Resilienz-Check von Microsoft und BDA: Deutsche Unternehmen sind bereit für den Sprung nach vorn

Resilienz-Check 2020

Deutschlands Wirtschaft hat gute Voraussetzungen, gestärkt aus der tiefsten Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik hervorzugehen. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, mit der das Daten- und Analytikunternehmen GfK im Auftrag von Microsoft und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) die Fähigkeit deutscher Unternehmen zur Bewältigung von Krisen untersucht hat. Demnach erfüllt die Mehrzahl der Unternehmen entscheidende Bedingungen für Resilienz – und viele haben die Corona-Pandemie genutzt, ihre Widerstandsfähigkeit weiter zu verbessern.

Wie die Untersuchung zeigt, haben Unternehmen in der Corona-Pandemie eine hohe organisatorische Anpassungsfähigkeit bewiesen. Zwei Drittel der Befragten sagen, dass sie sich während der Pandemie neue Arbeitsweisen angewöhnt haben, die Hälfte sagt, dass ihr Unternehmen insgesamt flexibler geworden sei. In den Belegschaften herrscht eine große Offenheit für neue Lösungen. Sechs von zehn Beschäftigten sagen, dass sie sich gerne mit neuen Technologien und Arbeitsweisen auseinandersetzen.

Knapp die Hälfte der Beschäftigten gibt in der Umfrage an, dass ihr Unternehmen in Software investiert habe. Ebenso viele nennen Investitionen in Hardware und in Infrastruktur wie Cloud-Lösungen. Gut 40 Prozent der Befragten sagen, dass ihr Unternehmen jetzt besser ausgestattet sei als vor der Krise.

Diese Ergebnisse sind sehr ermutigend und zeigen, dass viele Unternehmen in der Krise die richtigen Weichenstellungen vorgenommen haben“, sagt Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung bei Microsoft Deutschland bei der Vorstellung der Befragung auf der #futurework20 in Berlin, dem größten Festival zur Zukunft der Arbeit. „Ich bin zuversichtlich, dass wir kein Digitalisierungs-strohfeuer erleben, sondern tatsächlich einen langfristigen Digitalisierungsschub sehen werden. So können wir diese und kommende Krisen besser bewältigen – und dabei nicht nur resilienter, sondern auch innovativer und wettbewerbsfähiger werden.

Wir haben in der Krise einen massiven Modernisierungsschub in der Arbeitswelt erlebt“, kommentiert BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter die Studie: „Investitionen in die Digitalisierung sind Investitionen in die Zukunft. Das trägt entscheidend zur Anpassungsfähigkeit der Unternehmen bei.“ Entscheidend sei, dass nun die richtigen Lehren aus der Krise gezogen würden. „Flexibilität hat sich für Unternehmen wie Beschäftigte als entscheidender Vorteil erwiesen. Wir dürfen nicht in alte Muster zurückfallen: Eine moderne Arbeitswelt sollte sich auch in einem zeitgemäßen Rechtsrahmen widerspiegeln. Den Rückenwind sollte die Politik jetzt nutzen, um starre Arbeitsgesetze in das Zeitalter der Digitalisierung zu überführen“, so Kampeter.

Resilienz-Check2020_Infografik_Resilienzfaktoren
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Auf den Faktor Mensch kommt es an – und Qualifizierung wird zur entscheidenden Zukunftsfrage

Auch bei „weichen” Resilienzfaktoren wie der Führungskultur können Firmen aller Branchen und Größen punkten: Klare Ziele gepaart mit Freiräumen, Flexibilität und Teamorientierung machen die deutsche Wirtschaft robust gegen Krisen. Jeweils sechs von zehn Beschäftigten sagen, dass ihre Führungskräfte sie eigene Entscheidungen treffen lassen – und ihnen Freiräume geben, um Neues auszuprobieren. Das Thema Qualifizierung wird zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Vier von fünf Beschäftigten betonen die Bedeutung von Weiterbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ebenso viele wollen eine Firmenkultur, die lebenslanges Lernen und digitale Kompetenzen fordert und fördert. Bendiek: „Digitale Qualifizierung wird auch in Zukunft der Schlüssel für eine gelungene Digitale Transformation sein. Diese Bereitschaft zur Weiterbildung ist eine große Chance für Unternehmen und Beschäftigte, sich zukunftsfähig aufzustellen. Jetzt ist die Zeit, sie zu nutzen und die richtigen Weichen zu stellen.

Für den „Resilienz-Check 2020“ haben Microsoft und BDA das Daten- und Analytikunternehmen GfK mit einer repräsentativen Umfrage beauftragt. Dazu wurden zunächst wissenschaftliche Konzepte zur Resilienz von Unternehmen ausgewertet, also der Fähigkeit zur Bewältigung von Krisen. Aus diesen wurden die fünf Resilienzfaktoren Strategie & Prozesse, Anpassungsfähigkeit der Organisation, agile IT-Infrastruktur, Führung & Vertrauen sowie Mitarbeiter-Mindset identifiziert. Darauf basierend wurde ein Fragebogen entwickelt und von GfK im Juli und August 2020 per computergestütztem Web-Interview 2.038 Personen mit Büro-Arbeitsplatz in Deutschland aus dem Onlinepanel von GfK befragt.

Weiterführende Informationen:

Microsoft Deutschland GmbH
Die Microsoft Deutschland GmbH wurde 1983 als deutsche Niederlassung der Microsoft Corporation (Redmond, U.S.A.) gegründet. Als weltweit führender Hersteller von produktiven Softwarelösungen und modernen Services im Zeitalter von intelligent Cloud und intelligent Edge, sowie als Entwickler innovativer Hardware, versteht sich Microsoft als Partner seiner Kunden, um diesen zu helfen, von der digitalen Transformation zu profitieren. Gemeinsam mit rund 30.000 Partnern unterstützt Microsoft in Deutschland Firmen aller Branchen und Größen. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in vielfältigen Initiativen und Projekten, damit alle Menschen am Fortschritt einer digitalen Gesellschaft teilhaben können.

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Die BDA organisiert als Spitzenverband die sozial- und wirtschaftspolitischen Interessen der gesamten deutschen Wirtschaft. Wir bündeln die Interessen von einer Million Betrieben mit rund 20 Millionen Beschäftigten. Diese Betriebe sind der BDA durch freiwillige Mitgliedschaft in Arbeitgeberverbänden verbunden.

Ansprechpartnerin Microsoft
Isabel Richter
Corporate Communications Manager
E-Mail: isabel.richter@microsoft.com
Twitter: @isabel_richter

Ansprechpartnerin BDA
Larissa Sengfelder
Stellvertretende Pressesprecherin
E-Mail: l.sengfelder@arbeitgeber.de

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