Work Trend Index: Wie Technologien Firstline Worker nachhaltig unterstützen können

Mann räumt Artikel in ein Supermarktregal

80 Prozent der Arbeitskräfte – rund zwei Milliarden Menschen weltweit – zählen zu den sogenannten Firstline Workern. Diejenigen also, die auch während der Pandemie nicht von Zuhause aus arbeiten können. Sie sind an vorderster Front und halten beispielsweise unser Gesundheitssystem aufrecht, sorgen dafür, dass Supermarktregale gefüllt sind oder unsere Stromversorgung jederzeit reibungslos läuft – obwohl sie dadurch gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind. Im Rahmen des Work Trend Index haben wir untersucht, vor welchen Herausforderungen Firstline Worker derzeit stehen und wie Unternehmen und Führungskräfte ihr Wohlbefinden mithilfe von Technologien fördern können.

Im Rahmen des Work Trend Index haben wir 9.600 Firstline Worker aus acht Industriezweigen und acht Ländern[1] im Zeitraum von Oktober bis November 2021 befragt. Unsere daraus gewonnenen Erkenntnisse verdeutlichen, dass Unternehmen heute vor einer Herausforderung stehen: Wie können das Wohlergehen und die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden mit dem Geschäftserfolg in Einklang gebracht werden? Diese Aufgabe birgt eine enorme Chance – für Führungskräfte, Mitarbeitende und Kunden. Dreh- und Angelpunkt sind dabei eine offene und vertrauensvolle Unternehmenskultur und die Investition in Technologien, die es den Mitarbeiter*innen ermöglichen, teilzuhaben und sich zu entfalten.

Kultur und Kommunikation – Firstline Worker erreichen

Covid-19 hat seine Spuren hinterlassen: 81 Prozent der befragten Firstline Worker in Deutschland gaben an, dass sie sich „sehr verbunden mit ihren Kolleg*innen fühlten“, da sie mit ihnen die Anstrengungen, die die Pandemie mit sich brachte, teilen konnten. Die Verbindung der Mitarbeiter*innen zu ihren Führungskräften hingegen bleibt schwach. 61 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Vorgesetzten den Ausbau gemeinsamer Unternehmenswerte nicht priorisieren.

Das A und O für eine moderne Unternehmensidentität ist offene und transparente Kommunikation – insbesondere, wenn Mitarbeiter*innen dezentral arbeiten und nur begrenzten Zugang zu Tools haben. Das sehen auch die Befragten so und erkennen Kommunikation als eine der größten Herausforderungen. 61 Prozent der Firstline Worker und 77 Prozent der Firstline Manager in Deutschland gaben an, dass Informationen ihrer Vorgesetzten nicht bei ihnen ankommen. Und auch umgekehrt fühlen sich 30 Prozent der Firstline Worker in Deutschland in ihrem Unternehmen nicht gehört, wenn sie Probleme ansprechen.

Wir sind davon überzeugt, dass Führungskräften eine zentrale Rolle beim Aufbau und der Stärkung der Unternehmenskultur zukommt. Wir stellen ihnen dafür die notwendigen Ressourcen und Technologien bereit:

  • So haben wir die Viva Connections App in Microsoft Teams Viva Connections kann helfen, Lücken in der Unternehmenskommunikation und -kultur zu schließen, denn sie ermöglicht es Führungskräften, Neuigkeiten, Updates, Wertschätzung und Lob zu teilen. So kann eine Kultur entstehen, die für alle Mitarbeiter*innen konsistent ist. Umgekehrt können Angestellte ihr Feedback mit Manager*innen teilen – es entsteht ein Informationsfluss in beide Richtungen. Mit der Integration unserer strategischen Partner wie Workday und Expressive in Viva Connections erleichtern wir zudem den Zugriff auf wichtige Ressourcen. Gehaltsabrechnungen und HR-Funktionen werden so an einer zentralen Stelle gebündelt.
  • Um die Kommunikation zwischen Angestellten zu erleichtern, die nicht im Büro sitzen, bauen wir unsere strategische Partnerschaft mit Zebra Technologies aus – einem weltweit führenden Anbieter von Software und Hardware für Firstline Worker. Die Walkie-Talkie-App in Microsoft Teams ist mit einer speziellen Push-to-Talk-Taste auf einer Vielzahl von Zebra-Mobilgeräten sowie auf allen mobilen iOS-Geräten allgemein verfügbar.
  • Außerdem treiben wir die Integration von Teams mit Zebra Reflexis™ voran, wodurch die Reflexis Workforce Management-Lösungen mit Schichtplänen in Teams verbunden werden. Teamplanung und Anwesenheitslisten oder Abwesenheitsanträge in Teams werden so vereinfacht.

Technologie kann Firstline Worker unterstützen

Jahrzehntelang wurde Technologie von vielen Angestellten kritisch beäugt. Von Automatisierung bis hin zu künstlicher Intelligenz – viele Menschen hatten Angst, dass ihre Jobs obsolet werden könnten. Doch allmählich setzt sich die Einstellung durch, dass Technologie die menschlichen Fähigkeiten unterstützen oder verbessern kann. So erhoffen sich laut unserer Untersuchung 30 Prozent der befragten Firstline Worker in Deutschland, dass sie hilft, neue Kolleg*innen einzuarbeiten oder Einsatzpläne zu erstellen (28 Prozent). Die Mehrheit der Befragten (59 Prozent) zeigte sich gegenüber neuen Job-Möglichkeiten offen, die Technologie ihnen bieten kann.

Von der Teamplanung und dem Onboarding bis hin zur Automatisierung von Aufgaben und der Verwaltung von Terminen: Technische Hilfsmittel können den Alltag der Firstline Worker erheblich vereinfachen. Mit folgenden Lösungen und Updates unterstützen wir sie dabei:

  • Microsoft Teams bietet mit seinen virtuellen Terminen samt Warteliste Echtzeit-Updates zu Wartezeiten, verpassten Terminen und Verzögerungen bei der Personalbesetzung. So erhalten nicht nur Mitarbeitende wertvolle Einblicke, sondern auch für Kund*innen werden Abläufe transparenter.
  • Geräte, die von mehreren Menschen genutzt werden, erhalten jetzt ein Update: Ein akustisches Warnsignal zeigt der IT-Abteilung, dass es beispielsweise nicht dort abgelegt wurde, wo es hingehört.
  • Ab dem 1. Februar ist die Microsoft Cloud for Retail allgemein verfügbar. Sie bietet Einzelhändlern ein umfassendes, maßgeschneidertes Paket an Funktionen. So liefert sie Firstline Workern Einblicke, Ressourcen und Daten, um die Customer Experience zu verbessern. Diese Lösung ist Teil unserer branchenspezifischen Cloud-Angebote, die wir z.B. der Fertigungsindustrie, dem Gesundheitswesen und Finanzwesen bieten.

Die Kluft überwinden: Chancengleichheit und Weiterbildung für Firstline Worker

Die Möglichkeiten von Technologien sind vielversprechend, aber um sie zu nutzen, sind sowohl Zugang als auch Wissen erforderlich. Angesichts der Tatsache, dass 32 Prozent der befragten Firstline Worker in Deutschland der Meinung sind, dass sie nicht über die richtigen technischen Hilfsmittel verfügen, um ihre Arbeit effektiv zu erledigen, liegt hier eine große Chance. Doch nach dem Zugang zu Technologie liegt der nächste Schritt in der Schulung im Umgang mit ihr. So besitzen 48 Prozent der Befragten zwar ihrer Ansicht nach passende Technik, fühlen sich aber nicht ausreichend geschult, um damit umzugehen.

Führungskräfte sollten das priorisieren und den Rahmen dafür schaffen:

  • Unsere Viva Learning App macht es den Mitarbeiter*innen leicht, neue Lerninhalte in Microsoft Teams zu entdecken, mit Kolleg*innen zu teilen und ihre eigene Weiterbildung im Blick zu behalten – so bleibt die gesamte Belegschaft jederzeit auf dem neuesten Stand über verpflichtende Schulungen und optionale Weiterbildungsangebote.
  • Mit unseren neuesten Updates wird es zudem einfach, auch Schulungsinhalte aus Systemen von Partnerunternehmen wie SAP SuccessFactors, Cornerstone OnDemand oder Saba Cloud in Microsoft Teams zur Verfügung zu stellen und als Trainings zuzuweisen. Neue Partnerschaften mit Anbietern wie EdCast oder Open Sesame bieten der Belegschaft Zugriff auf eine umfangreiche Bibliothek voller Lerninhalte, mit denen sie sich während der Arbeit weiterbilden können.

Mehr Informationen zu Produkten und Updates gibt es im Blogbeitrag von Emma Williams.

Unsere Erkenntnisse zeigen, dass wir uns an einem Wendepunkt befinden. Entscheider*innen haben die Möglichkeit, sich neue Wege des Handelns und Denkens erschließen zu können – Lösungen, die den Mitarbeiter*innen an der Basis Priorität einräumen. Nicht nur, weil es das Richtige ist, sondern weil es der einzige Weg ist, um in der Zukunft erfolgreich zu sein. Wir möchten sie dabei mit unseren Technologien unterstützen, bessere Ergebnisse für alle zu erzielen.


Ein Beitrag von Celine Garbi Joergens
Hybrid Secured Work Business Lead Germany bei Microsoft Deutschland

Celine Garbi Joergens

 

[1] Japan, Großbritannien, Deutschland, Australien, USA, Brasilien, Indien, Mexiko

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