-KI betrieben wird und mit ihrer Automatisierungsplattform verknüpft ist.
  • Siemens bringt den Eigen Engineering Agent auf den Markt und macht ihn weltweit verfügbar. Der KI-gestützte Assistent für das TIA Portal nutzt Microsoft’s Cloud- und KI-Dienste und unterstützt dabei, die Effizienz in der industriellen Softwareentwicklung zu steigern, repetitive Aufgaben zu reduzieren und KI-basierte Automatisierung nahtlos in den Arbeitsalltag zu integrieren. Der Eigen Engineering Agent übernimmt eigenständig zeitintensive Engineering-Aufgaben – zum Beispiel bei der Generierung von komplexem Automatisierungscode für speicherprogrammierbare Steuerungen, der Konfiguration von Geräten oder der Erstellung von HMI-Visualisierungen.

Ein umfangreiches Konferenzprogramm

Zur Hannover Messe gehört ein umfangreiches Konferenzprogramm. Ein Highlight ist die Keynote von Deb Cupp, Executive Vice President und Chief Revenue Officer, Microsoft Global Enterprise Sales (Center Stage, Halle 25) zum Thema Return on Intelligence: Next Frontier of Manufacturing” am 20. April um 14 Uhr. Zudem empfehlen wir besonders die folgenden Termine:

Weitere Informationen

Über Microsoft

Die Microsoft Deutschland GmbH wurde im Jahr 1983 als Niederlassung der Microsoft Corporation (Redmond, U.S.A.) gegründet. In Deutschland beschäftigen wir über 3.000 Mitarbeiter*innen an unseren sieben Standorten Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart und Walldorf. Gemeinsam mit unseren 30.000 Partnern in Deutschland unterstützen wir Unternehmen durch innovative Lösungen für die intelligente Cloud und das Intelligent Edge, damit sie erfolgreich für die digitale Transformation aufgestellt sind. Daneben ist Microsoft ein weltweit führender Anbieter in vielen weiteren Bereichen wie produktive Softwarelösungen, IT-Sicherheit, innovative Hardware und Entwicklungsplattformen, die auch auf der Open-Source Technologie basieren. Wir vernetzen zudem mit unserem Karriere-Netzwerk LinkedIn mehr als 950 Millionen Menschen weltweit. Mit Xbox und dem Game Pass ermöglichen wir ein plattformübergreifendes Spielerlebnis. Darüber hinaus engagiert sich Microsoft gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in vielfältigen Initiativen und Projekten, damit alle Menschen am Fortschritt der digitalen Gesellschaft teilhaben können.

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