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Bereit für die Cloud: Nahversorger MPreis im digitalen Wandel

Wir tun es fast täglich: Lebensmittel einkaufen. Für Konsumenten scheint der Lebensmitteleinkauf fast unverändert, aber der digitale Wandel hat auch den österreichischen Lebensmittelhandel über die vergangenen Jahre stark bewegt, seien es digitale Kassensysteme, E-Ink Preisschilder oder auch Veränderungen im Hintergrund, wie zum Beispiel die Migration in die Cloud, Veränderungen in Logistik und Warenwirtschaft. In den kommenden Jahren werden auch Kunden den Wandel erleben, wie zum Beispiel durch verstärkte Online-Shopping Angebote. Tiroler Nahversorger und Supermarktkette MPreis geht den digitalen Wandel proaktiv an und macht sich cloud-ready. Wie blickt das Unternehmen in diese Zukunft?

Was Ende 2015 als eine Idee eines überschaubaren IT Updates begann, hat sich seitdem zu einem umfassenden Cloud-Strategie-Projekt gemeinsam mit KPMG zur Entwicklung der IT- und Cloud-Strategie bei MPreis entwickelt. Basis der Entscheidungen bildete ein Cloud Ready Software Asset Management Prozess.

Alles begann mit dem Wunsch, die Produktivitätstools im Unternehmen zu erneuern: „Es ging mit Lotus Notes einfach nichts mehr weiter“, sagt Jerome Baur, IT Einkäufer bei MPreis. „Lotus Notes war nicht mehr so modern, wie wir uns das gewünscht hätten. Office 2003 wirkte ebenfalls veraltet.“

Letztendlich hat sich MPreis für Microsoft Office 365 entschieden. „Und wir haben uns damit auch gleich für Outlook entschieden. Es machte keinen Sinn mehr, auf Lotus Notes zu bleiben“, so Baur. „Office 365 ist einfach in den vergangenen Jahren an anderen Lösungen vorbeigezogen und die Verfügbarkeit über die Cloud ist ein großer Vorteil.“

Cloud Ready Software Asset Management: MPreis am Weg in die Cloud
Neben dem Wechsel zu einer cloudbasierten Produktivitätslösung wurde auch die Migration von anderen Bereichen in die Cloud immer mehr Thema. „Die Migration in die Cloud bedeutet natürlich auch intern Überzeugungsarbeit. Die IT-Abteilung hat hier den Unternehmensvorstand auch über einige Zeit aufmerksam gemacht, wie und wo die Cloud uns unterstützen könnte, technische Herausforderungen besser zu meistern“, erklärt Baur. „Die Cloud war also als Gedanke da, aber es waren viele Fragen offen.“

Das Beratungshaus KPMG hat MPreis in dieser Phase angeraten, gemeinsam mit Microsoft einen Cloud Ready Software Asset Management (SAM) Prozess zu starten: Dabei wird gemeinsam erhoben, welche Software Infrastruktur, Daten und Ressourcen im Unternehmen vorhanden sind, wie es um deren Sicherheit steht, ob richtig lizenziert wurde und wie bereit das Unternehmen für eine Migration in die Cloud wäre. „KPMG und Microsoft haben uns auf Themen aufmerksam gemacht, die wir alleine nicht bedacht hätten. Cloud Ready SAM war die ideale Vorbereitung – die Vorteile für eine Migration lagen durch Cloud Ready SAM dann besser auf der Hand“, meint Baur.

Eine der zentralen Erkenntnisse betraf die Lizenzierungen: An manchen Stellen war das Unternehmen zu hoch lizenziert, an anderen Stellen zu gering. Zudem hatten einige User zu viele Berechtigungen, was langfristig sicherheitsrelevant werden könnte. „Durch Cloud Ready SAM sind wir nun richtig und konform lizenziert und im Endeffekt haben wir Geld gespart. Neben der Kostenoptimierung war der Hauptgewinn die Sicherheit als entscheidender Faktor für die Migration in die Cloud. Wir wussten durch das Cloud Ready SAM genau, was wir richtig und was wir falsch machen.“

Aktuell testet MPreis, welche Daten und Prozesse des Unternehmens in die Cloud verlagert werden.

„Man muss experimentieren“
MPreis sieht Tests und Experimentieren als notwendige Elemente für den Fortschritt und die Entwicklung des Unternehmens.

„Wir haben bereits vor über 12 Jahren mit Self-Scanning Kassen experimentiert“, so Jerome Baur. „Letzten Endes war das Feedback der Kunden aber nicht zufriedenstellend, deswegen hatten wir dieses Projekt vorerst gestoppt. Die Menschen waren damals noch nicht so weit. Aber: Es bleibt wichtig, dass man experimentiert. Und klar, wenn man etwas ausprobiert, dann kann es immer Dinge geben, die nicht rund laufen. Aber stehen zu bleiben, hieße von anderen überholt zu werden und das ist das denkbar Schlechteste. Wir wollen in der Digitalisierung vorne mit dabei sein.“

So arbeitet MPreis seit Anfang 2016 auch am Ausbau seines Online-Shops und bietet diesen aktuell in mehreren Gebieten an: „Es gibt zunehmenden Zuspruch und Bedarf von Kunden. Online-Shopping bietet einfach sehr große Vorteile für unsere Kundinnen und Kunden – speziell für berufstätige, alte oder alleinerziehende Menschen. Unsere Waren werden ihnen nach Bestellung frisch noch am selben Tag nach Hause geliefert. Die Abwicklung erfolgt über die lokale Filiale. Uns ist auch in Zukunft wichtig, zentraler Nahversorger in unseren Regionen zu bleiben. Unabhängig von den technologischen Veränderungen“, so Baur abschließend.