Tag der Menschen mit Behinderung: Vielfalt ist unsere größte Stärke, Inklusion unsere größte Herausforderung

Tag der Menschen mit Behinderung: Inklusion bei Microsoft

Jeder Mensch nimmt die Welt um sich herum anders war – geprägt von der eigenen Herkunft, den Erfahrungen, der Sprache, und dem Geschlecht genauso wie der individuellen körperlichen Beschaffenheit. Es ist die Gesamtheit all dieser kleinen und großen Dinge, die uns in unserer Individualität ausmachen, uns vereinen und unterscheiden. Dabei sind es besonders die Unterschiede, die das Leben spannend machen – nur durch sie entsteht lebendiger Austausch und Inspiration. Natürlich sind wir noch weit davon entfernt, dieses Potential vollständig zu heben. Doch ich bin fest davon überzeugt, dass wir auf einem guten Weg sind – sowohl als Unternehmen als auch als Gesellschaft. Anlässlich des Internationalen Tags für Menschen mit Behinderung möchte ich heute über Microsofts Vision von einer diversen, inklusiven Zukunft sprechen und vor allem darüber, wie wir den Weg dorthin gestalten.

Weltweit haben mehr als eine Milliarde Menschen eine körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung. Nicht zuletzt deswegen sagt Jutta Treviranus, Director am Inclusive Design Research Centre: „Diversity is our world’s biggest asset, and inclusion is our biggest challenge.” Ich bin fest davon überzeugt, dass nur Vielfalt das kreative Klima schafft, in dem echte Innovation entstehen kann – für Lösungen, die allen Menschen helfen. Nur, wenn wir Personen mit verschiedenen Blickwinkeln und Erfahrungen an einem Tisch zusammenbringen, können wir die Probleme unserer Zeit nachhaltig lösen.

Künstliche Intelligenz für mehr Teilhabe

Technologie spielt hierbei eine Schlüsselrolle: Sie ermöglicht Menschen mit Beeinträchtigung immer mehr Teilhabe. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Lösungen, die weltweit mehr als eine Milliarde Menschen nutzen, barrierefrei zu gestalten. Deswegen freuen wir uns, heute weitere Funktionen vorstellen zu können, die das Leben insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigungen erleichtern: Ab 2019 können gehaltene Präsentationen in PowerPoint in Echtzeit nativ transkribiert und untertitelt werden – auch direkt in andere Sprachen. Auch in Skype wird die Untertitelung von Anrufen möglich sein.

Wir glauben, dass künstliche Intelligenz enormes Potential für Barrierefreiheit und Inklusion hat. Aus diesem Grund haben wir nicht nur die weltweite Initiative AI for Accessibility ins Leben gerufen, sondern nutzen die Technologie auch, um bestehende Lösungen weiterzuentwickeln. So wird Microsoft Stream künftig durch neue KI-basierte Funktionen noch inklusiver: Die Sprecher Timeline nutzt zukünftig Gesichtserkennung, um beispielsweise Menschen mit Sehbeeinträchtigung zu zeigen, wer gerade spricht. Auch die Untertitelungs- und die Speech-to-text-Funktion werden Streams für noch mehr Menschen zugänglich machen. Dazu tragen auch Timecodes und die Suche in Stream-Transkripten bei.

Diversität ist mehr als die Summe ihrer Teile

Wir sind fest davon überzeugt, dass wir diesen Weg gemeinsam weiter gehen müssen. Denn für uns bedeutet Vielfalt nicht nur die Geschlechterverteilung – es geht vielmehr darum, dass sich jeder Mensch mit allem, was sie oder ihn ausmacht, authentisch in das ökonomische, gesellschaftliche und kulturelle Leben einbringen kann. Die Basis dafür sind Inklusion, Gleichberechtigung und Teilhabe. Damit das gelingt, müssen wir ein kulturelles Klima sowie ein physisches Umfeld schaffen, das barrierefrei und inklusiv ist.

Dieser Herausforderung stellen wir uns bei Microsoft bereits seit vielen Jahren. Was wir auf diesem Weg bereits gelernt haben, hat Jenny Lay-Furrie, Chief Accessibility Officer bei Microsoft, hier zusammengefasst. Auch unsere Unternehmenskultur bei Microsoft Deutschland steht mit dem Motto „Come as you are. Do what you love.“ nicht nur sinnbildlich, sondern wortwörtlich für gelebte Vielfalt. Diversität und Inklusion sind als Grundsätze fest darin verankert.

Wir leben eine Kultur der Inklusion und Gleichberechtigung – jeden Tag

Aus diesem Grund freue ich mich auch ganz besonders, dass wir heute offiziell die Employee Resource Group DisAbility bei Microsoft Deutschland starten. Diese Mitarbeiter-Community vertritt die Interessen der Menschen mit Beeinträchtigung bei uns – und fungiert als Berater für Accessibility bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten, wie beispielsweise dem Xbox Adaptive Controller oder der Anwendung Seeing AI, die bereits mehr als 10 Millionen Mal Menschen mit Sehbeeinträchtigung im Alltag geholfen hat. So bringen wir einen wichtigen Blickwinkel in unsere Produktentwicklung ein, der häufig noch zu kurz kommt.

Technologie als Katalysator: Vielfalt schafft mehr Inklusion

Indem wir unsere Teams divers gestalten, interdisziplinär zusammenarbeiten und verschiedene Perspektiven in unsere Prozesse und Produkte einbringen, kommen wir unserer Mission jeden Tag einen Schritt näher: Jede Person und jedes Unternehmen auf dem Planeten zu befähigen, mehr zu erreichen. Mit Lösungen, die Menschen mit allen Bedürfnissen und Anforderungen unterstützen, machen wir unsere Welt nicht nur jeden Tag vernetzter und produktiver, sondern vor allem auch inklusiver.

Technologie wirkt dabei als Katalysator: Besonders Innovationen auf Basis von künstlicher Intelligenz schaffen ungeahnte, neue Möglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigung, uneingeschränkt am gesellschaftlichen, kulturellen und ökonomischen Leben teilzuhaben. Das geht allerdings nur unter der Voraussetzung, dass wir die Technologie, die Lösung, in vielfältigen Teams entwickeln. Und hier schließt sich der Kreis – Vielfalt wird zum Möglichmacher von Inklusion und wir nähern uns unserem Ziel einer inklusiven, bunten Welt.

Wenn ihr noch mehr zum Thema Barrierefreiheit wissen möchtet: Meldet euch zu den Accessibility Learning Webinaren an, die ab Januar einmal im Monat stattfinden.


Ein Beitrag von Markus Köhler
Personalleiter und Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft DeutschlandMarkus Köhler, Personalleiter Microsoft Deutschland

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