Hapag-Lloyd: Von null auf 14.000 Home-Office-Arbeitsplätze in einer Woche – durch Windows Virtual Desktop

Schiff des Transport- und Logistikunternehmen Hapag-Lloyd

Krisen können zu Höchstleistungen führen. Das zeigte sich auch bei Hapag-Lloyd nach dem Ausbruch von COVID-19. Sobald das Virus im Frühjahr die ersten Länder befiel, musste das weltweit aktive Transport- und Logistikunternehmen die entscheidende Frage beantworten: Wie können wir den Geschäftsbetrieb trotz Pandemie-Verordnungen und Ausgangssperren aufrechterhalten? In weniger als einer Woche musste die Reederei aus Hamburg eine weltweit nutzbare Remote-Lösung für 14.000 Leute finden. Die Lösung war der Windows Virtual Desktop in der Cloud bei Microsoft Azure.

14.000 Leute wechseln ins Home-Office und der Datenzugriff ist gesichert

Das IT-Team in Hamburg hatte schon vorher mit einer Virtual-Desktop-Infrastruktur gearbeitet, um Software-Entwicklerteams zu unterstützen, die weltweit verstreut arbeiten. Aber jetzt galt es, diese Arbeitsweise in völlig neue Dimensionen zu skalieren: Durch Windows Virtual Desktop (WVD) sollten 14.000 Mitarbeiter*innen in 130 Ländern denselben einfachen Zugriff auf Dokumente, Datenbanken und andere Systeme erhalten, den sie bisher nur im Büro bekommen konnten.

Und Alternativen zu dem Azure-Dienst? Gab es nicht. Eine VPN-Infrastruktur war zwar vorhanden, doch es blieb keine Zeit, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Laptops für die Arbeit im Home-Office auszustatten. Auch die Installation einer herkömmlichen Virtual-Desktop-Umgebung, die nicht auf der Public Cloud basiert, war nicht so schnell möglich. Außerdem wäre sie nur schwer planbar gewesen, weil die Kapazitäten weltweit benötigt werden.

Eine der weltgrößten WVD-Umgebungen für eine der größten Reedereien

Bei Cloud-Angeboten wie WVD in Azure entfällt hingegen der Aufwand für die Installation von Servern sowie die Konfiguration von Load Balancern, Routern und anderen für die Internet-Anbindung relevanten Komponenten. „Azure bietet uns die Möglichkeit, Kosten zu senken und die Geschwindigkeit zu erhöhen, indem man weitere Compute-Ressourcen nur dann bucht, wenn zuvor definierte Auslastungsschwellen überschritten wurden“, erklärt Andreas Pfaffinger, Projekt- und Providermanagement bei der Hapag-Lloyd AG. „Umgekehrt können Ressourcen sofort freigegeben werden, sobald die Auslastung sinkt. Das ermöglicht uns eine hohe Flexibilität.“

Gemeinsam mit Microsoft und dem Microsoft-Partner PHAT CONSULTING GmbH stellte das IT-Team der Reederei in Rekordzeit von Freitag bis Montagmorgen eine der weltgrößten WVD-Umgebungen auf die Beine. Selten zuvor hatte ein Azure-Kunde so eine Infrastruktur mit vergleichbaren Ausmaßen betrieben. Hapag-Lloyd sorgte mitunter im Alleingang für 9.000 gleichzeitige WVD-Sessions.

Compute-Ressourcen lassen sich mit Azure flexibel um den Erdball verteilen

Im Schnitt sind jetzt 3.500 Hapag-Lloyd-Mitarbeitende pro Tag mit Windows Virtual Desktop verbunden. Durch die Nutzung von Azure sind diese Ressourcen beliebig erweiterbar und momentan auf bis zu 5.000 gleichzeitige Nutzer*innen ausgelegt. Das Hamburger Unternehmen profitiert dabei von den besonderen Vorteilen von Microsofts globaler Cloud, die es ermöglicht, Compute-Ressourcen stets in jene Regionen auf der Welt zu verschieben, in denen sie benötigt werden. Das Ergebnis ist eine extrem schnelle und kosteneffiziente Lösung.

Die Rückmeldungen aus der Belegschaft sind – nachdem die anfänglichen Stolpersteine aus dem Weg geräumt waren – durchweg positiv. Auch in der Unternehmensleitung sorgten die guten Erfahrungen dafür, dass Hapag-Lloyd seine IT-Strategie überarbeitet hat: Die Windows-Virtual-Desktop-Umgebung soll noch mindestens bis Ende 2021 im selben Umfang weiter genutzt werden. Auch wenn die Pandemie dann vielleicht schon vorbei ist. Das Gespann aus Hapag-Lloyd, PHAT CONSULTING und Microsoft kann stolz sein: Im Handumdrehen wurde man so der größte WVD-Kunde von Microsoft in Deutschland.

Die ganze Kundenreferenz von Hapag-Lloyd lesen Sie hier.


Ein Beitrag von Markus Göbel
Communications Manager Data Applications and Infrastructure

Markus Göbel

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