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Digitalisierung gegen Corona: So kommen wir 2021 noch stärker zurück

Corona hat uns auch 2021 fest im Griff. Das Home Office war nicht nur eine Zwischenlösung, sondern prägt den Arbeitsalltag jetzt sogar noch stärker als im Frühjahr. Die Zahlen aus einer Untersuchung zur Krisen-Resilienz aus dem ersten Lockdown machen aber Mut, dass wir auch diesen zweiten gut meistern können. Was die zentralen Learnings sind, warum Qualifizierung so wichtig ist und welche Möglichkeiten es dafür jetzt gibt: Eine Data Story als Blick zurück nach vorn.

Der Ausblick aufs neue Jahr ist ein Klassiker zum Jahreswechsel – doch diesmal ist der Blick nach vorne in vielerlei Hinsicht ein Blick zurück. Denn zu Beginn des Jahres 2021 sehen wir uns mit einer ganz ähnlichen Situation konfrontiert wie im Frühjahr 2020: Shutdown!

Diese „Rolle rückwärts“ hatten zahlreiche Beschäftigte so nicht auf dem Zettel. Im Auftrag von Microsoft Deutschland und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat das Daten- und Analytikunternehmen GfK nach dem ersten Lockdown untersucht, wie sich dieser auf ihre Arbeit ausgewirkt hat. Machte Büroarbeit vorher noch annähernd 90 Prozent aus, brach der Wert während des ersten Lockdowns auf weniger als 60 Prozent ein. Für Anfang 2021 erwarteten die Befragten jedoch, dass sich der Wert auf knapp 80 Prozent erhöhen und damit wieder an das Vor-Corona-Niveau annähern würde. Diese Vermutung zum Umfragezeitpunkt im Sommer, als die Corona-Infektionszahlen sehr niedrig waren, hat sich als unzutreffend erwiesen.

Stattdessen ist nun für viele wieder Homeoffice angesagt. Das machte im ersten Lockdown bekanntermaßen eine steile Karriere, und die Beschäftigten hatten durchaus schon damit gerechnet, dass dieses Modell auch im neuen Jahr einen deutlich größeren Anteil beanspruchen würde als vor der Pandemie. Die damals geschätzten 16 Prozent dürften jetzt aber deutlich übertroffen werden. Von Kundenbesuchen und Dienstreisen, die vor einem Jahr noch mehr Arbeitszeit einnahmen als das Homeoffice, ist bis auf Weiteres keine Rede mehr.

Lektion gelernt – mit Zuversicht ins neue Jahr

Trotz des Flashbacks gibt es gute Gründe, zuversichtlich ins neue Jahr zu gehen. In einer Reihe von Ländern haben Impfungen begonnen und lassen hoffen, dass wir die Pandemie in diesem Jahr hinter uns bringen können. Auch andere Erfahrungen aus dem ersten Shutdown machen Mut. Die deutsche Wirtschaft hat danach im Eiltempo aufgeholt. Und unsere GfK-Untersuchung hat gezeigt: Deutsche Unternehmen sind in Sachen Resilienz – also der Widerstandsfähigkeit gegen Krisen – sehr gut aufgestellt. So sagten 29 Prozent der Befragten, dass sie im ersten Lockdown durch die erforderlichen Umstellungen keine Probleme bei der Bewältigung des Tagesgeschäfts hatten. Schon damals war das die häufigste Antwort.

Dort, wo es seinerzeit noch Probleme gab – bei der Kommunikation mit Kund*innen oder Kolleg*innen etwa, bei der Ausstattung mit Arbeitsmitteln oder der digitalen Infrastruktur – haben wir längst dazugelernt und nachgebessert. So zeigt der „Resilienz-Check 2020“ auch, dass viele Unternehmen besser ausgestattet sind als vor der Pandemie und unter anderem in Software, Hardware und IT-Infrastruktur (Cloud) investiert haben.

Beschäftigte als Treiber der Digitalisierung

Technik allein macht jedoch keine Resilienz – ohne die Menschen geht nichts. Unternehmenskultur und das Mindset der Beschäftigten sind von enormer Bedeutung, damit Unternehmen Krisen erfolgreich bewältigen können. Hier hat sich gezeigt, dass die Unternehmen bei der Arbeit an und mit digitalen Lösungen auf ihre Beschäftigten zählen können. Sechs von zehn Beschäftigten sagen, dass sie sich gerne mit neuen Arbeitsweisen und Technologien auseinandersetzen und diese es ihnen ermöglichen, schneller und effizienter zu arbeiten. Fast genauso viele finden, dass auch ihre Kolleg*innen aufgeschlossen sind für neue Ideen.

Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, die „Krise als Chance“ nutzen zu können, wie es 2020 oft hieß. Denn zahlreiche Voraussetzungen für Resilienz gegen Krisen ähneln frappierend den Zutaten, die Unternehmen für eine erfolgreiche digitale Transformation brauchen. Eine agile Organisation zum Beispiel, die schnell auf Veränderungen reagieren kann. Beschäftigte, die gerne mit Technologie arbeiten. Eine Kultur des Vertrauens, in der Führungskräfte ihre Teams ermutigen, eigene Entscheidungen zu treffen und Neues auszuprobieren. In diesen drei Bereichen geben Beschäftigte ihren Vorgesetzten ebenfalls gute Noten.

In einem Punkt allerdings gibt es noch Aufholbedarf: bei der Förderung digitaler Kompetenzen. Nur zwölf Prozent stimmen voll und ganz zu, dass ihre Führungskraft digitale Kompetenzen fordert und fördert. Fast genauso viele – zehn Prozent – stimmen dem überhaupt nicht zu. Ein ähnliches Bild zeigte sich nach dem ersten Lockdown bei der Frage, was die Krise verändert hat. Eine deutliche Mehrheit sagt, dass sie sich neue Arbeitsweisen angewöhnt haben und ihr Unternehmen insgesamt flexibler geworden ist. Doch nur wenige geben an, dass sie sich aufgrund der Krise im Beruf weiterbilden konnten. Weitaus mehr Beschäftigte sagen sogar, dass das nicht der Fall war.

Qualifizierung als Schlüssel zur Resilienz

Wer also jetzt noch einen Vorsatz für 2021 sucht: Für neue Kompetenzen ist es nie zu spät. Unabhängig von der Krise bedeutet der Aufbau digitaler Fähigkeiten eine wichtige Investition in die berufliche Zukunft.

Und wer ihn gleich in die Tat umsetzen will: Gemeinsam mit Github und LinkedIn hat Microsoft eine globale Qualifizierungsinitiative gestartet. Wir stellen kostenlose, qualifizierte Lernprogramme bereit, mit denen die Teilnehmenden sich im eigenen Tempo gezielt weiterbilden sowie zertifizierte Nachweise für ihre frisch erworbenen Qualifikationen erhalten können. Für die Programme haben wir Jobprofile identifiziert, die in Zukunft sehr gefragt sein werden, und daraus entsprechende Lernpfade entwickelt – zum Beispiel als Softwareentwickler*in oder IT-Administrator*in, aber auch in den Bereichen Cloud-Infrastruktur, Datenanalyse oder künstliche Intelligenz. Informationen zu allen Angeboten sowie Anmeldemöglichkeiten gibt es auf der Seite der IT-Fitness-Akademie.

Alle Ergebnisse des „Resilienz-Check 2020“ können Sie hier nachlesen. Für die Untersuchung haben Microsoft und BDA das Daten- und Analytikunternehmen GfK mit einer repräsentativen Umfrage beauftragt. Diese wurde auf der Basis einer Auswertung wissenschaftlicher Konzepte zur Resilienz von Unternehmen konzipiert. Im Juli und August 2020 wurden per computergestütztem Web-Interview 2.038 Personen mit Büro-Arbeitsplatz in Deutschland aus dem Onlinepanel von GfK befragt.


Ein Beitrag von Isabel Richter
Senior Communications Manager Corporate Communications
Profilbild von Isabel Richter, Corporate Communications und Analyst Relations