Fünf Tipps, wie Führungskräfte ihre Teams vor Stress schützen können

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Fast die Hälfte (41 %) der Angestellten weltweit denkt über eine größere berufliche Veränderung innerhalb des nächsten Jahres nach. Das geht aus dem aktuellen Bericht zum Work Trend Index von Microsoft hervor. Die Studie beruht auf exklusiven Umfrageergebnissen von 30.000 Führungskräften und Beschäftigten weltweit sowie anonymisierten Trends aus Microsoft 365 und LinkedIn.

Führungskräfte trifft der Stress der Pandemie nicht so stark

In den vergangenen 18 Monaten waren viele Menschen mit dem Stress konfrontiert, den das Erleben einer weltweiten Pandemie mit sich bringt. Sie machen sich Sorgen um das Wohlergehen ihrer Angehörigen und darüber, Arbeit, Schule und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Sie durchleben Gefühle von Isolation und Einsamkeit. Aber auch die Arbeitsbelastung der Menschen war eine Herausforderung: Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer*innen (54 %) gab an, sich überlastet zu fühlen. Besprechungen, E-Mails, Telefonate – all das hat drastisch zugenommen, seit remote und hybride Arbeitsformen zur Norm geworden sind.

Führungskräfte und Entscheider*innen geht es jedoch weitaus besser. Tatsächlich sagen 61 %, dass es ihnen „gut geht“ – 23 Prozentpunkte mehr als denjenigen ohne Entscheidungsbefugnis. Die Studie legt nahe, dass dies wahrscheinlich auf zahlreiche Faktoren zurückzuführen ist, etwa darauf, dass leitende Angestellte häufig über größere berufliche Netzwerke verfügen, aus denen sie Unterstützung erhalten und mehr Urlaub nehmen können.

Da gerade in vielen Teilen der Welt Sommer ist, gibt es ein paar einfache Maßnahmen, die Teamleiter*innen ergreifen können, um ihren Mitarbeitenden dabei zu helfen, sich zu erholen und wieder zu motivieren.

1. Aktiv dazu ermutigen, sich eine Auszeit zu nehmen.

Führungskräfte sollten ihre Mitarbeitenden nicht nur ermutigen, ihren Urlaub zu nutzen, sondern ihnen auch klar machen, dass dies eine Gelegenheit ist, wirklich von der Arbeit abzuschalten. Dabei sollten sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen, sich eine Auszeit nehmen und dem Team mitteilen, dass man während dieser Zeit offline bleiben möchte. Das sollte von Entscheider*innen aktiv an Mitarbeitenden kommuniziert und genauso konsequent auch umgesetzt werden. Das gibt dem Team die Ermutigung das Gleiche zu tun.

2. Auszeiten nutzen, um über den eigenen Führungsstil nachzudenken.

Es liegt auf der Hand, dass sich die Menschen sehr überfordert fühlen. Führungskräfte, die das Wohlbefinden der Mitarbeitenden und nicht ihre Produktivität in den Vordergrund stellen, werden auf dem Weg in eine hybride Arbeitswelt besser aufgestellt sein. Diese Art der empathischen Führung ist für viele Mitglieder der Leitungsebene vielleicht neu. Sie lässt sich jedoch mit einfachen, konkreten Maßnahmen umsetzen, zum Beispiel indem man jedes Gespräch damit beginnt, die Mitarbeitenden zu fragen, wie es ihnen geht – oder besser noch, wie es ihnen gelingt, eine ausgewogene Balance in ihrem Leben zu halten. Es kann eine große Hilfe sein, tatsächlich eine Liste anzufertigen. Auch ein flexibler Ansatz ist wichtiger denn je. Wenn man Mitarbeitenden die Möglichkeit gibt, den Arbeitstag nicht starr zu gestalten, sondern sich Zeit für Spaziergänge, Kinderbetreuung und Fitness zu nehmen, kann dies dazu beitragen, dass sie wieder ein Gefühl der Ausgeglichenheit entwickeln.

3. Weiterbildung für mehr Wohlbefinden.

Ist der Sommer im Unternehmen eine eher ruhige Zeit, ist dies eine gute Gelegenheit, das Team zu ermutigen, Lern- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu nutzen. Führungskräfte sollten ihr Team über Schulungen informieren, die sie für wertvoll erachten – insbesondere über Fähigkeiten, die zum Schutz und zur Erhaltung des psychischen Wohlbefindens beitragen. Es gibt einige spannende Inhalte auf LinkedIn Learning, einschließlich Trainings zum Aufbau von Resilienz.

4. Datengetriebene Tools können Mitarbeitende bestärken, auf sich zu achten.

Tools wie Office 365 und Viva helfen den Mitarbeitenden, in Verbindung zu bleiben und bieten fundierte Erkenntnisse, damit sie abschalten und sich auf ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und ihre persönlichen Prioritäten konzentrieren können. Führungskräfte sollten ihre Mitarbeitenden daran erinnern, die Möglichkeiten dieser Tools tatsächlich auch zu nutzen.

5. Transparente Kommunikation zur Rückkehr ins Büro.

Kein Unternehmen hat alle richtigen Antworten, wenn es darum geht, ein ideales hybrides Arbeitsumfeld zu schaffen. Führungskräfte sollten sicherstellen, dass die Mitarbeitenden nicht nur über die Beschlüsse der Leitungsebene und des HR-Teams informiert sind, sondern auch darüber, wie diese Entscheidungen getroffen werden – und deutlich machen, wie das Unternehmen dabei auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden eingeht. In diesem Sommer wird sich jede*r Arbeitnehmer*in mit dem Thema befassen – eine offene, klare Kommunikation wird also enorm dazu beitragen, mögliche Bedenken zu zerstreuen.

Weitere Erkenntnisse aus dem Work Trend Index gibt es hier, sowie einen Leitfaden für den Umgang mit hybrider Arbeit unter: „Hybride Arbeit: A Guide for Business Leaders„.

 


Ein Beitrag von Claudia Hartwich
Senior Director Human Resources

Claudia Hartwich

 

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