„Was gibt es zum Abendessen?“ – Wie KI dazu beiträgt, diese tägliche Frage zu beantworten

Foto von verschiedenen Gerichten und vier Händen, die mit Weingläsern darüber anstoßen

Eine gesunde, köstliche Mahlzeit. Hätten wir das nicht alle gerne jeden Abend? Irgendwie bleibt der Einkauf von Lebensmitteln jedoch eine mühsame und manchmal erdrückende Aufgabe. Insbesondere unter Berücksichtigung der vielfältigen Vorlieben und Ernährungsbedürfnisse der Personen, für die wir kochen.

Wir machen uns auf den Weg zum Supermarkt, den handgeschriebenen Einkaufszettel in der Hand, und überlegen uns, welcher Weg durch das Geschäft wohl der effizienteste ist. Nachdem wir uns einen Weg überlegt haben, stehen wir vor der Herausforderung, eine Wahl aus einer Unmenge an Produkten zu treffen. Und natürlich haben wir jetzt Schwierigkeiten, uns an die eine Zutat für das Rezept zu erinnern, die wir vergessen haben zu notieren.

Zum Glück gibt es einige technische Lösungen, die uns – noch bevor es uns selbst einfällt – sagen können, was wir essen wollen, welchen Weg wir im Supermarkt nehmen sollen, wo wir die besten Preise finden und wie der Name des vergessenen Produkts lautet. Die geheime Zutat heißt Künstliche Intelligenz (KI). Sie verringert den Aufwand und ermöglicht es uns, mehr Zeit mit Dingen zu verbringen, die wirklich wichtig sind, wie die Zeit am Esstisch mit Freunden und Familie.

Intelligentere, personalisierte Einkaufslisten

Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Lebensmitteleinkauf ist eine gute Einkaufsliste. Albert Heijn, die größte Supermarktkette der Niederlande und Teil des globalen Konzerns Ahold Delhaize hat dies erkannt und ist eine Partnerschaft mit Microsoft eingegangen, um eine KI-gestützte Lösung mit dem Namen Predict My List zu entwickeln.

Durch das Erfassen, Speichern und Analysieren von Online- und Offline-Einkaufsdaten wie früheren Einkäufen, Orten und sogar Jahreszeiten in der Cloud nutzt Albert Heijn KI, um optimale Einkaufslisten, alternative Lebensmittelgeschäfte, Rezepte und mehr im Voraus zu bestimmen und seinen wöchentlich 10 Millionen Nutzern zu empfehlen.

Ein EInkaufswagen in einem Lebensmittelladen

In Italien schlägt ein anderer KI-gestützter Einkaufsassistent in den sozialen Medien hohe Wellen. Coop, Italiens größtes Supermarktnetzwerk, hat einen eingebauten Facebook-Chatbot mit dem Namen ShoppY entwickelt.

Durch maschinelles Lernen ist ShoppY in der Lage, auf anonyme Weise die auf der Einkaufsliste enthaltenen Daten eines Kunden zu verarbeiten und daraus zu lernen, um Einkaufsempfehlungen auszusprechen, über Angebote zu informieren, Produkte im Geschäft zu finden und sogar Benachrichtigungen anzuzeigen, wenn ein Laden in der Nähe geöffnet hat. ShoppY kann sich auch unsere Einkaufshistorie merken, das heißt eine ältere Liste aufrufen und aktualisieren. Die App kann auch eine neue Liste beginnen und gleichzeitig neue Produkte empfehlen, die normalerweise mit den Artikeln auf der Liste des Einkäufers in Verbindung stehen.

„Wir haben einen digitalen Wandel durchlaufen und das Erlebnis des Lebensmitteleinkaufs so neu gestaltet, dass es den Bedürfnissen der Kunden auf einfache und intuitive Weise gerecht wird“ – Gabriele Tubertini, CIO Coop Italia.

Ein leeres Regal suchen und „aufspüren“

„Wir nutzen verschiedene Dimensionen von Daten, um weitere Einzelheiten zum Bestand zu erfassen: Wo Lagerbestände erforderlich sind, wie viel benötigt wird, wo sich die Produkte in unserem digitalen Lieferkettennetzwerk befinden. Diese Daten helfen uns dabei, unsere Prozesse zu optimieren, den Bestand dorthin zu bringen, wo er benötigt wird, schneller und effizienter“ – Mike Blay, Vice President von IT Development bei Albert Heijn.

 

Schnelleres Bezahlen an der Kasse

Das Einkaufen wird somit nicht nur einfacher, sondern führende Supermärkte arbeiten auch daran, dass es schneller funktioniert. Albert Heijn ist sich des Wettbewerbs bewusst, der häufig von Akteuren ausserhalb des Lebensmitteleinzelhandels ausgeht, und verfolgt in vier seiner 1.000 Geschäfte ein Konzept mit dem Namen Tap To Go. Die neue Lösung ermöglicht es Kunden, einfach in einen Laden zu gehen und für ein Produkt zu bezahlen, indem sie das Regal mit ihrer Karte oder ihrem Handy berühren. Somit verringert sich die Zeit für den üblichen Einkauf von vier Minuten auf nur 20 Sekunden.

Foto eines Marktstands mit verschiedenen Gemüsesorten

Vor dem Lebensmittelgeschäft, nachdem wir alle Ihre Einkäufe im Kofferraum des Autos verstaut haben, fahren wir los und nehmen uns fest vor, nächste Woche noch effizienter vorzugehen. Die gute Nachricht ist, dass Europas Supermärkte bereits Innovationen mit KI und maschinellem Lernen einführen, um uns dabei zu helfen, dass jeder Einkauf weniger zeitaufwändig ist – und der Lebensmitteleinkauf zum Kinderspiel wird, nicht zur lästigen Pflicht.

Wenn also das nächste Mal die Frage aufkommt, was es zum Abendessen gibt, liegt die Antwort sprichwörtlich auf der Hand. Alles was wir brauchen, ist in greifbarer Nähe. Lassen wir KI die Arbeit erledigen!

Weitere Informationen, wie künstliche Intelligenz das Einkaufserlebnis verändert, findet man hier.

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