Der Krise einen Schritt voraus: Beiersdorfs flexibler Umzug in die Cloud

Beiersdorf Unternehmenszentrale

Wer in diesen Tagen die Unternehmenszentrale der Beiersdorf AG in Hamburg-Eimsbüttel besucht, trifft dort nur wenige Mitarbeiter*innen an. Die meisten Arbeitsprozesse, Meetings, gemeinschaftliche Sport- oder Ernährungskurse finden dort zurzeit nicht statt. Sie haben sich in die Cloud-Plattform Microsoft Azure verlagert.

Doppelte Strukturen – Doppelter Aufwand, geringe Performance

Doch schon bevor Europa von der Corona-Pandemie getroffen wurde, arbeitete man bei Beiersdorf längst nicht mehr nur im Büro. An der Elbe ist man sich sicher: Neue Arbeitsweisen bieten den Mitarbeiter*innen die Flexibilität, die sie brauchen, um neue Ideen zu entwickeln und sie eigenverantwortlich voranzutreiben. So waren zum Zeitpunkt des Lockdowns rund 20.500 Beiersdorf-Mitarbeiter*innen bereits von zu Hause oder von unterwegs per Virtual Private Network (VPN) an das Unternehmensnetzwerk angebunden.

Der Aufwand dafür war groß. Um diese Remote-Access-Lösung zu stemmen, betrieb die IT von Beiersdorf Shared Services (BSS) parallel sowohl Virtual Clients als auch Terminal Server. Die Mühen zog sich durch sämtliche Felder – vom Hardware-Investment bis zu den Wartungsarbeiten. Die instabile Performance der Hardware für die virtuellen Clients schränkte die Produktivität immer wieder ein. Auch zum Leidwesen der Mitarbeiter*innen.

Ansturm ins Home-Office: Beiersdorf stellt virtuelle Arbeitsplätze bereit

Um mobiles Arbeiten in Zukunft reibungslos gestalten und skalieren zu können, entschied sich die Beiersdorf AG bereits zu Beginn des Jahres dafür, den Windows Virtual Desktop (WVD) als eine neue cloudbasierte Lösung im Unternehmen einzuführen. Windows Virtual Desktop ist eine Azure-Infrastruktur für virtuelle Desktops, die sich einfach verwalten lässt, Mehrfachsitzungen in Windows 10 erlaubt und Remote-Desktop-Dienste unterstützt.

An ihrer Seite: Der Microsoft-Partner Sepago GmbH. Als im März die Pandemie kam, befand sich das Beiersdorf-Team gerade in der finalen Implementierungsphase der neuen Lösung. Durch die Umstellung auf Home-Office stieg die Nutzung der VPN-Infrastruktur plötzlich um das Fünffache an. Um diesem Ansturm gerecht zu werden, verkürzte das Projekt-Team kurzerhand die Pilotphase. „Von einem Tag auf den anderen haben wir die Lösung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit zur Verfügung gestellt“, erinnert sich Sebastian Meyer, Global Service Owner Modern Client Technologies bei Beiersdorf Shared Services.

Halbe Kosten und hohe Usability

Nun hat die komplette Belegschaft jederzeit Zugriff auf einen vollwertigen Arbeitsplatz, einschließlich aller Anwendungen und Daten. Egal wann und wo und von welchem Endgerät – ob Laptop, Smartphone oder Tablet – sie brauchen nur einen Internetzugang und ihren Login. Es wirkt fast so, als ob alles lokal wie bei einem herkömmlichen PC installiert ist. Tatsächlich läuft aber alles über die Cloud.

Von dieser neu gewonnenen Flexibilität profitiert der Beiersdorf-Konzern nicht zuletzt in der aktuellen Krisensituation: Die Umstellung auf das Home-Office war reine Formsache. Und auch das Onboarding neuer Mitarbeiter*innen funktioniert damit reibungslos. Zudem lassen sich die IT-Kosten senken – zum Beispiel dadurch, dass nicht für alle externen Mitarbeiter*innen und für jeden IT-Trainingsraum immer wieder neue Geräte oder Programme angeschafft werden müssen. Rund 50 Prozent der Kosten für Hardware, Strom, Wartung und Lizenzen lassen sich dadurch einsparen. Und auch der Administrationsaufwand ist durch Microsoft Azure und den Windows Virtual Desktop deutlich gesunken.

Die ganze Kundenreferenz über Beiersdorf lesen Sie hier.


Ein Beitrag von Christina Sailer

Customer Success Stories Manager bei Microsoft Deutschland

Portrait von Christina Sailer

und Markus Göbel

Senior Communications Manager Data Applications and Infrastructure

Markus Göbel

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