So viel Open Source steckt in Windows 10

Bereits 2016 übernahm Microsoft die Software Xamarin, eine offene Umgebung zur Entwicklung von plattformübergreifenden Anwendungen mit .NET und C#. Vor rund zwei Jahren folgte der Erwerb der Software-Entwicklungsplattform GitHub für 7,5 Milliarden US-Dollar. Dort veröffentlichen Developer-Teams ihren Software-Code und arbeiten gemeinsam an Projekten, auf welche Unternehmen wie Organisationen weltweit zugreifen können.

Das sind nur ein paar jüngste Beispiele für Microsofts Engagement im Bereich Open Source. Kein anderes Unternehmen lässt so viele Mitarbeiter*innen an Open-Source-Projekten mitwirken. Das hat auch rund um Windows deutliche Auswirkungen. Zeit zu beleuchten, wie viel Open Source bereits in Windows steckt.

 Open Source ist elementar für Windows 10

Die wichtigsten Neuigkeiten rund um Windows 10 und Open Source haben wir erst kürzlich auf der Entwicklerkonferenz Microsoft Build 2020 digital präsentiert. Mit Project Reunion entkoppeln wir die Windows-Plattform von dem Betriebssystem und Entwickler*innen können Apps über Win32- sowie UWP-Programmierschnittstellen einfacher integrieren. Die dafür benötigte Code-Plattform stellen wir als offenen Quellcode bereit.

Project Reunion

Für uns mittlerweile ein bekanntes Vorgehen, Komponenten von der Windows-Plattform zu lösen und diese als Open-Source-Projekt verfügbar zu machen – PowerShell ist ein weiteres Beispiel für diesen Ansatz. Support für Linux ist dabei selbstverständlich.

Surfen mit Open Source

Browser Microsoft Edge

Die enge Verbindung von Windows und Open Source wird wohl kaum so deutlich wie am Beispiel unseres neuen Browsers Microsoft Edge. Seine Basis ist die Open-Source-Engine Chromium und wir arbeiten fleißig an der Weiterentwicklung mit. So profitieren wir mit Microsoft Edge von der Arbeit anderer, aber auch alternative Browser können unseren Input für sich nutzen. So hat Microsoft bis heute über 3.000 Commits eingebracht, also Verbesserungen, um das Surfen im Web nutzerfreundlicher, performanter und zugänglicher machen.

Linux-Kernel unter Windows

Linux

Linux ist schon länger ein fester Bestandteil von Windows 10. Vor kurzem hat Microsoft nun einen kompletten Linux-Kernel für das Windows-Subsystem im Rahmen des Windows 10 Mai 2020 Update bereitgestellt – und Linux für Windows 10 damit rundum erneuert. Hierfür nutzen wir eine virtuelle Maschine und der Linux-Kernel wird per Windows-Update aktualisiert. Das macht Linux in Windows 10 noch schlanker und schneller. Darüber hinaus werden auch Anwendungen mit grafischer Oberfläche unterstützt und Linux kann auf die Rechenleistung der Grafikkarte zugreifen.

PowerToys feiern Comeback via Open Source

PowerToys

Erfahrene Windows-Nutzer*innen erinnern sich bestimmt an unsere PowerToys für Windows 95 oder Windows XP: Eine beliebte Sammlung von kostenlosen Werkzeugen, mit denen Anwender*innen zusätzliche Funktionen einfach nachrüsten konnten. Nun kommen die PowerToys für Windows 10 als Open-Source-Projekt zurück, die Tool-Sammlung umfasst aktuell sieben Programme. Ganz smart finde ich den Launcher PowerToys Run: Über die Tastenkombination „Alt“ und „Leertaste“ wird er gestartet. Danach braucht man nur noch eintippen, was gesucht wird und schon hat der Launcher die passenden Programme parat.

Profi-Werkzeuge für Open Source

Windows Terminal

Ein weiterer Open­-Source-Star auf der diesjährigen Build war Windows Terminal. Unsere modernisierte Kommandozeile hat eine echte Punktlandung hingelegt und startete zur Konferenz als Version 1.0. Das Besondere: Alle bisherigen Kommandozeilen können über Tabs integriert werden. Zudem gibt es jede Menge Möglichkeiten, um Windows Terminal zu individualisieren. Ein weiteres Open-Source-Projekt befindet sich bereits in der Entwicklung: der Windows Package Manager Client. Mit der Paketverwaltung könnt ihr Programme schnell finden und installieren.

Die Open-Source-Veröffentlichungen von Microsoft findet ihr auf einen Blick unter https://opensource.microsoft.com/.


Ein Beitrag von Irene Nadler
Communications Manager Windows & Devices

Irene Nadler, Communication Manager; Microsoft GmbH

 

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