Konsolidierung oder Innovation? Geht beides! Wie künstliche Intelligenz Unternehmen jetzt helfen kann

People looking on different data sets on screens.

Seit einiger Zeit leben wir nun schon in einer Art Ausnahmezustand: Viele Geschäfte waren lange geschlossen und Firmen haben an den Folgen der vergangenen Monate zu tragen. Doch im Moment der Krise zeigt sich auch der Wert von digitalen Technologien für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Meine Kollegin Mitra Azizirad zeigt im Rahmen einer virtuellen Session, wie künstliche Intelligenz (KI) Firmen dabei helfen kann, die aktuelle Krise zu überstehen und langfristig zu profitieren. An dieser Stelle möchte ich einige dieser Learnings teilen.

Konsolidierung: KI für die Prozessoptimierung

Angesichts ausbleibender Umsätze ist es sinnvoll, dass viele Unternehmen aktuell vor allem über Effizienzgewinne und Prozessoptimierung nachdenken. KI kann Firmen bereits heute helfen, effizientere Prozesse zu identifizieren und zu etablieren:

  • So kann KI zum Beispiel durch die Analyse von Daten den Reparaturbedarf von Maschinen senken, Fehlerraten verringern und Wartungszyklen optimieren. Liegen Daten aus der Wertschöpfungskette digital vor und werden sie zu Analysezwecken ausgewertet, können sie darüber hinaus Anknüpfungspunkte für Prozessoptimierungen sein.
  • Künstliche Intelligenz kann auch dazu beitragen, die Effizienz der Mitarbeiter*innen zu steigern. Chatbots etwa können Support-Teams oder den Kundenservice bei Routinetätigkeiten entlasten. Intelligente Funktionen in Office 365, darunter etwa den Microsoft Editor oder den PowerPoint Presenter Coach, helfen bei Alltagstätigkeiten im Job, Zeit zu sparen. So hilft beispielsweise auch das Office-Add-on MyAnalytics dabei, das persönliche Arbeitsmuster mit KI-Unterstützung in vier Kernbereichen auszuwerten: Fokus, Wohlbefinden, Netzwerk und Zusammenarbeit.
  • KI kann auch einen wertvollen Beitrag in der intelligenten Organisation von Lieferketten leisten. Ein Ende-zu-Ende-Kundenmanagement zum Beispiel mit den neuen KI-Funktionen von Dynamics 365 gehört ebenso dazu, wie eine optimierte Lagerhaltung mit intelligenten Vorhersagen und Prognosen.

Innovationsmotor KI: Über eine strategische Digitalisierung nachhaltig profitieren

Unternehmen, die sich heute entscheiden, KI in ihre laufenden Geschäfte zu integrieren, legen damit zugleich auch die Grundlage für eine Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells. Sie können daraus das Potenzial ableiten, um ihr Geschäft neu zu definieren und innovative Ertragsmodelle zu finden. Dazu drei Überlegungen:

  • KI skalieren: Es ist wichtig, in kleinen Projekten Erfahrungen mit künstlicher Intelligenz zu machen – ob im Einsatz im Kundensupport oder bei ersten Analysen. Skalierbar wird der Einsatz von künstlicher Intelligenz aber erst, wenn KI unternehmensweit ausgerollt wird. Erst wenn alle relevanten Unternehmensprozesse digitalisiert sind, werden die notwendigen Daten geliefert, die KI für valide Analysen braucht. Nur auf diese Weise kann KI auch ein Teil der gelebten Unternehmenskultur und -strategie werden. Vor gut einem Jahr haben wir die AI Business School ins Leben gerufen, eine kostenlose Reihe mit Schulungen für unterschiedliche Themen und Branchen. Mehr als eine Million Menschen aus der ganzen Welt haben bereits an den Kursen teilgenommen.
  • KI zugänglich machen: KI kann als Pilotprojekt in Nischen funktionieren. Aber um mit einem KI-Projekt über den Status eines Proof-of-Concepts hinauszukommen, braucht es unternehmensweit Akzeptanz und Expertise. Wir engagieren uns für die Zugänglichkeit von KI, weil wir alle für eine Zukunft mit KI brauchen, nicht nur Spezialist*innen aus der IT, sondern auch die vielen Expert*innen aus den Fachabteilungen. Auf dem Weg zu diesem Ziel integrieren wir KI immer stärker in die Tools von Lösungen wie Microsoft 365, die viele Menschen täglich verwenden. Zudem stellen wir Lösungen wie Power Platform bereit, mit denen alle Mitarbeiter*innen im Unternehmen an der Entwicklung von KI teilhaben können – ganz ohne technische Vorkenntnisse beim Programmieren.
  • KI ist, was wir daraus machen: Wir sollten KI nur so entwickeln, dass sie uns hilft besser zu werden, und verhindern, dass sie Vorurteile verstärkt oder Menschen schaden kann. Microsoft hat hierfür klare ethische Grundprinzipien für KI festgelegt, die wir vorleben und die unser eigenes Handeln bei der Weiterentwicklung der Technologie bestimmt.

Die Gegenwart stellt uns vor große Herausforderungen, doch innovative Technologien wie KI bieten neue Möglichkeiten, um Probleme zu bewältigen. Künstliche Intelligenz kann Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Bereichen helfen, langfristig effizienter zu sein und Kosten zu sparen. Hierfür braucht es nicht immer gleich die größte IT-Abteilung.

Und, ganz wichtig: Unternehmen sollten vor allem in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter*innen investieren. Denn Unternehmen, die KI bereits einsetzen, sind besser aufgestellt, um den neuen Herausforderungen zu begegnen. Sie ermöglichen durch Qualifikationen ein breiteres Skill-Set für ihre Mitarbeiter*innen und können sich darauf konzentrieren, wie Technologie Expertise und Kreativität ergänzen kann.

Zum vollständigen Blogbeitrag von Mitra Azizirad geht es hier.


Ein Beitrag von Andre Kiehne
Segment Lead Specialist Sales und Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland

Andre Kiehne, Segment Lead Specialist Sales und Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland

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