Der hybride Arbeitsplatz: wie wir bei Microsoft neue Arbeitswelten leben

Headphones

Vor einem Jahr im März hat Kurt DelBene, Executive Vice President von Microsoft, eine E-Mail an alle meine Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt geschickt. Sie enthielt die Richtlinie, dass alle Microsoft-Beschäftigten ab sofort von zu Hause arbeiten müssen – ausgenommen systemrelevante Beschäftigte. Heute, nach über einem Jahr, erfüllen oder übertreffen mehrere unserer Standorte rund um den Globus die behördlichen Vorgaben zum Schutz vor COVID-19, sodass manche Kolleginnen und Kollegen nun ins Büro zurückkehren, während viele andere Microsoft-Beschäftigte weiterhin aus der Ferne arbeiten.

Seit dem Beginn der Pandemie hatte die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter*innen höchste Priorität. Unser Ziel ist es weiterhin, den Mitarbeitenden noch mehr Flexibilität zu bieten. Wir wollen ihnen ermöglichen, dort zu arbeiten, wo sie sich am produktivsten und wohlsten fühlen. Wir möchten sie ermutigen, zu Hause zu arbeiten – denn das Virus ist nach wie vor ernst zu nehmen.

Datengetriebene Sicherheit für unsere Mitarbeitenden weltweit

In der Pandemie setzen wir auf ein datengetriebenes Skalenmodell, dass den permanent wechselnden lokalen Bedingungen an jedem Microsoft-Standort Rechnung trägt. So können wir stets flexibel auf aktuelle Entwicklungen reagieren, je nachdem, ob an einem Standort die Fallzahlen steigen oder sich die Vorgaben der Behörden verändern. In den Stufen 1-3 werden Microsoft-Beschäftigte beispielsweise ermutigt, zu Hause zu arbeiten, während die Stufen 4 und 5 eingeschränkte oder erweiterte Möglichkeiten bieten, ins Büro zurückzukehren. In Stufe 6 stellt COVID-19 keine signifikante Bedrohung mehr dar und alle können zurückkehren, wenn sie wollen. Denn bei Microsoft Deutschland haben wir seit 1998 die Vertrauensarbeitszeit und seit 2014 auch den Vertrauensarbeitsort in unserer Betriebsvereinbarung verankert. Und so werden wir auch in der Zukunft immer mehr und mehr die hybride Arbeitswelt gemeinsam gestalten.Stages Hybrid Workplace

Eine Umfrage unter unseren Beschäftigten hat ergeben, dass es unsere Kolleginnen und Kollegen sehr schätzen, ihren Arbeitsplatz frei wählen zu können. Die Daten zeigen, dass 54 Prozent der Befragten, die in Stufe 4 ins Büro zurückgekehrt sind, weniger als 25 Prozent ihrer Arbeitszeit im Büro verbringen. 69 Prozent der Kolleginnen und Kollegen verbringen weniger als die Hälfte ihrer Zeit im Büro.

Hybride Arbeitsmodelle sind die Zukunft

Mit Blick auf die Zukunft, wissen wir, dass hybrides Arbeiten ein neues Betriebsmodell und neue Strategien erfordert. Dazu gehören flexible Arbeitsbedingungen, eine integrative Raumgestaltung und innovative Technologielösungen. Vieles davon setzen wir an unseren Standorten in Deutschland schon um, doch es gibt immer Raum für Verbesserung. Ein moderner Arbeitsplatz erfordert von Unternehmen, dass die neuen Erwartungen der Beschäftigten erfüllt werden – er muss eine dezentral arbeitende Belegschaft vernetzen und ihnen die Tools geben, mit denen sie kreativ und innovativ zusammenarbeiten können.

Die Veränderung in der Arbeitswelt im vergangenen Jahr zeigen auch die Ergebnisse unseres ersten jährlichen Work Trend Index. Dafür wurden exklusive Umfrageergebnisse von 30.000 Führungskräften und Beschäftigten aus 31 Ländern, Einblicke von Expertinnen und Experten sowie anonymisierte Trends aus Microsoft 365 und LinkedIn ausgewertet. Das Kernergebnis: Flexible Arbeitsmodelle sind gekommen, um zu bleiben. 73 Prozent der Beschäftigten wünschen sich weiterhin die Möglichkeit für Remote-Arbeit – sowie mehr persönlichen Kontakt zu ihren Teams und Kolleginnen und Kollegen (67 Prozent) nach der Pandemie.

Wir setzen auf inklusive Räume, die Menschen zusammenbringen

Wir glauben an den Wert, Menschen an einem gemeinsamen Arbeitsplatz zusammenzubringen. Standorte rund um den Globus bereichern unsere Unternehmenskultur mit neuen Ideen und frischen Perspektiven, die uns helfen, weiterhin voneinander zu lernen. Die Nähe zu unseren Kunden und Kundinnen und Partnern und Partnerinnen hilft uns, ihre Bedürfnisse besser zu verstehen und die großartige Arbeit, die wir gemeinsam leisten, noch wertvoller zu machen. Wir werden deshalb in Zukunft sowohl unsere Standorte verbessern als auch Remote-Arbeit fördern und erleichtern.

Wir möchten Räume schaffen, in denen die Zusammenarbeit von Teams gefördert wird und in denen die Flexibilität und Agilität ermöglicht wird, die wir benötigen. Dabei verfolgen wir einen forschungsbasierten Ansatz bei der Gestaltung unserer Arbeitsplätze. Sie sollen inklusiven, kollaborativen, gesunden und sicheren Raum bieten, der jedem Mitarbeitendem zugutekommt. Unser Hamburger Office ist im vergangenen Jahr umgezogen, um sich in der neuen Umgebung auch voll und ganz auf optimale Bedingungen für Teamwork, selbstbestimmtes Arbeiten und persönliche Produktivität sowie ein hohes Maß an Flexibilität, anzupassen. Einen 360-Grad-Rundgang gibt es hier:

Wir entwickeln neue Technologien für hybride Zusammenarbeit

Mit einer Gruppe von Microsoft-Forscherinnen und Forschern und anderen Expertinnen und Experten arbeiten wir zudem an Prototypen für hybride Besprechungsräume. Sie untersuchen verschiedene Meeting-Formen und Technologien wie mehrere Bildschirme, Kameras und Mixed-Reality-Szenarien, um die effektivste, integrative Einrichtung für hybride Arbeitsmodelle zu entwickeln. Denn wir wollen inklusiv arbeiten und das heißt, dass wir in Meetings vor Ort die Kolleg*innen, die über Microsoft Teams zugeschalten sind, natürlich genauso einbinden wollen.

Remote-Arbeit unterstützen wir mit neuen Tools zur Zusammenarbeit, einer robusten Cloud-Infrastruktur und maximaler Netzwerksicherheit. Doch hybrides Arbeiten bringt auch neue Herausforderungen mit sich. Wie stellen wir sicher, dass jeder und jede unabhängig von Position oder Standort einbezogen wird und Teil des großen Ganzen bei Microsoft bleibt? Es ist wichtig, dass wir Raum für Gespräche schaffen und neue Wege der Zusammenarbeit definieren. Deshalb werden wir die Weiterentwicklung der Plattform Microsoft Teams kontinuierlich vorantreiben, um etwa mit dem Together-Modus oder dem Microsoft Whiteboard in Teams kreative, hybride Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird, ist unklar. Aber wir sind bereit, ihr mit unserem Growth Mindset zu begegnen: Wir werden lernen, die Ergebnisse kontinuierlich auszuwerten und uns anzupassen, wann immer nötig. Mit unserem hybriden Arbeitsmodell werden wir den Microsoft-Mitarbeitenden jetzt und in Zukunft einen Arbeitsplatz bieten, der über 160.000 Menschen weltweit zu einer Gemeinschaft verbindet.

 


Ein Beitrag von

Christian Schätz
CFO und Crisis Management Lead Germany

schätz

Tags: ,

Weitere Infos zu diesem Thema

25. Oktober 2021
Gewusst wie: Fünf Tipps für sicheres Gaming

Online Gaming nimmt einen großen Platz im Alltag vieler Menschen ein – auch im dem von Kindern. Wir zeigen euch, worauf ihr als Eltern achten müsst und mit welchen Einstellungen ihr ein sicheres Spieleerlebnis für eure Kinder schaffen könnt.

25. Oktober 2021
Zum Monat der Cybersicherheit: So sichert man Industrie-Anlagen ab

Der Oktober ist der Monat der Cybersicherheit. Doch die Bedrohungen aus dem Computer-Bereich haben längst auch Maschinen und Anlagen der Industrie erreicht. Die zunehmende Vernetzung über das Internet der Dinge (IoT) und der Einsatz digitaler Tools eröffnen zusätzliche Angriffsmöglichkeiten für Cyberkriminelle. Das gilt besonders, weil diese Anlagen der sogenannten „Operational Technology“ (OT) oft weniger geschützt sind als IT-Infrastrukturen. Zur Stärkung der Widerstandskraft gilt es deshalb einige Regeln zu beachten.