Digital aus der Krise: Handlungsfelder der deutschen Wirtschaft

Unternehmen aller Branchen erkennen das Potential der Digitalisierung für wirtschaftliche Stabilität und Innovationsfähigkeit. Microsoft sieht sich als verlässlicher Partner, um Kund*innen zu helfen, die aktuellen Krisenzeiten erfolgreich zu überwinden und die digitale Transformation voranzutreiben. Hierfür nutzen wir unser gewachsenes Netzwerk, um zuzuhören und zu lernen, was unterschiedliche Branchen konkret benötigen – und unsere Erfahrungen zu teilen.

Branchenübergreifend wurden weite Teile der deutschen Wirtschaft durch die aktuelle Krise stark getroffen. Ein aktueller Austausch mit Branchenexperten zeigt Überschneidungen, aber auch unterschiedliche Handlungsfelder in einzelnen Bereichen der deutschen Wirtschaft auf. Umfassend lassen sich drei Phasen der digitalen Krisenbewältigung identifizieren. Nachfolgend möchte ich einen kurzen Einblick geben.

Drei Phasen der digitalen Krisenbewältigung

Am Anfang der Krise in Phase 1 „Navigate the Now“ ging es vor allem darum, handlungsfähig zu bleiben. Bei der Bewältigung der akuten Herausforderungen gewannen digitale Lösungen rasch an Bedeutung. Virtuelle Zusammenarbeit wie Remote Working oder Learning wurden zum Ad-hoc-Standard – und der Zusammenhang von Digitalisierungsgrad und Wettbewerbsfähigkeit schnell erkannt. Traditionelle Kontaktkanäle brachen weg, der wichtige Kundenkontakt gestaltete sich zunehmend digital.

Aktuell – in der Phase 2 „Comeback“ – befindet sich ein Großteil der Unternehmen am Anfang einer Erholungsphase. Viele Firmen schauen bereits nach vorne und wollen den Entwicklungen voraus sein. Dabei spielen Optimierungsansätze eine große Rolle, wie können Prozesse kostengünstiger und effizienter gestaltet werden, wie kann man sich als Unternehmen, ob groß oder klein, vor Risiken absichern. Zentrale Geschäftsprozesse werden auf das veränderte Konsumentenverhalten angepasst. Die digitale Transformation ist auch hier ein Beschleuniger, der Bedarf an intelligenten Cloud Lösungen wächst.

In der dritten Phase geht es vor allem um die nachhaltige Anpassung sowie Weiterentwicklung der digitalisierten Geschäftsprozesse im „New Normal“. Die Digitalisierung wird individuell-strategisch ausgerichtet, bestehende Lösungen werden modernisiert und neue innovative Anwendungen –vielfach auf Basis von künstlicher Intelligenz – entwickelt sowie eingeführt.

Es geht in all diesen Phasen nicht nur um Technik sondern auch einen Kulturwandel, den ich in meinem letzten Blogpost beschrieben habe.

Gezielte Risikominimierung durch Digitalisierung

Unterschiedliche Ausgangspositionen sorgen dafür, dass nicht jedes Unternehmen jeden Abschnitt durchläuft und in gleichem Tempo. Gerade weltweit agierende Unternehmen können sich je nach Standort in einer unterschiedlichen Phase befinden. Allerdings hat die aktuelle Krisensituation viele Firmen dazu gebracht, die digitale Transformation der eigenen Geschäftsprozesse systematischer zu planen und anzugehen. Fünf Handlungsfelder stehen dabei ganz oben auf der Agenda.

Großer Bedarf besteht an digitalen Lösungen, die finanzielle Risiken analysieren und vorhersehen können. Finanz- und Versicherungswesen, der Automobilsektor, der Bereich Handel- und Konsumgüter, die Fertigungs- und Pharmaindustrie oder auch das Verkehrs- und Transportwesen wollen künftig verstärkter auf ein intelligentes Monitoring sowie Controlling in Echtzeit setzen, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und diese abzufedern.

Bei den oben genannten Wirtschaftszweigen – mit Ausnahme des Finanz- und Versicherungswesens – gibt es zudem einen gesteigerten Bedarf nach intelligenten Plattformen für Lieferketten, um Ausfälle, Engpässe oder Verspätungen vermeiden zu können. Diese Branchen wollen darüber hinaus Logistik-Dienste über intelligente digitale Lösungen optimieren, um sich krisenfester aufzustellen.

Für eine noch effizientere Produktion und die weitere Automatisierung wollen der Automobilsektor, der Bereich Handel- und Konsumgüter und die Fertigungs- und Pharmaindustrie künftig verstärkt in die „Factory of the Future“ investieren. Nicht zuletzt wünschen sich die Branchen Handel-, Konsumgüter sowie das Verkehrs- und Transportwesen digitale Werkzeuge, die ein kontaktarmes Miteinander und Kundeninteraktion ermöglichen.

Resilienz braucht Technologie und Kultur

Der erste Schritt ist gemacht. Unternehmen aus den vielfältigsten Branchen wollen digitale Technologien einsetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Hierbei geht es vor allem um die Fähigkeit, flexibel auf verändernde Umstände zu reagieren und Risiken rechtzeitig zu erkennen. Doch für eine nachhaltige Widerstandsfähigkeit braucht es auch eine Unternehmenskultur, die Technologie und Qualifizierung gemeinsam berücksichtigt. Microsoft versteht sich als strategischer Partner von Firmen aller Größen und Branchen, um diese dabei zu unterstützen, ganzheitliche und somit nachhaltige Digitalisierungskonzepte zu entwickeln.


Ein Beitrag von Christine Haupt
General Manager Marketing & Operations

Christine Haupt im Portrait

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