Microsoft Security Intelligence Report Nr. 23: Hacker bevorzugen einfache Angriffsmöglichkeiten wie Phising

Microsoft Security Intelligence Report volume 23

Der 23. Microsoft Security Intelligence Report (SIR) zeigt, dass Angreifer zunehmend nach einfachen Wegen für ihre Angriffe auf IT-Infrastrukturen, Firmennetze und Rechner suchen. Dazu gehört das Social Engineering: Hacker versuchen Zugang zu vertraulichen Daten, Geräten oder Netzwerken über den persönlichen Kontakt zu bekommen. Erfolgt diese Manipulation per E-Mail oder Telefon spricht man vom Phishing. Phishing war im zweiten Halbjahr 2017 die häufigste Bedrohung in der E-Mail-Kommunikation über Office 365 mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent. Aufwändigere Methoden wie das Umgehen von Sicherheitsmaßnahmen, etwa über Trojaner, fallen dagegen mit nur drei Prozent Anteil weniger ins Gewicht.

Die wichtigsten Erkenntnisse des Reports:

  • Phishing hat in der zweiten Jahreshälfte 2017 die größte Bedrohung für die E-Mail-Kommunikation über Office 365 dargestellt. Ebenso sind schlecht gesicherte Cloud-Apps ein einfaches Ziel für Angreifer: Bei 79 Prozent der SaaS-Speicher-Applikationen und bei 86 Prozent der SaaS-Kollaborations-Anwendungen werden Daten während der Übertragung und im Ruhezustand nicht verschlüsselt.
  • Automatisierte Schadprogramme wie Botnets bedrohen nach wie vor Millionen von Rechnern weltweit. Die Programme ermöglichen es den Angreifern, Computer mit Malware zu infizieren. Cyberkriminelle nutzen Botnets mit dem Ziel, Infrastrukturen aus infizierten Rechnern aufzubauen, über die sie sensible Daten ausspähen und erpressen können.
  • Ransomeware hat im Jahr 2017 verschiedene Netzwerke attackiert und ist weiterhin eine Gefahr. Bei dieser Methode versuchen Cyberkriminelle Rechner, Geräte oder Dateien zu sperren, um ihre Opfer anschließend zu erpressen. Zur Familie der Ransomware gehören WannaCrypt, Petya/NotPetya und BadRabbit.

„Der Security Intelligence Report zeigt einmal mehr den Wert intelligenter und integrierter Sicherheitsmechanismen“, sagt Michael Kranawetter, National Security Officer bei Microsoft Deutschland. „Moderne Schutzmaßnahmen wie biometrische Multifaktor-Authentifizierung oder cloudbasierte Security Intelligence Lösungen wie Windows Defender Advanced Threat Protection (ATP) oder Azure Security Center bieten Unternehmen konkrete Werkzeuge für ihre Sicherheitsverwaltung.“

Der Report basiert auf zwischen Februar 2017 und Januar 2018 erhobenen Daten aus Unternehmensnetzwerken und Cloud-Diensten, darunter Windows, Bing, Office 365 und Azure. Für seine Analysen scannt Microsoft monatlich rund 400 Milliarden E-Mails, verarbeitet 450 Milliarden Authentifizierungen und analysiert rund 18 Milliarden Webseiten sowie mehr als 1,2 Milliarden Geräte nach potenziellen Bedrohungen und Angriffsversuchen. Bei der Auswertung werden nur solche Computer berücksichtigt, die Sicherheitslösungen von Microsoft zur Echtzeit-Überwachung nutzen und deren Administratoren oder Benutzer sich für die Bereitstellung von Daten an Microsoft einverstanden erklärt haben.

Zu jedem der im SIR beschriebenen Bedrohungsszenarien liefert der Report auch Tipps und Hinweise, wie man sich vor solchen Angriffen schützen kann und welche Microsoft-Technologien sowie Sicherheitsprodukte von Microsoft-Partnern dabei helfen.

Weitere Informationen erhalten Sie im SIR-Webcast am 10. April 2018.

Weitere Informationen:

 

Microsoft Deutschland GmbH
Die Microsoft Deutschland GmbH ist die 1983 gegründete Tochtergesellschaft der Microsoft Corporation/Redmond, U.S.A., des weltweit führenden Herstellers von Standardsoftware, Services und Lösungen mit 89,95 Mrd. US-Dollar Umsatz (Geschäftsjahr 2017; 30. Juni 2017). Der Netto-Gewinn im Fiskaljahr 2017 betrug 21,2 Mrd. US-Dollar. Neben der Firmenzentrale in München Schwabing ist die Microsoft Deutschland GmbH bundesweit mit sechs Regionalbüros vertreten und beschäftigt rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Verbund mit rund 30.000 Partnerunternehmen betreut sie Firmen aller Branchen und Größen. Das Advanced Technology Labs Europe (ATLE) in München hat Forschungsschwerpunkte in IT-Sicherheit, Datenschutz, Mobilität, mobile Anwendungen und Web-Services.

Ansprechpartner Microsoft
Anika Klauß
Communications Manager Microsoft Cloud Platform & Business Applications, (Industrial) IoT & Security
E-Mail: [email protected]
Twitter: @an_kl

Ansprechpartner PR-Agentur Faktor 3 AG
Jens Schleife
Kattunbleiche 35
D-22041 Hamburg
Telefon: +49 40 67 94 46 6127
E-Mail: [email protected]

Weitere Infos zu diesem Thema

29. Februar 2024
Microsoft führt Copilot for Finance ein – den neuesten Copilot für Microsoft 365, um das moderne Finanzwesen zu transformieren

Heute kündigt Microsoft die öffentliche Vorschau von an, der neuesten rollenbasierten Erweiterung von Microsoft Copilot für Microsoft 365. Das Add-on soll die tägliche Arbeit von Finanzteams transformieren. Copilot for Finance ergänzt Copilot for Sales und Copilot for Service, die jetzt allgemein verfügbar sind. Diese Tools bieten KI-gestützte, rollenspezifische Workflow-Automatisierung, Empfehlungen sowie geführte Aktionen im Arbeitsablauf.

15. Februar 2024
Fit für das KI-Zeitalter: Microsoft investiert 3,2 Milliarden Euro, um KI-Infrastruktur und Cloud-Kapazitäten in Deutschland mehr als zu verdoppeln sowie Fachkräfte zu qualifizieren

Microsoft hat heute die größte Investition seiner 40-jährigen Geschichte in Deutschland angekündigt, um die Möglichkeiten und den Nutzen von künstlicher Intelligenz (KI) in der Bundesrepublik beschleunigt voranzubringen. Microsoft wird seine Rechenzentren für Cloud- und KI-Anwendungen ausbauen sowie bis Ende 2025 mehr als 1,2 Millionen Menschen im Bereich digitale Kompetenzen weiterbilden.