Vom Projekt zum Prozess: Mit Windows as a Service zum Modern Desktop

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Während die Bedeutung der IT für den Unternehmenserfolg kontinuierlich wächst, steigen gleichzeitig die Herausforderungen. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung müssen IT-Administratoren schneller und flexibler auf neue technische Entwicklungen reagieren können – insbesondere im Bereich der Sicherheit. Ein wichtiger Grund für die wachsende Beliebtheit von Software as a Service Angeboten und ganzheitlichen Lösungen für den modernen Arbeitsplatz in deutschen Unternehmen.

Die IT-Welt im Wandel

Im Zuge der digitalen Transformation hat sich die Rolle der IT-Abteilung nachhaltig verändert: Eine fundierte IT-Expertise wird in durchweg allen Abteilungen von Unternehmen notwendig, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig hat die IT mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. So stehen Firmen immer häufiger im Fokus von Cyberkriminellen: Laut Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) sind bereits 70 Prozent der deutschen Unternehmen Opfer von Cyberattacken geworden.

Gleichzeitig warten laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young immer noch zu viele deutsche Firmen ab und zögern notwendige Investitionen in digitale Lösungen hinaus. Eine bedenkliche Entwicklung, zumal der digitale Arbeitsplatz, oftmals gar nicht so kompliziert zu etablieren ist.

Waas: Stetige Updates als Basis des Modern Workplace

Für Unternehmen gibt es seit der Einführung von Windows 10 eine neue Methode zum Aufsetzen, Bereitstellen und Warten des Betriebssystems: Windows as a Service (WaaS). Die gestiegenen Anforderungen an Unternehmen im Zuge der digitalen Transformation in Bezug auf Sicherheit, Mobilität und Verwaltbarkeit von Firmenrechnern rücken dieses Servicekonzept nun stärker in den Fokus von IT-Verantwortlichen. Für IT-Mitarbeiter ein echter Paradigmenwechsel.

Vor WaaS war das Update auf ein neues Betriebssystem ein groß angelegtes Projekt, welches viel zeitlichen Vorlauf und personelle Ressourcen in Anspruch genommen hat. So wurden alle drei bis fünf Jahre umfassende neue Windows-Versionen veröffentlicht. Dieser traditionelle Bereitstellungszeitplan bedeutete einen großen Planungsaufwand für die IT, einen hohen Schulungsaufwand für Benutzer und führte zu langen Wartezeiten ohne neue Funktionen – ein Szenario, das im schnelllebigen IT-Umfeld von heute nicht mehr funktioniert.

Über WaaS ändert sich dieses Vorgehen grundlegend: Windows 10 PCs erhalten zweimal pro Jahr Feature-Updates mit neuen Funktionen für das Betriebssystem, während Qualitäts-Updates mindestens einmal im Monat Verbesserungen für Sicherheit und Zuverlässigkeit liefern. Mit WaaS wird aus einem starren und langfristigen Wartungs-Projekt so ein flexibler Update-Prozess, welcher Abläufe automatisiert und die IT entlastet.

Prozesse & Tools: Effizienter Rollout dank gezielter Bereitstellungstrategie

Damit der Modern Workplace über WaaS gelingt, braucht die Firmen-IT eine zielgerichtete Bereitstellungsstrategie für Updates. Dieser beginnt mit der Einführung eines einfachen und wiederholbaren Prozesses zum Testen sowie Ausliefern von Funktions-Updates. Diesen reproduzierbaren Ablauf sollten Firmen gezielt planen.

 So sollte die Firmen-IT anfangs Testgeräte konfigurieren, um Funktions-Updates in einem stabilen Umfeld über das Windows-Insider-Programm zu testen, bevor diese ausgerollt werden. Kritische Geräte müssen identifiziert werden, die über Windows 10 Enterprise LTSC Funktions-Updates bis zu zehn Jahre lang aussetzen können. Als nächstes sollte die IT sich für ein Tool zur Verwaltung von Windows-Updates entscheiden: Hierfür gibt es beispielsweise die Windows Server Update Services (WSUS), den System Center Configuration Manager oder alternativ Windows Update for Business. Der flächendeckende Rollout eines Updates sollte erst erfolgen, nachdem die wichtigsten unternehmenskritischen Anwendungen und Geräte auf ihre Kompatibilität mit dem neuen Windows10-Funktionsupdate überprüft wurden.

Über Bereitstellungsringe können IT-Administratoren gezielt Gruppen von spezifischen Geräten festlegen, um Updates in Phasen auszuliefern. Das Konzept bei der Verwendung von Bereitstellungsringen sollte dabei stets dasselbe sein: Über eine schrittweise Einführung von Updates in einzelnen Abteilungen kann die IT das Risiko von Problemen durch die Einführung von neuen Funktions-Updates minimieren.

 Für das effiziente Ausrollen von Updates auf Firmengeräten können Unternehmen auf das cloudbasierte Servicepaket Windows Analytics zurückgreifen. Dieses hilft der IT dabei, Updates zu planen, indem es wertvolle Informationen darüber liefert, welche Geräte für ein Upgrade in Frage kommen. Zudem erlaubt Windows Analytics, Probleme auf Devices zu erkennen und diese zu beheben, damit das Update durchgeführt werden kann. Über diese aktive Erkennung und Beseitigung von Problemen lassen sich Support-Kosten reduzieren und Update-Prozesse besser planen.

Modern Desktop: Eine ganzheitliche Lösung für das gesamte Büro

WaaS bietet Unternehmen die Grundlage für den modernen Arbeitsplatz in Punkto Sicherheit und Aktualität. Integriert in ein ganzheitliches IT-Konzept, welches neben dem Betriebssystem auch Produktivitäts-Tools sowie intelligente Sicherheits- und Analysefunktionen umfasst, entsteht der Modern Desktop. Zeitgemäße Ansätze wie Microsoft 365 Enterprise ermöglichen der Firmen-IT hierbei eine einheitliche Lösung für den gesamten Arbeitsplatz: Dazu zählt der Zugang zu Informationen, Tools für eine verbesserte Zusammenarbeit in Teams, Angebote für die sichere Verwaltung von mobilen Geräten – und nicht zuletzt höchste Sicherheit durch stetige Updates sowie intelligente Tools. Ganz nach dem Baukastenprinzip erhalten Unternehmen Office 365, Windows 10 und Enterprise Mobility + Security aus einer Hand. Mit der intelligenten Lösung stellen sich Betriebe ihren modernen Arbeitsplatz so individuell passend zusammen und wappnen sich damit für die Anforderungen einer vernetzten Welt.

Auch über 100.000 Mitarbeiter der Bayer AG nutzen künftig weltweit die Komplettlösung für modernes Arbeiten aus der Cloud. Für eine produktivere und hochsichere IT-Umgebung entschied sich auch DB Schenker dafür, 1.000 Arbeitsplätze in der Zentrale mit Microsoft 365 auszustatten – und erweiterte den Piloteinsatz auf 3.000 Arbeitsplätze an Standorten auf der ganzen Welt. Nach Abschluss des erfolgreichen Pilotprojekts ist geplant, die innovative Lösung bis Ende 2018 unternehmensweit einzusetzen.


Ein Beitrag von Jens Kottsieper
Technical Solution Professional (TSP) Windows Client und Modern Desktop bei Microsoft Deutschland

Jens Kottsieper

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