Studie: „Datenschutz im Internet 2011”

Kernergebnisse 2011:

Nutzer sehen sich beim Schutz ihrer Daten als wichtigsten Akteur

Beim Datenschutz sehen die Deutschen den Nutzer als wichtigsten Akteur, der verantwortlich für den persönlichen Datenschutz ist.

• Jeder Zweite stimmt der Aussage zu (50,6%), dass er beim Schutz persönlicher Daten hauptverantwortlich ist (Anstieg +4% zu Vorjahr).

• Verbraucher wissen, dass sie sich zu wenig um eigenen Datenschutz und ihre Datensicherheit kümmern (64,2%).

Gesetzgeber beim Datenschutz in der Pflicht

Eine deutliche Mehrheit der Befragten sieht den Gesetzgeber bei Datenschutzthemen zukünftig stärker in der Pflicht (70,6%).

Deutsche wünschen sich Anbietertransparenz

• Von den Befragten werden klare, transparente Datenschutzbestimmungen gefordert (60,5%).
• Außerdem wünschen sie sich einfache Kontrollmöglichkeiten für Verbraucher (gesunken von 62% auf 49%).

Deutsche befürworten Datenschutzsiegel
Von jedem Zweiten wird ein Datenschutzsiegel gefordert (52,2%).

• Die meisten Deutschen befürworten dabei die Überwachung durch eine unabhängige Institution (52,6%). Die Überwachung durch einestaatliche Stelle (21,7%) oder einen privaten Datenschutz-TÜV (15,7%) ist weniger gefragt.

Sorge über Missbrauch – trotzdem Anstieg Veröffentlichungsgrad

Die Befragten zeigen sich generell besorgt, dass ihre persönlichen Daten im Internet missbraucht werden können (53,5%). Gleichzeitig steigt der Veröffentlichungsgrad persönlicher Daten im Internet; die Befragten unter 30 Jahre geben deutlich häufiger persönliche Daten preis als ältere.

Nutzer ist großes Sicherheitsrisiko

Seit 2009 ist ein stetiger Rückgang bei Datenschutzmaßnahmen in Deutschland zu verzeichnen.

• Die Datenschutzbestimmungen werden von fast einem Drittel der Nutzer nicht gelesen – als Hauptgrund wird Zeitmangel genannt.

Stetiger Rückgang bei Datensicherheitsmaßnahmen

• Jeder Fünfte führt keine regelmäßigen Updates seines Virenprogramms durch.
• Jeder Vierte hat auf seinem Rechner keine Firewall installiert.
• Fast 30% öffnen Mails von unbekannten Absendern.

Technische Datenschutzlösungen bei Verbrauchern unbekannt

• Phishing-Filter kennen nur 60,3% der Befragten, nur jeder Zweite kann sie benutzen (49,3%).
• Datenschutz-Software ist nur 60,8% der Deutschen ein Begriff und wird lediglich von 38,6% der Befragten genutzt.
• Nur 46,8% kennen Programme zur Identifikation / Autorisierung im Internet, 42,6% können diese auch benutzen.

Umgang mit sozialen Netzwerken

• Jeder zweite Internetnutzer unter 50 Jahre ist inzwischen Mitglied in mindestens einem sozialen Netzwerk.
• Bei den unter 30-Jährigen sind es bereits über 80 Prozent.
• Um größtmögliche Sicherheit zu erhalten, werden von der Hälfte der Internetnutzer private Informationen nur eingeschränkt freigegeben, ein Drittel gibt private Daten gar nicht frei.
• Allerdings hat bereits jetzt fast jeder Fünfte (17,5 %) unter 30 keinerlei Bedenken mehr bei der Eingabe persönlicher Daten in sozialen Netzwerken.

Studientrends 2009 bis 2011

1) Seit 2009 ist ein stetiger Rückgang bei individuellen Datenschutzmaßnahmen
der Verbraucher
zu verzeichnen.
• Updates Virenprogramme sind von 86,2% (2009) auf 79,5% (2011) zurückgegangen.
• Firewalls werden weniger installiert: Rückgang von 80% (2009) auf 74,8% (2011).
• Die Zahl der Nutzer, die E-Mail-Anhänge von Unbekannten öffnen, fällt von 80% auf 72,5%.

2) Die Sorge der Deutschen vor Datenmissbrauch nimmt zu.
Mehr als jeder Zweite hat Angst vor Datenmissbrauch. Anstieg der Besorgnis von 49,3% (2009) auf 53,5% (2011)

3) Wunsch nach mehr Anbietertransparenz auf gleichem Niveau
Dem Wunsch nach klaren Datenschutzbestimmungen stimmen die Deutschen zu: 2009: 61,8%; 2010: 60%; 2011: 60,5% 2011.

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