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Whitepaper: Die Kunst erfolgreicher Teamarbeit

Teams treiben die Welt an: Die Kunst erfolgreicher Teamarbeit

Die Welt, in der wir leben, wird immer komplexer und dynamischer. Daraus ergeben sich spürbare Veränderungen der Arbeitswelt, die jeden Einzelnen, jedes Unternehmen und jede Branche betreffen. Die Komplexität der Herausforderungen, vor denen wir stehen, lassen sich schon längst nicht mehr im stillen Kämmerlein lösen – sie erfordern eine kollektive Anstrengung. Unternehmen können sie nur meistern, wenn sie die unterschiedlichen Erfahrungen, Hintergründe und Expertisen ihrer Beschäftigten sinnvoll zusammenbringen. Im Team addieren sich diese Stärken nicht nur, sie potenzieren sich – weil gute Teams sich ergänzen, inspirieren und motivieren. Teamwork wird damit für Unternehmen zum zentralen Schlüssel für ihre langfristige Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit.

Vielfalt im Hinblick auf Lebenserfahrung, Fachwissen und Persönlichkeit ist das Salz in der Suppe.

Am leistungsfähigsten sind Teams, die eine starke Teamdynamik pflegen. Ihnen gelingt es, unterschiedliche Perspektiven zu bündeln, eine offene Kultur zu schaffen und so die Innovationskraft und den Geschäftserfolg zu fördern. Doch was ist das Geheimnis hinter erfolgreicher Teamarbeit? Wie und mit welchen Tools lässt sich eine starke Teamdynamik gezielt fördern und erhalten?

Antworten finden – Whitepaper und Toolkit

Gemeinsam mit der internationalen Designberatungsagentur IDEO haben wir uns diesen Fragen angenommen. Dazu haben wir ein Whitepaper erarbeitet, das die Mechanismen der „Kunst erfolgreicher Teamarbeit“ beleuchtet. Kern des Whitepapers ist ein Framework, das einerseits die Grundelemente für eine bessere Teamdynamik beschreibt und andererseits Teams eine Orientierung bietet, um aus ihrer Vielfalt zu schöpfen, Vertrauen zu schaffen und Innovationsdenken zu fördern. Das Framework basiert auf Kontextbeobachtungen, Interviews mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Branchen und aktuellen Forschungsergebnissen. Tipps und Tricks sowie Praxisbeispiele aus dem Arbeitsalltag von Führungskräften, Fischhandlungen, Journalistinnen und Journalisten veranschaulichen, was die einzelnen Framework-Elemente beinhalten. Um Unternehmen die Umsetzung der Whitepaper-Erkenntnisse zu erleichtern, haben wir zusätzlich ein umfassendes, kostenfreies Toolkit entwickelt.

Framework: Die Kunst erfolgreicher Teamarbeit

Was macht gute Teamarbeit aus?

Lüften wir das Geheimnis – unser Framework identifiziert fünf entscheidende Elemente, die gute Teamarbeit kennzeichnen.

1. Teamzweck

Der Teamzweck ist die gemeinsame Vision, die Teams dabei hilft, fokussiert und engagiert zu bleiben und sich auf ihre Ziele auszurichten. Ausgangspunkt ist eine klare Definition: Für welchen starken Zweck wollen wir uns gemeinsam einsetzen? Ein Beispiel: Fisch zu verkaufen, ist eine Arbeit. Menschen dadurch glücklich zu machen, ist der Zweck der Arbeit. Wenn alle dem Zweck zustimmen und ihn verinnerlichen, befähigt er die Teammitglieder selbstständig und auf das gemeinsame Ziel fokussiert zu arbeiten. Das macht zufriedener und leistungsfähiger. Die erreichbaren Meilensteine zur Verwirklichung der Vision bzw. des Zwecks sind die gemeinsamen Ziele.

2. Dreiklang der Teamarbeit I: Kollektive Identität

Für ein großes Zugehörigkeitsgefühl, das mit Zusammenhalt und Einheit einhergeht, ist eine starke gemeinsame Identität notwendig. Sie entsteht, wenn sich die einzelnen Teammitglieder auf gemeinsame Werte ausrichten, sich engmaschig absprechen und durch gemeinsame Erfahrungen und Rituale Zusammenhalt schaffen. Am abstraktesten sind die Teamwerte, die sich in Überzeugungen und Meinungen ausdrücken. Verhaltensweisen und Absprachen setzen die vereinbarten Werte um, wie beispielsweise die Art Feedback zu geben. Rituale sind regelmäßige Aktivitäten und Verhaltensweisen – ob gemeinsame Mittagessen, Morgensport oder das Anstoßen auf erreichte Meilensteine.

3. Dreiklang der Teamarbeit II: Sensibilität und Einbeziehung

Sensibilität als wichtige Teameigenschaft setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Zunächst braucht es die Selbsterkenntnis bzw. die Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu verstehen. Die zweite Komponente ist die Co-Sensibilität, also die gelebte Empathie. Und zu guter Letzt ist die situative Sensibilität wichtig. Sie meint den Einbezug des Kontexts: Je höher die Sensibilität im Team, desto einfacher lassen sich zwischenmenschliche Dynamiken steuern.

4. Dreiklang der Teamarbeit III: Vertrauen und Verletzlichkeit

Je mehr wir anderen vertrauen, desto verletzlicher können wir uns fühlen – Vertrauen und Verletzlichkeit bilden einen fortlaufenden Kreislauf. Handelt es sich um einen positiven Kreislauf, sorgt das für psychologische Stabilität im Team. Die Mitglieder teilen dann bereitwillig ihre Ideen und Gedanken ohne Angst vor Kritik oder Zurückweisung zu haben.

5. Konstruktive Spannungen

Oftmals werden Spannungen als Gefahr wahrgenommen, die entstehen, wenn unterschiedliche Standpunkte und Vorgehensweisen aufeinanderprallen. Gleichzeitig wohnt Spannungen aber auch ein enormes Potential inne – sofern die Basis, die Elemente des Dreiklangs der Teamarbeit, stimmt. In einem positiven Umfeld kann aus der Unterschiedlichkeit der Teammitglieder innovatives Denken und eine gestalterische Kraft erwachsen. Gründe dafür sind unter anderem die verschiedenen Denkmuster, Geschlechterzugehörigkeiten, Alter oder die ethnische Herkunft.

Wissen mit praktischem Toolkit umsetzen

Diese Erkenntnisse allein führen aber nicht automatisch zu einer starken Teamdynamik und einer entsprechend kreativen und erfolgreichen Teamarbeit. Dafür braucht es neue Lösungsansätze und innovative Strategien. Deswegen haben wir das Whitepaper um ein praktisches Toolkit ergänzt.

Durch die kluge und zielführende Umsetzung des Frameworks entsteht eine gesunde Teamdynamik – quasi die Voraussetzung für positive Ergebnisse und höhere Produktivität. Das ist das Rezept für erfolgreiche Teamarbeit.

Das Toolkit gibt Teams Werkzeuge an die Hand, um das Wissen aus dem Framework erfolgreich in den Arbeitsalltag zu integrieren und eine starke Teamdynamik aufzubauen. Es richtet sich vor allem an Beschäftigte, die ein Team führen. Sie können mithilfe des Toolkits ihr Wissen vertiefen und erhalten einen Moderationsleitfaden sowie Denkanstöße, um die Teamübungen fortzuführen. Die Reihenfolge der Übungen und der Zeitraum des Trainings können individuell gewählt werden.

Nicht jede Gruppe von Menschen wird zu einem Team. Doch die Kunst erfolgreicher Teamarbeit zu meistern, ist für Unternehmen unerlässlich. Framework und Toolkit können zu Palette und Pinsel werden, mit der sich die Vielfalt von Teams entfalten kann.