Microsoft Edge & Chromium: Hintergründe zur Open-Source-Integration

Microsoft Edge and Chromium

Microsoft hat vergangene Woche bekanntgegeben, dass es beabsichtigt, künftig das Open-Source-Projekt Chromium bei der Entwicklung des Web-Browsers Microsoft Edge für PCs einzusetzen. Ziel ist es, die Web-Komptabilität für Kunden zu verbessern sowie die Fragmentierung des Webs für Entwickler zu verringern. Darüber hinaus möchte Microsoft einen Beitrag zum Open-Source-Projekt leisten und die Performance von anderen Browsern unter Windows optimieren.

Ausführliche Hintergründe zu diesem Thema liefert dieser umfassende Beitrag auf GitHub.

Konsequentes Engagement für Open Source

Die geplante Berücksichtigung des Chromium-Projekts bei der Weiterentwicklung von Microsoft Edge ist ein nächster und logischer Schritt im Rahmen von Microsofts verstärktem Engagement für Open-Source-Software (OSS) – also Programme, die meist kostenlos sind und deren Quelltext öffentlich eingesehen, genutzt sowie geändert werden kann.

Im Laufe der letzten Jahre hat sich Microsoft zunehmend in der OSS-Community eingebracht und sich zu einem der weltweit größten Unterstützer von OSS-Projekten entwickelt. Bei Microsoft Edge geht es Microsoft im Kern darum, gemeinsam die bestmögliche Lösung für alle Anwender zu finden, die sich mit mehreren Geräten unterschiedlichster Hersteller im Internet bewegen.

Open Source bereits ein Teil von Microsoft Edge

Allerdings ist die Nutzung von Open-Source und des Chromium-Projekts nicht neu für Microsofts Browser: So beruhen beispielsweise die Edge-Apps für Android und iOS darauf. Auch in einzelnen Funktionen von Microsoft Edge stecken bereits Open-Source-Anteile – etwa in der Grafiktechnologie ANGLE, in der Sound-Engine Web Audio und in der Daten-Kompressionstechnik Brotli.

Zudem hat Microsoft in den vergangenen Monaten zahlreiche Beiträge zum Chromium-Projekt geleistet, um das Surfen auf neuen ARM-basierten Windows-Geräten voranzutreiben.

Evolution „unter der Haube“

Voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres wird Microsoft bei seinem Browser den Technologiewechsel „unter der Haube“ vornehmen. Diese Evolution wird sukzessive stattfinden und offen entwickelt werden, so dass Interessierte den Prozess stetig begleiten können. Nachfolgend ein kurzer Überblick zu den geplanten drei wichtigsten Aspekten der Weiterentwicklung des Web-Browsers:

  • Microsoft Edge fürs PCs wechselt auf eine Chromium-kompatible Web-Plattform. Hierbei soll die Browser-Technologie von Edge noch stärker an bestehende Webstandards sowie an andere Chromium-basierte Browser angeglichen werden, um die Kompatibilität zu verbessern und das Testen von Anwendungen für Web-Entwickler zu erleichtern.
  • Microsoft Edge soll für alle unterstützten Versionen von Windows bereitgestellt werden. Zudem soll der Browser noch häufiger Aktualisierungen erhalten und es ist geplant, Microsoft Edge auf diese Weise noch einfacher auf weitere Plattformen zu bringen – zum Beispiel macOS.
  • Optimierte Performance von Chromium-basierten Browsern auf Windows-Geräten. Diese werden künftig noch besser auf Windows-Geräten laufen, da Microsoft gemeinsam mit der Open-Source-Community Aspekte wie Akkulaufzeit, Touch-Bedienung, Barrierefreiheit oder Sicherheit in Chromium-basierten Browsern verbessern kann.

Neben dem ausführlichen Beitrag auf GitHub finden Interessierte weitere Details in diesem Blog Post auf dem Windows Experience Blog.

Irene Nadler, Communication Manager; Microsoft GmbH

Ein Beitrag von Irene Nadler
Communications Manager Windows & Devices

 

Tags: , ,

Weitere Infos zu diesem Thema

12. Juli 2019
So gelingt der Umstieg auf Windows 10

Am 14. Januar 2020 endet nach zehn Jahren der Support für Windows 7. Das bedeutet, dass Nutzer von Windows 7 ab diesem Zeitpunkt keine Software- und Sicherheitsupdates mehr erhalten. Um weiterhin Updates zu erhalten und so euer Betriebssystem auf dem aktuellsten Stand zu halten, lohnt es sich schon jetzt über einen Wechsel auf Windows 10 nachzudenken. Wir haben für euch zusammengefasst, auf was ihr achten müsst, damit euer Umstieg zu Windows 10 reibungslos gelingt.