Rückblickend betrachtet – Gedanken zur Arbeit im Wandel

Vor gut einem Jahr sind wir mit Microsoft in die neue Deutschlandzentrale nach Schwabing gezogen. Eine aufregende Zeit, denn wir haben damit nicht nur ein neues Büro eröffnet, sondern auch ein neues Kapitel unserer Unternehmenskultur aufgeschlagen. Auch wenn orts- und zeitunabhängiges Arbeiten bei Microsoft bereits seit vielen Jahren zum Alltag gehören, war der Umzug in das #OfficemitWindows etwas Besonderes: Wir haben damit einen Ort geschaffen, der neues Arbeiten für jeden erlebbar macht.

Der Jahreswechsel ist eine gute Zeit, um zurückzublicken und ein Fazit zu ziehen. Auch ich möchte die Gelegenheit nutzen und mit euch teilen, welche Veränderungen die Arbeitswelt aus meiner Sicht im letzten Jahr besonders geprägt haben. Und vor allem was wir daraus lernen konnten:

  1. Collaboration ist King

Dass die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert, muss ich wohl niemandem mehr erzählen. Aber was genau hat das 2017 für uns bedeutet?

Zu allererst bedeutete es für uns: Noch stärkere Vernetzung. Ob Teams, die über die ganze Welt verteilt zusammenarbeiten, die Abstimmung mit Kunden und Partnern oder unsere Kommunikation im Alltag: Starre Hierarchien und Einzelgänger, die ihr Wissen für sich behalten, haben in der neuen Arbeitswelt ausgedient – Teamarbeit ist der neue Superskill.

Diesen Trend beobachten wir branchenübergreifend, im Gespräch mit Kunden, Partnern – und natürlich auch den Kollegen und Mitarbeitern. Mit dem virtuellen, vernetzten Schreibtisch und Collaboration-Hub Microsoft Teams tragen wir dieser Entwicklung Rechnung. Ein wichtiger Schritt, auch für unsere eigene Arbeitsweise und Unternehmenskultur. Denn mit maximaler persönlicher Freiheit zu arbeiten, heißt auch, sich auf die Bedürfnisse der Kollegen einzustellen und flexibel zu sein. Die richtigen Tools unterstützen und erleichtern das.

  1. Der Mensch steht im Mittelpunkt

2017 war in jeglicher Hinsicht ein aufregendes Jahr, ein Jahr des technologischen Fortschritts. Mixed Reality, Künstliche Intelligenz, komplexe Modelle für die IT-Sicherheit – all diese neuen Technologien verändern unsere Welt und auch die Art, wie wir arbeiten. Dennoch dürfen wir den Blick nicht nur auf die Technologie, sondern vor allem auf den Menschen richten. Und uns fragen: Was brauchen moderne Wissensarbeiter? Wie kann Technologie den Anforderungen und Arbeitsweisen der Mitarbeiter gerecht werden? Wie können wir sie befähigen, ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend zu arbeiten – und zwar langfristig?

Mit dem Konzept des „Smart Workspace“ haben wir den Arbeitsplatz an den Bedürfnissen und Anforderungen unserer Mitarbeiter ausgerichtet. Im #worklifeflow steht der Mitarbeiter im Fokus. Er ermöglicht die selbstbestimmte, individuelle Gestaltung des Alltags und gibt uns den nötigen Raum, um produktiver und kreativer zusammenzuarbeiten. Und das kommt gut an: Rund 90 Prozent unserer etwa 2.700 Mitarbeiter nutzen die flexiblen Arbeitsmodelle.

  1. Vertrauen ist der Schlüssel zum Erfolg

Allerdings reichen gute Angebote allein nicht aus. Eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur ist der Schlüssel zum Erfolg – und die basiert vor allem auf Vertrauen. Da waren sich auch die Kollegen von darkhorse Berlin und Steelcase sowie die New-Work-Expertin Inga Höltmann einig, mit denen ich gemeinsam auf der Work Awesome-Konferenz diskutieren durfte: Technologie ist genauso Grundlage für modernes Arbeiten wie Vertrauen.

Alle unsere Mitarbeiter – von der Praktikantin bis zur Geschäftsführerin – entscheiden deshalb selbst, wann und wo sie arbeiten. Mit der Betriebsvereinbarung zur Vertrauensarbeitszeit, die es bereits seit 1998 gibt, und dem 2014 beschlossenen Vertrauensarbeitsort haben wir die gesetzlichen Rahmenbedingungen für unsere Definition von persönlicher Produktivität definiert.

  1. Neues Arbeiten und Innovationskultur brauchen Role Models

Inzwischen ist unsere Deutschlandzentrale in Schwabing beinahe zu einem Technologie-Showcase geworden. Hier entwickeln wir Innovationskultur weiter – durch Teamwork, Selbstbestimmung und persönliche Produktivität. Und schaffen so Freiräume für Kreativität und Innovation.

Seit dem Umzug waren bereits mehr als 50.000 Besucher im #OfficemitWindows. Das zeigt uns: Das Interesse am neuen Arbeiten ist unheimlich groß. Branchenübergreifend suchen Unternehmen Inspiration und Anhaltspunkte, wie die Arbeitswelt von morgen aussehen kann. Wir bei Microsoft haben für uns eine Antwort auf diese Frage gefunden und möchten alle herzlich nach München-Schwabing einladen, um sich selbst einen Eindruck davon zu machen! Doch am Ende muss jedes Unternehmen eine eigene, individuelle Lösung entwickeln. Aus diesem Grund kommt Vorbildern und dem Austausch eine besonders große Bedeutung im Wandel der Arbeitswelt zu.

Ich bin gespannt, was 2018 für unsere Arbeitswelt offenhält, welche Technologien und vor allem welche Menschen die Arbeit, wie wir sie kennen, verändern und verbessern werden. Und ich hoffe, dass wir auch im nächsten Jahr die Debatte rund um neues Arbeiten gemeinsam weiterführen!


Ein Beitrag von Markus Köhler
Senior Director Human Resources und Mitglied der Geschäftsführung bei Microsoft Deutschland

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