Troubleshooting aus der Distanz: So helft ihr anderen bei PC-Problemen

Drei Personen sitzen vor einem Surface Pro

Ihr kennt das sicher auch: Wenn ein Besuch in der Heimat ansteht, sind nicht selten unsere Fähigkeiten als „Hobby-IT-Admins“ gefragt, um die PC-Probleme der Verwandtschaft zu lösen – denn nicht allen PC-Nutzer*innen fällt der Umgang mit Geräten und Anwendungen leicht. Oft fehlt einfach die Routine, da kann es schon knifflig werden, wenn ein Update installiert werden will oder eine wichtige Datei nicht mehr aufzufinden ist. Doch für viele Probleme ist ein persönliches Einschreiten vor Ort nicht notwendig: Wir zeigen in drei Schritten, wie man Familie und Freund*innen bei PC-Problemen aus der Distanz unterstützen kann.

Gerade in Zeiten von COVID-19 versuchen viele Personen – trotz der vielerorts inzwischen gelockerten Regeln – den Kontakt zu Familienmitgliedern und Freund*innen einzuschränken, um sie zu schützen. Doch es kann ein schwieriges Unterfangen sein, aus der Ferne zu helfen, wenn man sich nicht neben eine Person setzen kann, um ihr alles Schritt für Schritt zu erklären. Wir haben drei einfache Tipps zusammengestellt, wie man unterstützen kann, wenn selbst der allerwichtigste Trick nicht mehr hilft: “Hast du den PC schon mal heruntergefahren und neu gestartet?“

1) Step-by-Step zur Lösung bei akuten Problemen

Oft ist es schwierig, Lösungswege für ein bestimmtes Problem übers Telefon zu erklären, weil hier die visuelle Ebene fehlt und die Person, die um Hilfe gebeten hat, so oft nicht genau weiß, wohin sie klicken soll. Deshalb sind anschauliche Step-by-Step-Erklärungen der beste Weg, um zu helfen. Um die Lösung für ein Problem beispielhaft auf eurem PC vorzuführen, könnt ihr in Skype oder Microsoft Teams euren Bildschirm teilen. Wie das geht, erfahrt ihr hier für Skype, oder hier für Teams.

Je nachdem, wie groß das Problem ist (und wie fit ihr selbst mit PCs seid), könnt ihr in Windows 10 mit Quick Assist auch gleich komplett das Ruder übernehmen: Einfach „Quick-Assist“ oder „Remotehilfe“ in die Windows-Suche eingeben, Codes austauschen und schon könnt ihr den Computer fernsteuern. Wichtig: Bittet die Personen, denen ihr helft, private Dokumente und Programme zu schließen, um ihre Privatsphäre zu waren.

Frau am Schreibtisch im Teams-Call

2) Safety first!

Ihr habt das Problem gelöst? Sehr gut! Da Vorsorge aber immer besser als Nachsorge ist, solltet ihr sicherstellen, dass eure Verwandten oder der Freundeskreis die Standard-Sicherheitsregeln kennen und entsprechend handeln. Ganz wichtig: Automatische Updates in Windows 10 einstellen. Nur so bleibt der PC immer auf dem neuesten Stand und ist vor Bedrohungen geschützt. Am besten sollten auch nur Apps aus dem offiziellen Microsoft Store heruntergeladen werden. So stellt ihr sicher, dass keine Schadsoftware auf dem PC landet.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, Daten nicht nur auf der Festplatte, sondern auch in der Cloud zu speichern. In OneDrive geht nichts verloren und wertvolle Erinnerungen wie Fotos oder wichtige E-Mails sind sicher – auch, wenn sich die Festplatte längst verabschiedet hat.

3) Hilfe zur Selbsthilfe

Der beste Weg, um eurer Familie oder Freund*innen zu helfen, ist, ihnen zu erklären, wo und wie sie selbst Hilfe finden können. Nicht nur Anleitungen zum Lösen konkreter Probleme, sondern auch Tipps und Tricks, um immer auf der sicheren Seite zu sein. Eine gute Quelle dafür sind etwa die Folgen unserer Serie „Das 1×1 der IT-Sicherheit“ oder unsere Microsoft-Support-Seiten, die viele Fragen zu unseren Produkten beantworten. Falls das individuelle Problem über diese Ressourcen nicht gelöst werden können, helfen unsere Kolleg*innen im Kundenservice gerne weiter – per Telefon, per Mail oder ganz unkompliziert auf Twitter unter dem Handle @MicrosoftHilft.

Wichtig: Achtet darauf, nur Tipps aus vertrauenswürdigen Quellen zu empfehlen. Sehr hilfreich ist zum Beispiel das kostenlose Informationsangebot „BSI für Bürger“ vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, empfiehlt sich der Newsletter „Sicher informiert“ des BSI.


Ein Blogpost von Lisa Schell
Communications Manager Consumer Products & Services

Portrait von Lisa Schell

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