#PrideTalk mit Bettina Glöggler: „Pride ist die wunderbare Chance die Gesellschaft in Richtung Vielfalt mitzugestalten!“

Das Gesicht eines Menschen mit kurzen dunklen Haaren und einer Brille, auf der Nase ein grünes Blatt. Die Person steht draussen in der Sonne, im Hintergrund blauer Himmel und grüne Bäume.

In diesem Jahr stellen wir zum Pride-Monat bei Microsoft das Thema Intersektionalität in den Fokus. Wir wollen zeigen, dass die LGBTQI+Community noch bunter ist als ein Regenbogen, wir wollen miteinander sprechen und voneinander lernen. Im #PrideTalk wollen wir deshalb mit Menschen sprechen, um von ihnen und ihren Erfahrungen zu lernen. Diesmal: Dr. Bettina Glöggler.

Dr. Bettina Glöggler ist Diplom-Psychologin und systemische Therapeutin. Sie leitet die Fachstelle gegen LGBTQI+ Diskriminierung und Gewalt „STRONG!“ angesiedelt im Münchner Kultur- und Kommunikationszentrum SUB. Das bayernweit einmalige Projekt „STRONG!“ informiert, berät Betroffene und sensibilisiert Fachkräfte sowie Medien über Diskriminierung und Gewalt gegenüber der LGBTQI+ Community.

Bettina, was bedeutet Pride für dich?

Das Bewusstsein, die wunderbare Chance zu haben, die Gesellschaft in Richtung Vielfalt mitzugestalten. Und die Freude daran sicher zu sein, nicht den erstbesten von der Gesellschaft vorgeschlagenen Lebensentwurf gewählt zu haben, sondern den, den genau ich will.

Intersektionaliät ist unser diesjähriges Motto zum Pride Month bei Microsoft. Erinnerst du dich an eine Situation, die dich besonders geprägt hat?

Diskriminierung wird leider häufig übersehen, sogar von den Betroffenen, die Ungleichbehandlung oft als den Preis sehen, der ihr Anderssein eben kostet. Intersektionalität stellt einen Angriff auf mehreren Identitätsebenen dar und ist schon dadurch schwer zu greifen. Leider gibt es auch immer wieder Versuche, verschiedene diskriminierte Gruppen gegeneinander auszuspielen, z.B. wird von rechts immer wieder das Bild des schwulenhassenden Ausländers genährt. Dass ein beispielsweise homosexueller POC selbst Diskriminierung erfährt, ist dann kaum in dieses Bild zu integrieren.

Wir alle verhalten uns mitunter diskriminierend. Bestenfalls nicht absichtlich, aber es ist ja bekannt, wie weh es tut, auch wenn man sich versehentlich mit dem Hammer auf den Daumen haut… Das beste Mittel gegen Diskriminierung ist meiner Ansicht nach ein ehrliches Interesse an der Vielfalt, an den Merkmalen, die mir fremd sind oder dem Erleben, das anders ist als mein eigenes.

Mit wem würdest du gerne mal über LGBTQI+ sprechen und warum?

Also, Alice Weidel in ihrem bizarren Denken zu verstehen würde mich schon reizen. Andererseits würde ich gerne mit einer der vielen Menschen sprechen, die richtig tolle Sachen machen und auch durch ihr offenes LGBTIQ*-Leben Vorbilder sind, z.B. Jodie Foster oder Edith Windsor.

 

Eine Grafik mit vielen bunten Flaggen, darüber in Schwarz die Schrift "Pride, Together we can"

Danke für das Gespräch, Bettina!

🏳‍🌈 Was bedeutet „Pride“ für euch? Welches Gespräch zu LGBTQI+ hat euch besonders geprägt? Kennt ihr einen Menschen, der zu dieser Reihe passen würde? Schreibt uns auf Twitter mit dem Hashtag #PrideTalk! 🏳‍🌈

Bisher im #Pridetalk:

Sarah Ungar „Ich bin stolz darauf, wer ich bin“

Janina Kugel „Jede Form der Diskriminierung ist inakzeptabel“

Ingo Bertram „Es ist wichtig die eigene Stimme für Vielfalt und Gleichberechtigung einzusetzen“

Felicia Mutterer „Homophobie ist immer noch viel zu weit verbreitet.“

Rafi Rachek: Es gibt viele Schwule und Lesben, die sehr gläubig sind.“

 

 


Ein Beitrag von Christoph Waldstein

Client Director Strategic Sales und Teil des GLEAM & Friends-Boards

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