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COVID-19: So unterstützt Microsoft

refugees{code}: Geflüchtete suchen Jobs, Unternehmen suchen Programmierer

https://www.youtube.com/watch?v=OvB6LPEYzm4&feature=youtu.be

Es ist der Herbst des Jahres 2015. Der Bürgerkrieg in Syrien und der Terror des islamischen Staates in Afghanistan, Pakistan und dem Irak, bewegt 1,3 Millionen Menschen dazu ihre Heimat zu verlassen und in Europa Asyl zu beantragen. 88.000 Asylanträge werden damals in Österreich gestellt. Heute gut zweieinhalb Jahre später verzeichnet Österreich nur rund ein Viertel der Asylanträge von damals. Doch die Frage nach der Integration wird intensiv diskutiert – eine allgemein gültige Handlungsempfehlung scheint es nicht zu geben.

Coding für bessere Integration
Aber es gibt Initiativen wie jene von Stefan Steinberger. Gemeinsam mit Daniela Wolf und Alexander Hartveld hat der Wiener 2016 die NGO refugees{code} gegründet. „Geflüchtete suchen Jobs und Unternehmen suchen Programmierer“, so Stefan Steinberger über die grundsätzliche Idee von refugees{code}. In Workshops vermittelt das Team Asylbewerbern Coding Skills, um sie so fit für den österreichischen Arbeitsmarkt machen. „Neben dem Programmieren vermitteln wir unseren Teilnehmer*innen aber auch Soft-Skills, um sie mit den kulturellen Gegebenheiten in Österreich vertraut zu machen“, so Steinberger.

© Daniel Willinger | Optical Engineers

Eine Woche Coding bei Microsoft
Bei der Ausbildung der Geflüchteten wird refugees{code} auch mit praktischen Know-how von Microsoft unterstützt. Im Zuge einer intensiven Projektwoche hat Microsoft Österreich seine Tore für das refugees{code} Programm geöffnet. In zahlreichen Produkttrainings und Codings Work-Shops wurde den Teilnehmer*innen fundierte Programmier-Kenntnisse aus der Welt von Microsoft vermittelt. „Auch uns bei Microsoft Österreich hat die Flüchtlingsbewegung aus dem Jahr 2015 berührt“, so Dorothee Ritz, General Manager bei Microsoft Österreich. „Neben unserem fachlichen Know-how wollen wir deshalb auch unser ausgezeichnetes Netzwerk an über 5000 Partnerunternehmen mit den Trainees teilen“. Daher stand ein Nachmittag fest im Zeichen der Partner: Rund 20 Partnerunternehmen aus ganz Österreich waren eingeladen in einer Talent-Session die Potenziale der Kursteilnehmer*innen genau unter die Lupe zu nehmen. Die Teilnehmer haben ihre Coding-Projekte präsentiert und sind anschließend in einer Art Speed-Dating auf potenzielle Arbeitgeber von morgen getroffen. „Es war toll zu sehen, mit welchem Engagement und welcher Begeisterung beide Seiten diese Chance nutzten und Lebensläufe austauschten“, so Ritz.
Microsoft unterstützte im Jahr 2017 über 500 gemeinnützige Organisation mit IT-Spenden im Wert von über 3 Mio Euro. „Wir wollen aber nicht nur mit

© Daniel Willinger | Optical Engineers

Softwarespenden unterstützen, sondern auch mit echter Women- und Menpower unseren riesigen Erfahrungsschatz weitergeben“, begründet Ritz das Microsoft-Engagement in diesem Bereich.

Meilenstein: Woche bei Microsoft
Derzeit haben wir 20 Personen in unseren Kursen“, erzählt Gründer Stefan Steinberger. Mittlerweile hat es das Trio es in die Forbes-Liste der dreißig spannendsten Persönlichkeiten unter 30 in der Kategorie “soziale Unternehmer” geschafft. “Unser klares Ziel ist die Jobvermittlung“, sagt Steinberger. Daher nehmen an dem Programm derzeit nur Personen mit einer aufrechten Arbeitserlaubnis teil. „Bisher haben wir vier Teilnehmer*innen zu einem Job verhelfen können“, sagt Steinberger. Die Woche bei Microsoft Österreich sei ein Meilenstein in der Entwicklung der noch jungen Organisation. Steinberger zeigt sich zuversichtlich, dass nach Abschluss dieser Woche viele weitere Jobs verhelfen werden.

Die Zukunft: Eine Programmierschule

© Daniel Willinger | Optical Engineers

Die digitale Transformation verändert natürlich auch den Arbeitsmarkt. Was sich jedoch vorhersagen lässt: Programmierer werden auch in Zukunft noch stärker benötigt als heute schon. Der refugees{code} Gründer hat daher bereits genaue Vorstellungen wie es weitergehen soll: „Wir wollen die erste Programmierschule Österreichs gründen und dabei auch gezielt Österreicher*innen ansprechen – das hilft nicht nur den Teilnehmer*innen sondern den Unternehmen und somit auch dem Wirtschaftsstandort.“ Ziel ist es, eine 12-monatige Programmierausbildung anzubieten, die als Ziel die (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt hat – sowohl für geflüchtete als auch für Österreicher*innen, wie Steinberger betont. Neben der kurzen Laufzeit soll es ein weiteres Alleinstellungsmerkmal geben – „wir wollen möglichst vielen Personen zu Jobs verhelfen“, so Steinberger abschließend. Dabei unterstützen sollen Unternehmen wie Microsoft und seine über 5.000 Partnerunternehmen.