Microsoft HoloLens und Mixed Reality – Wenn physische und virtuelle Realität verschmelzen

Microsoft HoloLens und Mixed Reality – Wenn physische und virtuelle Realität verschmelzen

Star Wars Fans kennen sie: Hologramme – dreidimensionale, in den Raum projizierte Bilder, die zur Kommunikation dienen. Aber nicht nur im Film – virtuelle 3D-Teleportation in Echtzeit funktioniert mittlerweile auch mit holografischem Computing: Mit der Microsoft HoloLens können Forscher schon heute ein holografisches Bild von einer Person erzeugen und an einen anderen Ort projizieren, sodass man dort mit dieser kommunizieren und interagieren kann, oder wie in diesem Beispiel das HUD aus dem Film Terminator nachbilden, wobei die „Microsoft Cognitive“-Dienste Strukturen und Gesichter erkennen und diese in schriftlicher oder auditiver Form benennen können.

Obwohl die Anfänge des holografischen Computing weit zurückliegen und manch hoffnungsvolle Idee der letzten Jahrzehnte letztlich wieder in der Schublade verschwand, hat diese Technologie die unendlichen Weiten der Fiktion also längst verlassen. Mit der Microsoft HoloLens ist sie inzwischen auf dem besten Weg, unseren Alltag zu erobern und ihn mit sogenannten Mixed-Reality-Anwendungen zu bereichern. Anwendungen, bei denen virtuelle Elemente in die physische Welt eingeblendet und auf diese Weise eine gemischte Realität erzeugt werden. Diese gemischte Realität entsteht beispielsweise durch die Microsoft Plattform Windows Mixed Reality. Sie ist die Basis von Microsoft HoloLens und zukünftigen Head-Mounted-Displays (HDMs), die mit dem Windows 10 Creators Update ab diesem Frühjahr verfügbar werden und die Mixed-Reality-Technologie in jedes Wohnzimmer bringen.  Dies kann die Art und Weise, wie wir interagieren, zusammenarbeiten, lernen, entdecken und erfinden völlig verändern.

Die Abgrenzung zu Augmented Reality lässt sich am besten am Beispiel der Head-up-Displays im Auto deutlich machen: Hier wird eine reale Umgebung mit virtuellen Objekten angereichert, abhängig vom Ort des Benutzers oder des Sichtfeldes der Kamera. Was dort nicht passiert, ist, dass Benutzer mit diesen Objekten interagieren können, wie mit Hologrammen. In der Virtual Reality schottet sich der Nutzer von der echten Umgebung sogar komplett ab und taucht in eine gänzlich computergenerierte Welt ab.

Microsoft HoloLens: Eine neue Interaktion zwischen Mensch und Maschine
Erstmals wurde die Microsoft HoloLens im Januar 2015 vorgestellt. Am 31. März 2016 erfolgte die Auslieferung der Mixed-Reality-Brille an Entwickler und kommerzielle Partner in den USA und Kanada, im November startete die Auslieferung auch in Deutschland. Seitdem haben Entwickler und Unternehmen eine Reihe verschiedener Mixed-Reality-Anwendungen erschaffen, die so nur mit der Microsoft HoloLens umsetzbar sind – beispielsweise aus den Bereichen Industrie, Architektur und e-Learning. „Das Faszinierende an dieser Technologie ist, dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Komplexe Sachverhalte wie etwa Baupläne oder die menschliche Anatomie werden durch die holografische Darstellung deutlich schneller erlernbar. Das sich daraus ergebende Potential ist es, was unsere Entwickler und Kunden überzeugt hat, an und mit dieser Technologie zu arbeiten“, erklärt Michael Zawrel, Product Manager HoloLens & Devices, Microsoft Deutschland GmbH.

Microsoft leistet in diesem Bereich Pionierarbeit: Mit der Microsoft HoloLens kann sich der Nutzer bereits völlig unabhängig im Raum bewegen, da der erste eigenständige, auf Windows 10 basierende holografische Computer weder Kabel noch ein zusätzliches Smartphone oder einen PC benötigt. Mit der Microsoft HoloLens ergeben sich so gänzlich neue Interaktionsmöglichkeiten zwischen Mensch und Maschine: „Im Allgemeinen sind wir nach wie vor sehr eingeschränkt in unseren digitalen Handlungsweisen und interagieren überwiegend durch Mausklicks oder Touchscreens. Durch Hologramme ist es möglich, digitale Inhalte, Anwendungen, Informationen und mehrdimensionale Videos in der physischen Welt zu platzieren und mit echten Objekten zu interagieren“, sagt Michael Zawrel.

Schon heute halten Hologramme Städte in Bewegung
Wie das aussehen kann, zeigt unter anderem thyssenkrupp. Servicetechniker des Unternehmens warten Tausende von Aufzügen in der ganzen Welt mithilfe der vorrausschauenden Wartungslösung MAX und der HoloLens: Erste Feldversuchen ergaben bereits, dass sich Wartungsarbeiten damit bis zu viermal schneller erledigen lassen als früher. Die Techniker können via Skype-App für HoloLens während der Wartung mit der Zentrale kommunizieren. So erhalten sie Informationen über notwendigen Schritte direkt ins Sichtfeld eingeblendet und können diese mit freien Händen unmittelbar umsetzen. Für Andreas Schierenbeck, CEO von thyssenkrupp Elevator, ist der Einsatz von Mixed Reality ein Meilenstein für die Aufzugsindustrie auf dem Weg in das 21. Jahrhundert: „Da Aufzüge täglich mehr als eine Milliarde Menschen bewegen, ist der Aufzugsservice ein wichtiger Bestandteil, um Städte in Bewegung zu halten. Mit der Einführung unserer vorausschauenden Wartungslösung MAX und der Einbindung von Microsofts HoloLens, haben wir unsere Serviceprozesse revolutioniert und können nun noch besser dafür sorgen, dass die Technik stets optimal funktioniert und die Aufzüge jederzeit zur Verfügung stehen.“

Neue Räume für Wissenschaft, Industrie und Unterhaltung
Aber auch andere namhafte, internationale Unternehmen und Institutionen haben die HoloLens täglich im Einsatz, unter anderem die NASA, Volvo, Trimble oder RoboRaids. Die Microsoft HoloLens unterstützt die Mitarbeiter in annähernd allen Bereichen – vom Konstruktionsprozess, über Sales, bis hin zur Verbesserung der Nutzererfahrung. So können sich NASA-Mitarbeiter dank des Holo-Computers auf der virtuellen Marsoberfläche bewegen.

Bei Volvo arbeiten Ingenieure mit dem Device in der Mixed-Reality-Umgebung an neuen Fahrzeugmodellen, deren Bauteile oder Features sich mit der Brille sehr anschaulich darstellen lassen. Das kommt aber nicht nur den Ingenieuren zu Gute, sondern lässt sich auch im Verkauf nutzen, zum Beispiel, um dem Kunden sein Fahrzeug zu erklären.

Zusammen mit ASOBO Studio hat Microsoft ein erstes Storytelling- und Gameplay-Beispiel für die Microsoft HoloLens geschaffen. In dem Crime-Drama „Fragments“ muss der Spieler in der Mixed-Reality-Welt verschiedene Rätsel lösen, indem er mit holografischen Personen oder virtuellen Objekten interagiert, die sich durch die Brille in den realen Raum einfügen.

Bei Trimble, einer Softwarelösung für Bau-Ingenieure und Architekten, lassen sich mit der Microsoft HoloLens-Anwendung virtuelle Baupläne und Modelle kreieren, an denen die Mitarbeiter an verschiedenen Orten in Echtzeit kollaborieren können.

Der Operationssaal der Zukunft: Zusammen mit dem OEM-Partner Stryker, einer der weltweit führenden Hersteller und Anbieter orthopädischer und medizintechnischer Produkte und Dienstleistungen, plant Microsoft, Operationssäle in Krankenhäusern mithilfe von Mixed Reality einzurichten. Auf diese Weise soll die große Bandbreite komplexer Eingriffe effizienter gestaltet und die Säle so eingerichtet werden, dass medizinische Utensilien im Umfeld wie dem OP sinnvoll angeordnet werden. Neben der Planung der Säle können Ärzte die Microsoft HoloLens auch zum besseren Verständnis der menschlichen Anatomie nutzen.

Neues Zeitalter der Mensch-Maschine-Interaktion hat bereits begonnen…
HoloLens leistet Pionierarbeit im Bereich Mixed Reality, Entwickler nehmen das gerne an und kreieren völlig neue Lösungen für Unternehmen. Unsere Plattform Windows Mixed Reality macht die Technologie über das Creators Update nun auch für Privatnutzer breiter zugänglich. Hologramme werden die Art und Weise, wie wir mit Technologien interagieren und diese nutzen, grundlegend verändern. Die vielleicht größte Herausforderung liegt nun darin, die Technologie aus einer vermeintlichen Nische erfolgreich in den Massenmarkt zu überführen.

Weitere Infos zu „Microsoft HoloLens“ finden Sie auf der offiziellen Homepage und eine Vielzahl an weiteren Cases auf dieser Webseite. Alle Pressematerialien können Sie über die Pressemappe auf dem Microsoft Newsroom abrufen.