Auf den Spuren der Schreibmaschine: Eine Reise durch die Vergangenheit der Tastatur

Person tippt auf der Tastatur eines Surface das auf ihrem Schoß steht

Am 23. Juni feiern Nostalgiker den Tag der Schreibmaschine. Vor einigen Jahren veröffentlichte sogar der Schauspieler und Schreibmaschinensammler Tom Hanks in der New York Times seine Liebeserklärung an die Maschinen der Vergangenheit. Doch was haben die Schmuckstücke von damals mit den modernen Tastaturen der heutigen Zeit gemeinsam?

Die Geschichte der Schreibmaschine ist verworren, geprägt von unterschiedlichsten Maschinen in den abstraktesten Formen und zahlreichen Tüftlern. 1868 ließ der Buchdrucker und Journalist Christopher Latham Sholes in den USA eine Maschine patentieren, die die Entwicklung der modernen Tastatur prägte – denn sie war schon damals mit dem heute noch in den USA gebräuchlichen QWERTY-Keyboard ausgestattet.

Eine Hand tippt auf einer Schreibmaschine

Gleiche Ordnung, anderer Sound

Über Jahrzehnte war die Schreibmaschine aus den Büros nicht wegzudenken, bis sie langsam vom PC abgelöst wurde. Die Tastatur von Sholes Maschine hat jedoch sogar die digitale Revolution überdauert – und sie wurde mit vielen nützlichen Handgriffen weiterentwickelt, die für viele zu blinder Routine geworden sind. Kopieren, einfügen, ausschneiden, speichern: Moderne Tastaturen mögen nicht mehr den Klang haben, der selbst das Tippen einer kurzen Notiz klingen lässt, als hätte man einen epischen Romaneinstieg geschrieben, aber sie haben unsere Arbeit erheblich erleichtert. Und auch der Klang moderner Tastaturen lässt Nerd-Herzen höher schlagen: Ein vollausgestattetes Gaming-Keyboard klingt schließlich anders als eine minimalistische Tastatur mit Tasten im Chiclet-Stil.

Warum die Buchstaben angeordnet sind, wie sie angeordnet sind? Dazu gibt es verschiedene Theorien. Die Gängigste: Damit sich die Tasten beim Tippen nicht so häufig verhaken. In den USA entschied man sich für den QWERTY-Aufbau, in Deutschland wurden Y und Z getauscht, da das Z hier häufiger gebraucht wird. Kritiker sagen, die Anordnung sei nicht effektiv, nicht ergonomisch – aber die Nutzer*innen haben sich daran gewöhnt.

Abkürzungen suchen und finden

Wer aus seiner Tastatur alles herausholen will, findet Freude an Tastenkombinationen: Mit Shortcuts lässt sich fast alles steuern, [STRG]+[C] (kopieren) und [STRG]+[V] (einfügen) sind nur die Basics. Es gibt viele Handgriffe, mit denen man Kolleg*innen beeindrucken kann, oder selbst produktiver arbeitet. [STRG]+[SHIFT]+[T] rettet einen geschlossenen Browser-Tab, statt sich durch den Browser-Verlauf zu klicken. Wer mit zwei Bildschirmen arbeitet, liebt [Windows]+[P], [STRG]+[D] hilft, wenn ihr den Inhalt eures Bildschirms schnell verstecken wollt.

Viele der Shortcuts sind uns mittlerweile so vertraut, dass es noch komplizierter wäre, die Buchstabenanordnung auf unseren Tastaturen zu verändern – auch wenn ihre Anordnung seit dem Durchbruch der Schreibmaschine nicht mehr überarbeitet wurde.

Die Tastatur ist geblieben, der Klang ein anderer. Auch wenn Tom Hanks das sehr bedauert, werden sich insbesondere Menschen in Großraumbüros freuen, dass ihre Arbeitsnachbar*innen nicht epochal in die Tasten hauen. Wer den Sound der Schreibmaschine gar nicht mehr kennt, oder noch einmal erleben möchte, für den hat Tom Hanks jedoch etwas: Eine App, die das Smartphone zur Schreibmaschine macht.

 


Ein Blogpost von Lisa Schell
Communications Manager Consumer Products & Services

Portrait von Lisa Schell

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