Digitale Souveränität ist nicht schwarz-weiß, sondern ein Spektrum, das Entscheidungen ermöglicht: Wie viel Kontrolle möchte ich haben? Welche Leistungsfähigkeit brauche ich? Wieviel Auswahl ist notwendig?
Anforderungen an die Infrastruktur und Produktivität spielen bei der Auswahl des individuellen Souveränitätsniveaus gleichermaßen eine Rolle; sie unterscheiden sich aber je nach Branche, Workloads und Einsatzbereich stark.
Während für globale Finanzinstitute beispielsweise Verschlüsselung und regulatorische Compliance im Vordergrund stehen, legen andere Branchen möglicherweise den Fokus auf vollständige Autonomie über ihre digitale Infrastruktur und operative Unabhängigkeit. Behörden wiederum bestehen in vielen Fällen auf transparente, nachvollziehbare Kontrolle über Zugriffe.
Souveränität erstreckt sich also über ein breites Spektrum. Microsoft investiert gezielt in Lösungen, die Organisationen flexible Souveränitätsoptionen eröffnen und deckt auch die Fälle mit den höchsten Ansprüchen am obersten Ende des Spektrums ab.
Wie Microsoft dieses Spektrum mit einer gezielten Strategie bedient, erklärte CEO Satya Nadella im Juni 2025 auf der Microsoft AI Tour in Amsterdam. Vor Ort präsentierte er die Microsoft Sovereign Cloud, ein umfassendes Angebot aus Souveränitätslösungen. Azure Local und Microsoft 365 Local gehören zu diesem Angebot und bilden in Kombination die Sovereign Private Cloud. Diese Plattform wurde speziell für Organisationen entwickelt, die strengste Souveränitätsanforderungen erfüllen müssen, gleichzeitig aber die Modernisierung, Produktivität und Sicherheit ihrer digitalen Infrastruktur vorantreiben wollen.
- Mit Azure Local und Microsoft 365 Local setzt Microsoft eine voll souveräne Cloud in die Praxis um. Gemeinsam bilden sie die Sovereign Private Cloud – eine umfassende, von Kund*innen betriebene Plattform, die speziell für Organisationen mit besonders hohen Anforderungen an die digitale Souveränität entwickelt wurde. Dabei schränkt sie Anforderungen an die Modernisierung, Produktivität oder Sicherheit ihrer digitalen Infrastruktur in keiner Weise ein.
- Während die Sovereign Public Cloud umfangreiche Souveränitätskontrollen bietet und die Bedürfnisse der meisten Kund*innen abdeckt, ist die Sovereign Private Cloud gezielt für Szenarien optimiert, in denen auch die operative Kontrolle über die Infrastruktur und die Daten unverzichtbar ist.
- Azure Local bringt Azure als eigene Instanz direkt in die physische Kontrolle der Kundenorganisation. So können Azure-Dienste vor Ort oder in dezentral eingesetzten Infrastrukturen mit maximaler Autonomie betrieben werden. Die Verwaltung erfolgt weiterhin über die bekannten Tools und Schnittstellen von Azure, sodass sich Governance-Vorgaben und Compliance-Anforderungen ohne Einschränkungen bei Performance oder Souveränität umsetzen lassen.
- Microsoft 365 Local baut auf der Infrastruktur von Azure Local auf und ermöglicht Organisationen, zentrale Kollaborations- und Kommunikationslösungen wie E-Mail, Dokumente und Chats lokal und unter eigener Hoheit zu betreiben. Dieses Angebot richtet sich besonders an Branchen, die sicherstellen müssen, dass ihre Daten stets unter lokaler Jurisdiktion bleiben – auch dann, wenn sie offline oder vom öffentlichen Netz getrennt sind.
- Mit der Einführung der Sovereign Private Cloud und Microsoft 365 Local sichert Microsoft seine langfristige Unterstützung für zentrale Serverprodukte wie Exchange Server, SharePoint Server und Skype for Business Server zu – mindestens bis 2035 (Link). Dies gibt Kunden Planungssicherheit und gewährleistet den kontinuierlichen Betrieb ihrer Workloads. Die Unterstützung gilt sowohl für die Integration in Microsoft 365 innerhalb der Sovereign Private Cloud als auch für eigenständige Lösungen.
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