Digitalisierung im Mittelstand und eine neue Arbeitskultur: Das gehört zusammen!

Im Mittelstand herrscht Hochkonjunktur. Die vielen Handwerksbetriebe, Produktionsstätten, Büros und Gaststätten in Deutschland beschäftigen aktuell so viele Mitarbeiter wie noch nie. Insgesamt 30,9 Millionen erwerbstätige Personen arbeiten in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) – Tendenz steigend. Dadurch steigt auch die Zahl der Wissensarbeiter und es ist höchste Zeit, sich neue Gedanken über Arbeitsplatz, -strukturen und -kultur zu machen: Was brauchen KMU – und insbesondere ihre Wissensarbeiter – um den Anforderungen der Digitalisierung im Mittelstand gerecht zu werden?

Das aktuelle „Mittelstandsbarometer“ von Ernst & Young zeigt, dass jedes dritte mittelständische Unternehmen plant, im ersten Halbjahr 2018 neue Jobs zu schaffen und mehr zu investieren. Der Boom des Mittelstandes geht mit der Digitalisierung einher – und fordert Unternehmen gleichzeitig auf, Arbeit neu zu denken.

Digitaler Weckruf für den deutschen Mittelstand: Es braucht eine neue Arbeitskultur

Das sagt auch die Kurz-Studie von Cornelia Daheim und Jonas Korn von der Zukunftsberatung Future Impacts, die gemeinsam mit Ole Wintermann von der Bertelsmann-Stiftung vier Thesen in einem Whitepaper zur Digitalisierung im Mittelstand herausgearbeitet haben. Diese lauten wie folgt:

  1. Die Digitalisierung im Mittelstand geht voran, aber immer noch zu langsam.
  2. Digitalisierung erfordert ein Umdenken.
  3. Erfolgreiche Digitalisierung braucht eine ganzheitliche Strategie.
  4. Die Digitalisierung ermöglicht und erfordert eine neue Arbeitskultur.

Und damit haben sie Recht – die Digitalisierung ist sehr wohl im Mittelstand angekommen. Da fallen mir spontan viele gute Beispiele ein: Zum Beispiel das Reisebüro Intertours, das seine komplette Buchhaltung und Terminverwaltung mithilfe von Office 365 und Dynamics 365 automatisiert und dadurch Kommunikation und Kundenservice verbessert hat. Mit der chatbasierten Kommunikationslösung Microsoft Teams sowie dem Online-Terminplaner Microsoft Bookings löst sich das siebenköpfige Team von papier-basierten Geschäftsprozessen hin zu flexibler, moderner Wissensarbeit. Oder TOLYMP, ein Sportgerätehersteller aus Niedersachsen, der mit dem Outlook Customer Manager aus der Office 365-Familie eine passende Lösung zum Kundenmanagement fand, die genau auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist. So können alle Informationen komplexer Projekte zentral an einem Ort verwaltet und von jedem überall abgerufen werden.

Digitalisierung im Mittelstand: Wie etabliert man eine digitale Unternehmenskultur?

Doch noch mehr als technische Lösungen braucht es eine neue Sichtweise auf die Art der Arbeit. Die Tools können wir Unternehmen an die Hand geben – beispielsweise mit Microsoft 365 Business, einer individuellen Rundum-Lösung, die speziell für KMU entwickelt wurde. Sie ist flexibel, sicher und wird den Anforderungen von KMU gerecht: Sei es Microsoft Bookings für einfache Terminverwaltung, Yammer als internes soziales Netzwerk, Sharepoint als zentraler Contenthub oder Microsoft Teams für bessere Kollaboration.

Doch eine Unternehmenskultur kann man nicht einfach so einführen. Sie erfordert gewisse Strukturen und Möglichkeiten – und vor allem eine Orientierung am Mitarbeiter. Bei Microsoft verstehen wir unter anderem diese drei Bedingungen als Grundlage für einen erfolgreichen Kulturwandel:

  1. Der Digital Workplace: Ein vernetzter, ortunabhängiger Arbeitsplatz bietet überhaupt die Grundlage für modernes Arbeiten. Erst die technische Grundausstattung ermöglicht flexible Arbeitsmodelle und Arbeit, die den individuellen Anforderungen der Mitarbeiter gerecht wird.
  2. Zusammenarbeit in Teams: Studien zufolge wird es spätestens 2020 mehr Team- als Einzelarbeitsplätze in Unternehmen geben. Denn es sind heute nicht mehr einzelne Köpfe, die die moderne Arbeit bestimmen – sondern vernetzte und autonome Teams. Ein Digital Workplace und Collaboration-Tools wie Microsoft Teams tragen dieser Entwicklung Rechnung und fördern die Zusammenarbeit von Teams.
  3. Diversität als Teil der Unternehmenskultur: Der Erfolg eines Teams und die Qualität der Ergebnisse resultiert dabei nicht aus gleichen Meinungen und Gemeinsamkeiten, sondern vielmehr aus kritischem Diskurs und der Unterschiedlichkeit der Teammitglieder. Es braucht verschiedene Menschen, die zusammen an einem Tisch (oder virtuellem Konferenzraum) sitzen, um Lösungen für alle entwickeln zu können. Darum ist Vielfalt das Fundament unserer Unternehmenskultur bei Microsoft.

Ich kann nur allen Entscheidern und Mitarbeitern raten, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, den Boom im Mittelstand positiv in eine neue Arbeitskultur zu münzen – und aktiv mitzugestalten. Wie das aussehen kann, haben wir hier als Denkschrift für Konstrukteure von voll-vernetzten Organisationen aufgeschrieben.


Ein Beitrag von Marina Krebs-Treude
Strategy Lead Office 365 & Microsoft 365 for Small, Medium and Corporate Businesses

Marina Krebs-Treude: Digitalisierung im Mittelstand

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