ISC 2010: Microsoft zeigt Supercomputing in der Cloud

Die Beta-Version des Windows HPC Server 2008 R2 ermöglicht eine noch größere Skalierbarkeit, höhere Verfügbarkeit und schnellere Ergebnisse. Zu den neuen Funktionen gehören „Cluster of Workstation“ (CoW), Excel Services und Diskless Boot. Mit CoW lassen sich ab sofort Windows 7 Workstations als Computer-Knoten in einem HPC Cluster ergänzen und zentral überwachen. Zwei neue Services erweitern die Möglichkeiten, Excel-basierte Berechnungen über einen HPC Cluster zu verteilen: XL Runner ermöglicht die Verwendung von Excel-Arbeitsblättern auf Computer-Knoten, mit UDF Offload kann der Nutzer definierte Funktionen parallel im Cluster laufen lassen.
 
Technical Computing Initiative
 
Mit der Technical Computing Initiative möchte Microsoft in enger Zusammenarbeit mit Partnern Wissenschaftlern, Ingenieuren und Analysten die Rechenkapazitäten und Tools zur Verfügung stellen, die sie benötigen, um schneller genauere Vorhersagen zu treffen. Dabei stehen drei Themen im Fokus:
 
  • Technische Rechenprozesse in der Cloud: Neben reinen Cloud Services sollen bei Bedarf bestehende HPC-Systeme schnell durch zuverlässige Cloud-Prozesse erweitert werden.
  • Einfache parallele Entwicklung: Ein konsistentes Modell für parallele Programmierung soll die Nutzung hochleistungsfähiger Multikern-Prozessoren deutlich vereinfachen.
  • Neue Entwickler-Tools: Immer häufiger werden herkömmliche Programme wie Tabellenkalkulation oder Datenbanken für hochskalierte Rechenprozesse verwendet. Eine neue Plattform soll zur schnelleren Entwicklung einfach zu nutzender Tools und Anwendungen führen, die Datenaufruf, Modellierung, Simulation, Visualisierung, Workflow und Zusammenarbeit automatisieren.
 
Fraunhofer-Institut nutzt Windows HPC Server 2008
 
Das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI in Sankt Augustin bei Bonn setzt bereits die aktuelle Version von Windows HPC Server 2008 ein. Gemeinsam mit Microsoft arbeitet es an der Portierung von Simulationssoftware, die Windows HPC Server als Plattform für das High-Performance Computing (HPC) verwendet. Dazu führt Fraunhofer SCAI auf Windows-Rechenclustern zahlreiche Berechnungen mit industriellen sowie Open-Source-Anwendungen durch und testet darauf verbreitete Simulationscodes.
 
„Fraunhofer SCAI ist für Microsoft in Europa ein langjähriger, wichtiger High-Performance Computing-Partner für Plattformvergleiche und Interoperabilität“, sagt Wolfgang Dreyer, Product Manager High-Performance Computing, Microsoft Deutschland GmbH. „Das zwischen Microsoft und Novell geschlossene Interoperabilitätsabkommens zum Schutz geistigen Eigentums auf Betriebssystemebene bietet Anwendern wie Fraunhofer SCAI Rechtssicherheit bei HPC-Projekten, in denen Windows und Linux gemischt zum Einsatz kommen.“ 
 
ISC‘10
 
Die ISC ist die weltweit älteste Konferenz im Bereich Supercomputing und zugleich die größte Veranstaltung rund um Höchstleistungs-IT in Europa. Neben dem Konferenzprogramm mit über 200 ausgewählten Referenten finden Birds-of-a-Feather- (BoF-)Sessions, ein Scientific Day, Research Poster, Exhibitor-Foren und „Hot-Seat-Sessions“ statt, bei denen Experten von Konferenzteilnehmern zu aktuellen Problemstellungen im HPC-Bereich befragt werden. Zur ISC’10 werden rund 2.000 Teilnehmer erwartet.
Am 2. Juni um 10:40 Uhr wird Vince Mendillo, High Performance Computing Director, Microsoft Corporation, einen Vortrag zum Thema „Accelerated Supercomputing with Microsoft Windows HPC Server“ halten. Er findet in Halle H, Raum 900, statt.
 
Weitere Informationen
 
Executive E-Mail von Bob Muglia, President Microsoft Server and Tools Business
http://www.microsoft.com/mscorp/execmail/2010/05-17HPC.mspx 
Microsoft Blog Post von Bill Hilf, General Manager Technical Computing
http://blogs.technet.com/microsoft_blog/archive/2010/05/17/modeling-the-world.aspx
Technical Computing Community Website
http://www.modelingtheworld.com
Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI
http://www.scai.fraunhofer.de
 
Microsoft Deutschland GmbH
Die Microsoft Deutschland GmbH ist die 1983 gegründete Tochtergesellschaft der Microsoft Corporation/Redmond, U.S.A., des weltweit führenden Herstellers von Standardsoftware, Services und Lösungen mit 58,44 Mrd. US-Dollar Umsatz (Geschäftsjahr 2009; 30. Juni 2009). Der operative Gewinn im Fiskaljahr 2009 betrug 20,36 Mrd. US-Dollar. Neben der Firmenzentrale in Unterschleißheim bei München ist die Microsoft Deutschland GmbH bundesweit mit sechs Regionalbüros vertreten und beschäftigt rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Verbund mit rund 31.500 Partnerunternehmen betreut sie Firmen aller Branchen und Größen. Das European Microsoft Innovation Center (EMIC) in Aachen hat Forschungsschwerpunkte in IT-Sicherheit, Datenschutz, Mobilität, mobile Anwendungen und Web-Services.
 
Microsoft Windows Server
Microsoft Server bieten Unternehmen jeder Größe eine umfassende Basisinfrastruktur und eine leistungsfähige Applikationsplattform. Mit der Basisinfrastruktur, im Kern bestehend aus dem Betriebssystem Windows Server 2008 R2, Lösungen für Systemmanagement (System Center) sowie Sicherheitslösungen (Forefront), reduzieren IT-Abteilungen Komplexität und Kosten, steuern den Zugriff auf Informationen und stellen IT-Infrastrukturen effizient und sicher zur Verfügung. Die Applikationsplattform setzt sich aus der Datenmanagementplattform SQL Server 2008 R2, BizTalk Server 2009 für Geschäftsprozessmanagement und der Entwicklungsplattform Visual Studio 2008 zusammen. Sie ermöglicht IT-Abteilungen eine effektivere und flexiblere Unterstützung des operativen Geschäfts und steigert aufgrund der Integration mit 2007 Microsoft Office System die Produktivität der Endanwender. Microsoft Server werden gemäß der Common Engineering Criteria (CEC), der Dynamic Systems Initiative (DSI) und dem Security Development Lifecycle (SDL) entwickelt, um einen optimalen wirtschaftlichen Nutzen, eine einfache Verwaltung und ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.
 
 
Ansprechpartner Microsoft
Microsoft Deutschland GmbH
Ines Gensinger
Communications Manager Infrastruktursoftware
 
2010-080 BusC

Weitere Infos zu diesem Thema

15. Februar 2024
Fit für das KI-Zeitalter: Microsoft investiert 3,2 Milliarden Euro, um KI-Infrastruktur und Cloud-Kapazitäten in Deutschland mehr als zu verdoppeln sowie Fachkräfte zu qualifizieren

Microsoft hat heute die größte Investition seiner 40-jährigen Geschichte in Deutschland angekündigt, um die Möglichkeiten und den Nutzen von künstlicher Intelligenz (KI) in der Bundesrepublik beschleunigt voranzubringen. Microsoft wird seine Rechenzentren für Cloud- und KI-Anwendungen ausbauen sowie bis Ende 2025 mehr als 1,2 Millionen Menschen im Bereich digitale Kompetenzen weiterbilden.

15. Januar 2024
Die Microsoft Cloud ermöglicht Kunden, sämtliche personenbezogenen Daten innerhalb der europäischen Datengrenzen zu halten

Microsoft hat wichtige Verbesserungen und neue Funktionen der EU-Datengrenze für die Microsoft Cloud angekündigt. Mit diesem Update geht Microsoft einen weiteren Schritt zur Ausweitung seines Angebots an vertrauenswürdigen Cloud-Diensten, die europäische Werte respektieren und die spezifischen Anforderungen unserer Kunden aus dem gewerblichen und öffentlichen Sektor in Europa erfüllen.