Zweiter “Neue Nähe”-Hackathon: Aktion Mensch und Microsoft küren Preisträger für digitale Barrierefreiheit und Teilhabe

Erfolgreiche Fortsetzung der inklusiven Denkfabrik im Medical Valley Center Erlangen – Preisträger mit Zukunftspotential

Erlangen / Bonn / München, 3. Juli 2017. Der zweite #neueNähe-Hackathon von Microsoft und der Aktion Mensch vom 30. Juni bis 2. Juli 2017 stand ganz im Zeichen von digitaler Teilhabe, Barrierefreiheit und Inklusion. Jetzt stehen die Preisträger der diesjährigen inklusiven Denkfabrik fest. Insgesamt drei Entwickler-Teams dürfen sich über ein Preisgeld in Höhe von 21.000 Euro zur Weiterentwicklung ihrer Anwendungen und eine Auszeichnung freuen, die ihnen am gestrigen Sonntag im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Medical Valley Center Erlangen verliehen wurde.

Die Digitalisierung ist ein Veränderungsprozess, der unsere gesamte Gesellschaft betrifft. Prozesse, Strukturen, Strategien, Geschäftsmodelle, unser Bildungswesen und nicht zuletzt die Art, wie wir leben und arbeiten, werden durch moderne Technologien grundlegend verändert und schaffen durch das Internet und digitale Medien neue Möglichkeiten der Teilhabe. Um gleichberechtigten Zugang und gleiche Möglichkeiten für Menschen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten zu bieten, ist es essentiell, diese Transformation als barrierefreien Prozess voran zu treiben und moderne Technologien als Schlüssel für eine inklusive Gesellschaft zu verstehen. Technologien muss für alle Menschen zugänglich sein – unabhängig von ihrer Hardware, Software, Sprache, Kultur, Ort, physischen oder kognitiven Fähigkeiten.

Gemeinsam für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe
Diesen Beweis haben nun mehr als 80 Developer mit und ohne Behinderung aus ganz Deutschland am vergangenen Wochenende in Erlangen angetreten. Gemeinsam mit dem Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) haben es sich die Aktion Mensch und Microsoft Deutschland dabei nach dem erfolgreichen Auftakt in Berlin im Dezember 2016 auch in diesem Jahr zum Ziel gesetzt, die Entwicklung von technologischen Lösungen für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe voranzutreiben und damit den Alltag von Menschen mit und ohne Behinderung einfacher zu machen.

Unterstützt wurden die Entwickler vor Ort auch von Experten mit unterschiedlichen Behinderungen, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung einen maßgeblichen Beitrag dazu leisteten, bedarfsgerechte und nutzerorientierte Lösungen auf den Weg zu bringen. Diese Kriterien wurden von der Jury bei der Auswahl und Bewertung der Projekte genauso berücksichtigt wie der Innovationsgrad und das Entwicklungspotenzial der einzelnen Anwendungen.

Preisträger mit Zukunftspotenzial
Drei Preisträger dürfen sich über ein Preisgeld sowie eine Auszeichnung in Höhe von insgesamt 21.000 Euro für die weitere Arbeit an ihren Anwendungen für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe freuen. Die Gewinner und die jeweiligen Lösungen in der Übersicht:

1. Platz: Team „BIRNE 7.0“ (Preisgeld: 8.000 Euro)
Sieben Entwickler aus dem studentischen Umfeld der Hochschulen Erlangen um Fatma Ari überzeugten die Jury mit einem ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz: Die für Menschen mit Sehbehinderung barrierefrei aufbereitete Plattform zentralisiert den Austausch und Dialog. Dort können Menschen mit Behinderung konkrete Probleme aus dem Alltag einstellen, die dann von Programmierern mit modernen Cloud-Technologien gelöst werden. Neben dem virtuellen Dialog fördert BIRNE 7.0 den Austausch auf regionaler und überregionaler persönlicher Ebene und zeigt bestehende Lösungen.

2. Platz: Team „Multi-Inklusionstool für Notrufe und Hausautomatisierung (Preisgeld: 7.000 Euro)
Tobias Müller-Zielke und Nils Pickert ermöglichen es Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsformen, Signale in Notfallsituationen abzusetzen und „Smart Home“-Elemente zu steuern. Damit trägt die Lösung zu einem selbstbestimmteren Leben und mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden bei. Diese Technologie ist über Sprachsteuerung, Lautstärke und via Knopfdruck nutzbar. Dabei werden bestehende Soft- und Hardware-Lösungen einfach integriert.

3. Platz: Team „GreenDrop“ (Preisgeld: 6.000 Euro)
Marcel und Luca Tilly machen mit Hilfe von Piktogrammen digitale Medien für Menschen nutzbar, die auf Grund ihrer Einschränkung keinen Zugang zur Online-Welt haben. Die selbstlernende Bilderkennung verknüpft Piktogramme und Bilder mit bestimmten Anwendungen wie zum Beispiel einer Wetter-App oder dem E-Mail-Client auf dem Smartphone. Die jeweilige Applikation startet nach Identifikation des Bildes dann ganz automatisch.

Weitere Informationen
Mit modernen Technologien lassen sich Dinge ermöglichen und Zugänge schaffen, die vorher nicht vorstellbar waren. Das gilt insbesondere in der Diskussion um eine barrierefreie und inklusive Gesellschaft. Weltweit leben rund 1,2 Milliarden Menschen mit einer Behinderung. Teilhabe bedeutet also für die Projektpartner vor allem, dass Menschen mit Behinderung das Internet und die Digitalisierung wahrnehmen, verstehen, navigieren und damit interagieren können – und dass sie selbst aktiv etwas dazu beitragen können.

Weitere Informationen zur #neueNähe-Kooperation zwischen Microsoft und der Aktion Mensch finden Sie auf Twitter, in dieser Feature-Story auf dem Microsoft Newsroom, auf dem Portal www.microsoft-politik.de sowie unter www.aktion-mensch.de/neuenaehe. Pressebilder vom zweiten Hackathon in Erlangen haben wir auf OneDrive zusammengestellt.

Ansprechpartnerin Microsoft
Isabel Richter
Communications Manager Corporate Communications
isabel.richter@microsoft.com
@isabel_richter

Ansprechpartnerin PR-Agentur Faktor 3 AG
Katharina Reber
Kattunbleiche 35
D-22041 Hamburg
Telefon: +49 40 67 94 46 6154
k.reber@faktor3.de