#PrideTalk mit Janina Kugel: „Jede Form der Diskriminierung ist inakzeptabel“

Porträtfoto von Janina Kugel, lachend mit einer Sonnenbrille und einem Band in Regenbogenfarben um den Hals

Die Ereignisse der letzten Tage, Wochen und Monate sind ein Aufruf zum Handeln. Und ein Aufruf miteinander zu sprechen, zuzuhören, voneinander zu lernen und Empathie aufzubauen. Im #PrideTalk wollen wir deshalb mit Menschen aus der LGBTQI+ Community sprechen, um von ihnen zu lernen. Diesmal: Janina Kugel – Aufsichtsrätin, Beraterin, Speakerin.

Janina Kugel ist Aufsichtsrätin und Senior Advisor. Als ehemalige Personalvorständin der Siemens AG, einem der weltweit führenden Industriekonzerne, weiss sie, welche Bedeutung Diversität für den Erfolg eines Unternehmens hat. Janina Kugel setzt sich als Mensch, als Speakerin und als aktive Unterstützerin zahlreicher nationaler und internationaler Diversity-Initiativen für eine gerechtere Gesellschaft ein.

Janina, was bedeutet „Pride“ für dich?

„Pride“ erinnert mich an die Stonewall-Aufstände Ende der 60er Jahre. Bei diesen Demonstrationen in der Christopher Street in New York ging es darum, die Gesellschaft darauf aufmerksam zu machen, welche Ungleichbehandlung für queere Menschen existieren. Und klar zu machen, dass jede Form der Diskriminierung nicht akzeptabel ist. Die Straße in dem der damalige Aufstand stattfand gab den Namen für die weltweiten Christopher Street Day Paraden.

Und nicht zu vergessen, dass „Pride“ wörtlich übersetzt „Stolz“ heißt. Es sollte also keinen Grund geben, sich aufgrund seiner sexuellen Orientierung verstecken zu müssen. Weder damals noch heute. Wir alle sollten stolz darauf sein können, wer wir sind.

„The more we talk the more we understand” ist unser diesjähriges Motto zum Pride Month. Erinnerst du dich an ein Gespräch zum Thema LGBTQI+ das dich besonders geprägt hat?

Da gab es viele Gespräche mit vielen Menschen in vielen Ländern. Erfahrungen zu hören, zu lernen, was man tun kann und was man nicht tun sollte, ist so wichtig.

Es gibt noch viele Länder, in denen unter anderem Homosexualität unter Strafe steht – teilweise sogar unter Todesstrafe. Menschen, die dennoch dagegen ankämpfen, verdienen meinen tiefsten Respekt.

Grafik in Lila und Gelb mit einer Regenbogenfahne und der Aufschrift "The more we talk the more we understand"

Mit wem würdest du gerne mal über LGBTQI+ sprechen?

Ich hätte gerne einmal mit Harvey Milk gesprochen. Er war der erste offen schwule Politiker in den USA.

Milk hat den nicht leichten Weg gewählt, aus seinem „bürgerlichen Leben“ auszubrechen um sich als Politiker und Bürgerrechtler für die Rechte von Schwulen und Lesben einzusetzen. Wie es ihm und seinen Mitstreiter*innen wirklich ergangen ist, darüber hätte ich gerne mehr erfahren.

Danke für das Gespräch, Janina!

 

🏳‍🌈 Was bedeutet „Pride“ für euch? Welches Gespräch zu LGBTQI+ hat euch besonders geprägt? Kennt ihr einen Menschen, der zu dieser Reihe passen würde? Schreibt uns auf Twitter mit dem Hashtag #PrideTalk! 🏳‍🌈

Bisher im #Pridetalk:

Sarah Ungar „Ich bin stolz darauf, wer ich bin“

Ingo Bertram „Es ist wichtig die eigene Stimme für Vielfalt und Gleichberechtigung einzusetzen“

Felicia Mutterer „Homophobie ist immer noch viel zu weit verbreitet.“

 


Ein Beitrag von Magdalena Rogl
Head of Digital Channels Microsoft Deutschland und Teil des GLEAM & Friends-Boards

Porträt von Magdalena Rogl

Diversität und Inklusion sind für @lenarogl kein Buzzword, sondern ihre Leidenschaft. Als Teil des GLEAM & Friends Board setzt sie sich für Vielfalt und Chancengleicheit ein.

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#Pride: Miteinander sprechen und voneinander lernen

Die Ereignisse der letzten Tage, Wochen und Monate sind ein Aufruf zum Handeln. Und ein Aufruf miteinander zu sprechen, zuzuhören, voneinander zu lernen und Empathie aufzubauen. Aus diesem Grund hat unsere LGBTQI+-Community beschlossen, in diesem Jahr den Pride Month unter das Motto „The more we talk, the more we understand“ zu setzen.