Studie: Wie Technologie und Teamarbeit zusammenkommen

Collaboration Generations

Wenn Begriffe wie New Work oder Arbeiten 4.0 fallen, steht (zu) oft die Digitalisierung – und damit Technologie – alleine im Fokus der Debatte. Doch neue Tools erobern nicht einfach unseren Arbeitsplatz, sondern verändern vor allem die Art, wie wir zusammenarbeiten. Schon heute macht kollaborative Arbeit bis zu 80 Prozent unseres Arbeitstags aus und laut aktuellen Prognosen gibt es spätestens 2020 mehr Team- als Einzelarbeitsplätze in Unternehmen. Gleichzeitig haben sich mit den Möglichkeiten von modernen Kollaboration-Lösungen, dem Eintritt der Generation Z in den Arbeitsmarkt und dem Wandel der Arbeitswelt auch die Anforderungen an Teamarbeit gewandelt: Unternehmen stehen vor der Herausforderung, diverse, interdisziplinäre und vor allem global verteilte Teams erfolgreich zusammenzubringen. Eine internationale Microsoft-Studie hat 14.000 Teilnehmer aus sieben verschiedenen Ländern zum Thema New Work und Teamarbeit befragt – und das sind die Ergebnisse.

Doch wie meistern wir die viel zitierte Kunst der Zusammenarbeit? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zunächst herausfinden, wie Menschen in der modernen Arbeitswelt am besten zusammenarbeiten. Welche Rolle spielen dabei Faktoren wie Geschlecht oder Generationszugehörigkeit? Macht es einen Unterschied, ob die Mitglieder eines Teams von Zuhause, unterwegs oder an einem festen Arbeitsplatz im Büro arbeiten? Diesen Fragen sind wir von Microsoft gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov in einer internationalen Studie nachgegangen und haben 14.000 Teilnehmer aus sieben verschiedenen Ländern zum Thema New Work und Teamarbeit befragt. Bei der Auswertung wurden die Befragten in Babyboomer (55-59 Jahre), Generation X (35-54 Jahre), Millennials (22-34 Jahre) und Generation Z (18-21 Jahre) unterteilt.

Heute möchte ich euch die fünf wichtigsten Erkenntnisse der Studie vorstellen, die detaillierten Ergebnisse in diesem Blogpost meiner US-Kollegen:

1. Der Chat ist die neue E-Mail

E-Mail, Telefon, Handy und das persönliche Meeting – während das die bevorzugten Kommunikationskanäle von Babyboomern, Generation X und den Millennials sind, deutet sich in der Generation Z ein Wandel an: Die 18 bis 21-jährigen bevorzugen die Kurznachricht im Chat, gefolgt von persönlichen Meetings und E-Mail. Bei der Frage, welche Form der Kommunikation am glücklichsten mache, sticht die „Gen Z“ erneut hervor: Sie stellt Chats fast auf eine Stufe mit persönlichen Meetings, während alle anderen Generationen den persönlichen Austausch am meisten schätzen.

Mit der steigenden Kollaboration und Vernetzung der Arbeit und dem Eintritt der Generation Z in den Arbeitsmarkt, wächst also auch der Wunsch nach schneller, chatbasierter Kommunikation als Form der Zusammenarbeit. Allgemein gilt allerdings: Je effektiver, desto besser. Ungeachtet des Alters schätzen 61 Prozent aller Befragten einen kurzen, prägnanten Austausch statt langer Ausschweifungen – egal, auf welchem Kanal.

2. So unterschiedlich blicken die Generationen auf Technologie

Werden am Arbeitsplatz neue Technologien und Tools eingeführt, fühlen sich die Befragten der Generation Z (50 Prozent) eher gestresst als ihre älteren Kollegen – spannend ist hierbei, dass das „Stresslevel“ mit steigendem Alter abnimmt. Nur 38 Prozent der Baby Boomer gaben an, von neuen Technologien am Arbeitsplatz gestresst zu werden, bei Gen X sind es 40 Prozent und bei den Millennials schon 43 Prozent.

Auch die positiven Auswirkungen von neuen Technologien auf die Work-Life-Balance sieht die Gen Z skeptischer als die anderen befragten Generationen. Beides hat mich zuerst überrascht – erklären lässt sich das gegebenenfalls mit der komplexeren Wahrnehmung von Technologie durch die jüngsten Arbeitnehmer. Führungskräfte sollten dies bei der Leitung von diversen Teams bedenken.

Generationenübergreifend gilt: Knapp 80 Prozent der Befragten sind zufriedener, wenn sie mit den neuesten Technologien arbeiten können.

3. Männer, Frauen und ihre Ansprüche an Teamarbeit

Anhand von 138 Faktoren wie „Mobiles Arbeiten“ und „Diverse Teams“ vergleicht die Microsoft-Studie, unter welchen Bedingungen Männer und Frauen am liebsten zusammenarbeiten. Und die sind ähnlicher als man vielleicht denken mag: Während es bei den meisten Faktoren wie z.B. „Starke Führung“ oder „Alleine arbeiten“ kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, teilen sich die Meinungen bei einem Punkt dafür besonders stark: Und zwar bevorzugen es Männer deutlich mehr als Frauen, in einem Arbeitsumfeld mit Wettbewerb zu arbeiten.

4. Mobile Arbeiter definieren Arbeit anders

Auffällig sind die großen Unterschiede zwischen Mitarbeitern mit einem klassischen Arbeitsplatz im Büro und jenen, die nicht primär im Office arbeiten, den sogenannten „Remote Workern“. Letztere schätzen und nutzen Kollaborationstools fast doppelt so oft wie Beschäftigte, die im Unternehmen vor Ort sind. So bevorzugen 41 Prozent der befragten „Remote Worker“ Video-Konferenzen mit Tools wie Skype for Business oder Microsoft Teams aus der Office-Familie zur Zusammenarbeit, während nur 23 Prozent der Mitarbeiter mit festem Schreibtisch diese Art der Kommunikation bevorzugen. Da mobiles Arbeiten stark zunimmt und immer mehr Mitarbeiter die Vorzüge eines flexiblen Arbeitsortes erkennen, werden Videotelefonie-Tools in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.

Gleichzeitig ist der persönliche Austausch noch lange nicht ausgestorben – letztlich bewerten die Befragten persönliche Meetings einstimmig als den Kommunikationskanal, der am glücklichsten macht.

5. Der passende Kommunikationskanal für jede Generation – und Situation

Am Ende des Tages sind die Unterschiede zwischen Generationen, Geschlechtern und Arbeitstypen nicht ganz so groß wie ich zunächst vermutet hatte. Dennoch ist das Kernergebnis der Studie klar: Um Zusammenarbeit und Teamwork zu fördern, müssen Unternehmen auf die richtigen Tools setzen – und mit richtig meine ich nicht keine „entweder oder“ Lösung, sondern einen individuellen, auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter zugeschnittenen Tool-Baukasten. Denn nur so können die Mitarbeiter, ihren Anforderungen und Bedürfnissen entsprechend, die Lösungen im Arbeitsalltag einsetzen, die sie persönlich am zufriedensten machen.

Als technische Grundlage müssen Unternehmen vernetzte Arbeitsräume für die Unterhaltungen, Meetings, Dateien und Tools ihrer Teams schaffen, die möglichst verschiedene Kommunikationsweisen unterstützen. Microsoft Teams ist so ein Raum: Als zentrale Anlaufstelle für Kollaboration verbindet Teams verschiedene Anwendungen aus Office 365 wie beispielsweise Skype for Business, OneDrive, Word und PowerPoint und ermöglicht den Teammitgliedern das Teilen von Dokumenten, den nahtlosen Austausch im Team, integrierte Videokonferenzen und das gemeinsame Bearbeiten von Inhalten in der Cloud.

Neben den richtigen Tools, offener Kommunikation und Vernetzung braucht es vor allem eine Kultur des Vertrauens, um den digitalen Wandel mit allen Mitarbeitern erfolgreich zu gestalten – das wissen wir hier bei Microsoft nur zu gut.


Ein Beitrag von Jörg Petter
Business Lead Microsoft 365 Enterprise & Microsoft Teams bei Microsoft Deutschland
Jörg Petter, Business Lead Microsoft 365

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