KI gestalten mit: Robert Heinecke

Ein Bild von Robert Heinecke, Co-Founder & CEO Breeze Technologies auf einer Bastelunterlage.

In unserer Reihe „KI gestalten mit“ stellen wir Personen hinter der Technologie und ihre Visionen und Projekte rund um künstliche Intelligenz vor. Robert Heinecke ist Co-Founder & CEO bei Breeze TechnologiesDas Hamburger Startup möchte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) die Luftqualität in Städten messen, transparent machen und nachhaltig verbessern. 

Robert verantwortet den betriebswirtschaftlichen Teil von Breeze TechnologiesDas heißt, er kümmert sich um Themen wie Sales und Business Development, aber auch Marketing und PR. Immer mit der Mission, die Städte von morgen lebenswerter und die Umwelt sauberer zu machen. Besonders gefällt ihm die Vielseitigkeit seiner Aufgaben und dass jedeTag neue Herausforderungen mit sich bringt. So kommt definitiv keine Langeweile auf.

Wir haben ihm fünf Fragen zu künstlicher Intelligenz gestellt.

Wie bist du das erste Mal mit KI in Berührung gekommen?

Robert: Natürlich bin ich popkulturell schon in meiner Kindheit mit dem Thema in Berührung gekommen; im Fernsehen oder in Büchern. Mich hat der technologische Fortschritt schon früh fasziniert. Ich bin aufgewachsen mit Serien wie Star Trek. Das schien mir damals gar nicht mehr so weit weg zu sein. 

Auf professioneller Ebene habe ich mich zum ersten Mal während meines Informatikstudiums mit KI beschäftigt. Damals wurde mir  dann auch klar, wie KI wirklich funktioniert und wie weit wir noch von einer „echten“ KI, das heißt einer sogenannten starken KI, entfernt sind. Dafür sind wir aber heute im Bereich der schwachen KI, also einer KI, die spezifische Probleme und Aufgaben lösen kann, schon sehr weit und der Fortschritt der letzten Jahre ist wirklich beeindruckend.“

Der Einsatz von KI im Bereich Umwelt/Nachhaltigkeit ist mit großen Erwartungen, aber auch einigen Unsicherheiten verbunden. Woran liegt das und was sind aus deiner Sicht die Chancen?

Robert:Eine große Herausforderung ist es, glaube ich, ein Grundverständnis für KI in der Bevölkerung aufzubauen. Viele derer, die heute über die Vor- und Nachteile von KI diskutieren, wissen gar nicht wie KI überhaupt funktioniert. 

Ich selbst erlebe auch immer wieder eine ziemliche Verschlossenheit für neue Technologien, insbesondere auch in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit. „Das machen wir schon seit 30 Jahren so“ ist ein beliebtes Argument. Es mangelt vielleicht auch ein Stück an Positivbeispielen aus Deutschland. Wir brauchen mehr deutsche und europäische Leuchttürme, die KI erfolgreich zum Wohle der Gesellschaft einsetzen. So wie wir das auch bei Breeze Technologies tun.“ 

Welches Narrativ würdest du dir mit Blick auf KI für die Zukunft (in Deutschland) wünschen?

Robert: Erst einmal müssen wir ein Grundverständnis in der Bevölkerung aufbauen. Dazu gehört eine bessere digitale Ausbildung der Lehrkräfte und eine feste Verankerung von Technologiethemen wie KI im Lehrplan. Aktuell werden wir hier von anderen Ländern abgehängt, was bei einer Zukunftstechnologie wie KI auch eine echte Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland darstellt. 

Die Digitalthemen müssen auch an politischer Bedeutung gewinnen. KI ist genau wie die Digitalisierung an sich ein Querschnittsthema – das heißt auch, dass alle Ministerien sich damit beschäftigen müssen. Auch müssen wir Positivbeispiele stärker herausstellen und fördern. So können wir auch Vorurteile und Ängste durch Wissen und Verständnis ersetzen.“  

Welchen Beitrag kann jede und jeder von uns aus deiner Sicht für die Weiterentwicklung von KI leisten?

Robert: Aufgeschlossenheit für neue Technologien ist glaube ich der größte Beitrag, den wir alle zur Weiterentwicklung von KI leisten können. Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen unser Leben zu verbessern. Wir müssen Startups und Entwickler*innen nur die Freiräume geben, diese Möglichkeiten auch aufzuzeigen. Dazu gehört es auch, Dinge auszuprobieren. Dabei kann dann auch einmal etwas schiefgehen – aber nur so lernen wir und werden in Zukunft besser.“

Du sollst eine Person in drei Sätzen vom Nutzen von KI überzeugen: Wie sähe dein Elevator Pitch aus?

Robert: Von welchem Arzt oder welcher Ärztin würdest Du lieber eine Diagnose erhalten: dem, der 10 Jahre praktiziert und in der Zeit vielleicht 10.000 Patienten gesehen hat, oder dem, der jede einzelne Diagnose, jede Operation und jede Krankengeschichte der letzten 30 Jahre kennt? Künstliche Intelligenz nutzt einfach riesige Datenmengen, um auf dieser Basis genau die Lösung auszuwählen, die voraussichtlich zum größtmöglichen Erfolg führt. Im Bereich der Medizin sorgen KI-Unterstützungssysteme heute schon dafür, dass Ärzt*innen und ihre Patient*innen vom gesammelten Wissen aller ihrer Kolleg*innen weltweit profitieren.“  

KI gemeinsam gestalten

KI TweetUp

Für uns steht fest: Wir müssen KI gemeinsam gestalten. Nur dann können wir sicherstellen, dass möglichst alle Menschen von den Chancen profitieren, die damit einhergehen. Dazu gehört ein offener Dialog, den wir im Rahmen unseres Formats #KiTweetUp bei Twitter führen.

Dort tauschen wir uns regelmäßig zu Fragen und Ideen rund um künstliche Intelligenz aus. Wer nichts verpassen möchte, folgt @MicrosoftDE und hält #KiTweetUp im Blick. Wir freuen uns!

Weitere Ressourcen:

 


Ein Beitrag von Pina Meisel
Communications Manager AI & Innovation

Pina Meisel als Portrait-Bild

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