Initiative Digitaler Bildungspakt fordert nationalen Aktionsplan und nachhaltiges Investitionsprogramm für digitale Bildung

Digitaler Bildungspakt: Webseite

Der von Microsoft initiierte Digitale Bildungspakt stellt heute in Berlin politische Handlungsempfehlungen vor, die den Strategieprozess zur digitalen Bildung von Bund und Ländern unterstützen sollen. Auf der Konferenz für Lehren und Lernen in der digitalen Welt fordert die Initiative einen „nationalen Aktionsplan für digitale Bildung“, in den neben der Politik auch Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft einbezogen werden. Notwendig sei außerdem ein nachhaltiges Investitionsprogramm, das die Kooperationsmöglichkeiten von Bund, Ländern und Kommunen voll ausschöpft. Mit diesen und weiteren Empfehlungen wollen die Partner des Digitalen Bildungspaktes – Wissenschaftler, Unternehmer, Bildungs-experten, und kommunale Entscheider – Chancengerechtigkeit und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland sichern.

„2016 markiert eine Zeitenwende. Mit der Ankündigung der digitalen Bildungsoffensive hat die Bundesregierung einen wichtigen Schritt getan. Quer durch die Gesellschaft herrscht endlich Einigkeit darüber, dass wir mehr digitale Bildung brauchen. Jetzt gehören alle Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an einen Tisch, um diese Hausaufgabe zu lösen“, sagt Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Bereits Ende 2015 hat Microsoft einen Digitalen Bildungspakt initiiert, um die gesellschaftliche Diskussion voran zu treiben. Wissenschaftler, Bildungsexperten, Unternehmer und kommunale Entscheider haben dabei gemeinsam an wichtigen Fragen gearbeitet: Wie bereiten wir Schüler bestmöglich auf die digitale Wissensgesellschaft vor? Welche Qualifikationen braucht die digitale Arbeitswelt? Welche digitalen Kompetenzen sichern die Chancengerechtigkeit? Die Antworten sind ein Kompendium eingeflossen, das die Partner der Initiative heute in Berlin vorstellen.

Medienkompetenz so früh wie möglich vermitteln
Im Zentrum steht die Forderung nach einem nationalen Aktionsplan, in den Vertreter aller gesellschaftlichen Interessengruppen eingebunden werden, sowie ein nachhaltiges Investitionsprogramm für digitale Bildung in Deutschland. Es gilt jetzt die Kooperationsmöglichkeiten, die Bund, Länder und Kommunen bereits heute zur Finanzierung haben, voll auszuschöpfen und gleichzeitig den einzelnen Bildungseinrichtungen mehr Autonomie zu geben, beispielweise durch einen „Digitalen Bildungshaushalt“ für jede Schule. Die Autoren des Kompendiums weisen beispielsweise darauf hin, dass rund zehn Milliarden Euro – oder nahezu 1.000 Euro pro Schüler – zur Verfügung stünden, würde nur ein Prozentpunkt der Mehrwertsteuer für digitale Bildung aufgewandt. Die Partner des Bildungspakts empfehlen außerdem verbindliche Bildungsstandards für das Lernen und Lehren in der digitalen Welt, verpflichtende Aus- und Weiterbildungen für Lehrkräfte, sowie die Vermittlung von informatischer Grundbildung und Medienkompetenz so früh wie möglich. Bendiek: „Technologie gehört ins Klassenzimmer und zwar in jedes Fach, nicht nur in den Informatikunterricht.“ Unterdessen haben viele andere europäische Länder informatische Grundbildung bereits in den Lehrplan aufgenommen. Wenn Deutschland den Anschluss nicht verlieren will, müssen entsprechende Standards etabliert werden. „Obwohl die aktuelle Schülergeneration gerne als ‚Digital Natives‘ bezeichnet wird, hat ein Drittel der Achtklässler nur rudimentäre digitale Kompetenzen. Wenn wir hierauf keinen Fokus legen, potenziert sich im Berufsleben dieses Problem“, so Bendiek.

Von Technologiekonsumenten zu kreativen Gestaltern werden
Anhand von aktuellen Projekten aus allen Bildungsbereichen machen die Partner des Digitalen Bildungspaktes auf der Konferenz für Lehren und Lernen in der digitalen Welt außerdem deutlich, wie digitale Bildung heute schon erfolgreich umgesetzt werden kann. Praxisbeispiele belegen, dass digitale Technologien lebendigere Lernerfahrungen und nachhaltigere Lernerfolge möglich machen. Die Bildungsinitiative „Code your Life“ von Microsoft zeigt, wie sich Kinder schon im Grundschulalter für das Programmieren begeistern lassen. Dabei will die Initiative nicht nur Lust auf Technik machen, sondern auch dazu beitragen, dass Kinder von „Technologiekonsumenten“ zu kreativen Gestaltern der digitalen Zukunft werden können. Bendiek: „Digitale Bildung ist eine wichtige Frage für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Aber noch wichtiger ist das Ziel, jedem Menschen die Chance zu geben, die eigene Zukunft zu gestalten“.

* Zu den 13 Partnern des Digitalen Bildungspakt zählen das Bündnis für Bildung, der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, Deutschland sicher im Netz, didacta, eco – Verband der Internetwirtschaft, FSM Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia, die Gesellschaft für Informatik, das Institute of Electronic Business, Microsoft, die Unternehmerverbände Berlin-Brandenburg sowie das 21st Century Competence Center (21CCC). Weitere Informationen unter www.digitaler-bildungspakt.de.

Weitere Informationen zum Digitalen Bildungspakt und zum Kompendium finden Sie unter https://aka.ms/digitalerbildungspakt.

Digitaler Bildungspakt: Handlungsempfehlungen der Partner
Digitaler Bildungspakt: Handlungsempfehlungen der Partner

Microsoft Deutschland GmbH
Die Microsoft Deutschland GmbH ist die 1983 gegründete Tochtergesellschaft der Microsoft Corporation/Redmond, U.S.A., des weltweit führenden Herstellers von Standardsoftware, Services und Lösungen mit 85,32 Mrd. US-Dollar Umsatz (Geschäftsjahr 2016; 30. Juni 2016). Der Netto-Gewinn im Fiskaljahr 2016 betrug 20,18 Mrd. US-Dollar. Neben der Firmenzentrale in München ist die Microsoft Deutschland GmbH bundesweit mit sechs Regionalbüros vertreten und beschäftigt rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Verbund mit rund 31.500 Partnerunternehmen betreut sie Firmen aller Branchen und Größen. Das Advanced Technology Labs Europe (ATLE) in München hat Forschungsschwerpunkte in IT-Sicherheit, Datenschutz, Mobilität, mobile Anwendungen und Web-Services.

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